Sicherheitsdienst Berlin-Tegel – Professioneller Schutz vor Ort
Zuverlässiger Sicherheitsdienst in Berlin-Tegel. BPS Protect schützt Ihr Objekt mit erfahrenen Sicherheitskräften. Jetzt kostenloses Angebot anfordern!
Die Sachkundeprüfung 34a ist eine gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bewachungsgewerbe. Sie stellt sicher, dass Sicherheitspersonal, das in bestimmten sensiblen Bereichen eingesetzt wird, über das notwendige Fachwissen verfügt – rechtlich, sicherheitstechnisch und im Umgang mit Menschen. Der Name leitet sich direkt aus dem § 34a der Gewerbeordnung (GewO) ab, der die rechtliche Basis für das gesamte Bewachungsgewerbe in Deutschland bildet.
Wer in der Sicherheitsbranche Fuss fassen oder aufsteigen möchte, kommt an dieser Prüfung in vielen Tätigkeitsbereichen nicht vorbei. Sie ist kein bürokratisches Hindernis, sondern ein wichtiger Qualitätsstandard, der Auftraggeber, die Öffentlichkeit und die Sicherheitskräfte selbst schützt. Für Unternehmen wie BPS Protect ist die Sachkundeprüfung 34a ein zentrales Einstellungskriterium für zahlreiche Einsatzbereiche.
Der § 34a GewO regelt, unter welchen Voraussetzungen gewerbsmässige Bewachungsleistungen erbracht werden dürfen. Wer ein Bewachungsunternehmen betreiben möchte, benötigt eine behördliche Erlaubnis. Diese Erlaubnispflicht gilt sowohl für Unternehmer als auch – in abgestufter Form – für bestimmte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ergänzend zur GewO konkretisiert die Bewachungsverordnung (BewachV) die Anforderungen im Detail. Sie legt unter anderem fest:
Die BewachV wurde zuletzt 2021 grundlegend novelliert. Seitdem gelten verschärfte Anforderungen an Qualifikation, Zuverlässigkeitsprüfung und den Einsatz von Personal in Sicherheitsbereichen. Wer sich heute auf die Prüfung vorbereitet, muss die aktuell gültige Fassung der Verordnung kennen.
Nicht jede Tätigkeit im Bewachungsgewerbe erfordert automatisch die Sachkundeprüfung. Das Gesetz unterscheidet zwischen einfachen Bewachungsaufgaben und solchen, bei denen besondere Risiken, Befugnisse oder Verantwortlichkeiten bestehen.
Die Sachkundeprüfung ist verpflichtend für folgende Tätigkeitsbereiche:
Nicht verpflichtend ist die Sachkundeprüfung für einfache Bewachungsaufgaben wie das Bewachen von Baustellen, Parkplätzen oder abgelegenen Geländen ohne direkten Publikumskontakt – sofern keine der oben genannten Tätigkeiten ausgeübt wird. Hier genügt in der Regel die 40-stündige Unterrichtung. Dennoch empfiehlt sich die Sachkundeprüfung als Qualitätsmerkmal und Karrierebooster auch für diese Bereiche.
Die Sachkundeprüfung 34a umfasst insgesamt sechs Sachgebiete, die in der Bewachungsverordnung festgelegt sind. Diese Gebiete decken alle wesentlichen Kompetenzbereiche ab, die Sicherheitspersonal in der Praxis benötigt – von rechtlichen Grundlagen bis hin zu praktischen Fähigkeiten wie erster Hilfe.
Sachgebiet |
Inhalt |
Gewichtung (ca.) |
Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung |
Polizeirecht, Jedermannsrechte, Notwehr, Nothilfe |
hoch |
Datenschutz |
DSGVO-Grundlagen, Videoüberwachung, Datenspeicherung |
mittel |
Bürgerliches Recht |
Hausrecht, Vertragsrecht, Schadensersatz |
mittel |
Strafrecht und Strafverfahrensrecht |
Körperverletzung, Freiheitsberaubung, vorläufige Festnahme |
hoch |
Umgang mit Waffen |
Waffengesetz, erlaubte und verbotene Waffen, Sicherheitsregeln |
niedrig bis mittel |
Unfallverhütung und Erste Hilfe |
Berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Grundlagen der Ersten Hilfe |
niedrig |
Die Gewichtung ist nicht starr – je nach Prüfungsaufgabenset können einzelne Sachgebiete stärker vertreten sein. Grundsätzlich bilden die rechtlichen Bereiche den grössten und anspruchsvollsten Teil der Prüfung.
Dieser Prüfungsblock ist das Herzstück der Sachkundeprüfung 34a. Hier wird geprüft, ob Sicherheitskräfte verstehen, welche Rechte und Befugnisse sie als Privatpersonen haben – und wo diese enden.
Zentrale Themen sind:
Diese drei Sachgebiete werden häufig zusammen betrachtet, weil sie in der Praxis eng miteinander verknüpft sind. Ein Sicherheitsmitarbeiter, der eine Person festhält oder mit einer Kamera überwacht, berührt gleichzeitig Strafrecht, Zivilrecht und Datenschutzrecht.
Im Bereich Datenschutz stehen folgende Punkte im Vordergrund:
Im Bürgerlichen Recht sind folgende Themen prüfungsrelevant:
Im Strafrecht sind insbesondere folgende Straftatbestände relevant:
Der Themenblock Umgang mit Waffen vermittelt keine Ausbildung zur Waffenführung, sondern rechtliches und sicherheitstechnisches Grundwissen. Geprüft werden:
Der Bereich Erste Hilfe und Unfallverhütung schliesst den Prüfungsstoff ab. Hier werden grundlegende Kenntnisse der Ersten Hilfe sowie berufsgenossenschaftliche Unfallverhütungsvorschriften (UVV) abgefragt. Ein separater Erste-Hilfe-Kurs ist für die Sachkundeprüfung selbst nicht verpflichtend, wird aber von vielen Vorbereitungskursen empfohlen und ist für manche Tätigkeiten im Sicherheitsgewerbe Pflicht.
Der Weg zur bestandenen Sachkundeprüfung 34a ist klar strukturiert. Wer weiss, was ihn erwartet, kann sich gezielt vorbereiten und unnötige Fehler vermeiden. Hier ist der vollständige Ablauf als übersichtliche Checkliste:
Die schriftliche Prüfung ist der zentrale Teil der Sachkundeprüfung 34a. Sie wird bundesweit in Form eines Multiple-Choice-Tests durchgeführt und enthält üblicherweise 72 Fragen, die alle sechs Sachgebiete abdecken.
Die wichtigsten Eckdaten:
Wer in der schriftlichen Prüfung zwischen 50 und 67,5 Prozent der Punkte erreicht (je nach Regelwerk der IHK), wird in der Regel zur mündlichen Prüfung zugelassen. Wer deutlich über dieser Grenze liegt, hat die Prüfung bereits mit dem schriftlichen Teil bestanden.
Die mündliche Prüfung ist kein Standard, sondern eine Ergänzungsprüfung. Sie findet nur dann statt, wenn das schriftliche Ergebnis im Grenzbereich liegt – der Prüfling die Mindestpunktzahl also knapp erreicht hat, aber das Ergebnis noch nicht eindeutig als „bestanden“ gilt.
Der Ablauf der mündlichen Prüfung:
Wer gut vorbereitet ist und die Sachgebiete sicher beherrscht, wird die mündliche Prüfung in der Regel nicht fürchten müssen.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Die Sachkundeprüfung 34a ist mit konkreten Kosten verbunden, die je nach Anbieter und Region variieren können. Wer seinen Prüfungsweg sorgfältig plant, vermeidet böse Überraschungen im Budget.
Die folgende Tabelle gibt einen realistischen Überblick über typische Kostenpositionen im Zusammenhang mit der Sachkundeprüfung 34a:
Kostenposition |
Betrag (ca.) |
Hinweis |
IHK-Prüfungsgebühr (schriftlich) |
80 – 120 Euro |
Je nach IHK-Bezirk unterschiedlich |
IHK-Prüfungsgebühr (mündlich, falls nötig) |
ggf. zusätzlich 30 – 60 Euro |
Nur bei Grenzbereich im schriftlichen Teil |
Wiederholungsprüfung |
80 – 120 Euro |
Erneute Anmeldung erforderlich |
Online-Vorbereitungskurs |
50 – 150 Euro |
Selbststudium, zeitlich flexibel |
Präsenzkurs (Vollzeit, ca. 1 Woche) |
400 – 900 Euro |
Intensivvorbereitung mit Trainer |
Lehrbücher und Lernmaterialien |
20 – 60 Euro |
Einmalig, oft als Bundle erhältlich |
In einigen Fällen übernehmen Arbeitgeber die Kosten für Vorbereitungskurs und Prüfungsgebühr, wenn die Qualifikation für die geplante Stelle erforderlich ist. Auch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter können unter bestimmten Voraussetzungen Bildungsgutscheine ausstellen, die einen Grossteil der Kurskosten abdecken.
Für Interessierte im Raum Berlin und Brandenburg sind die folgenden IHK-Kammern zuständig:
Wichtige Hinweise zur Anmeldung:
Wer die Sachkundeprüfung 34a bestehen will, muss nicht Jura studiert haben – aber eine strukturierte Vorbereitung ist unerlässlich. Der Stoff ist umfangreich und enthält viele Detailfragen zu Paragrafen, Definitionen und Handlungsszenarien. Ein guter Lernplan hilft, den Überblick zu behalten und Wissen dauerhaft zu verankern.
Hier ein Beispiel-Wochenplan für eine vierwöchige Intensivvorbereitung:
Für die Vorbereitung stehen verschiedene Lernmethoden zur Verfügung, die sich in Preis, Lernkomfort und Effektivität unterscheiden:
Empfehlenswert ist eine Kombination aus Lehrbuch (Grundlagenlektüre), App (tägliche Übung) und mindestens einem vollständigen Probetest (Prüfungssimulation). Wer sich wenig sicher fühlt, sollte zusätzlich einen Präsenz- oder Online-Kurs belegen.
Diese Checkliste hilft in der Woche vor der Sachkundeprüfung 34a, den Überblick zu behalten und sicherzustellen, dass alles vorbereitet ist:
Die bestandene Sachkundeprüfung 34a ist kein Endpunkt – sie ist der Startschuss für eine vielseitige Karriere im Sicherheitsgewerbe. Mit dem IHK-Zertifikat in der Hand öffnen sich zahlreiche Türen, sowohl in der Breite als auch in der Tiefe des Berufsfelds.
Direkte Einstiegsmöglichkeiten nach der Prüfung:
Wer nach dem Einstieg weiterkommen möchte, hat mit der Sachkundeprüfung 34a als Grundlage klare Aufstiegswege:
BPS Protect sucht regelmässig qualifizierte Sicherheitskräfte mit bestandener Sachkundeprüfung 34a für den Einsatz in Berlin und Brandenburg. Wer eine verlässliche Branche, faire Konditionen und ein starkes Team sucht, ist bei uns richtig. Schauen Sie sich gerne unsere Dienstleistungen an oder nehmen Sie direkt Kontakt auf – wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung 34a?
Die Vorbereitungszeit hängt von Vorkenntnissen und Lernintensität ab. Realistisch sind vier bis acht Wochen bei täglichem Lernen von 60 bis 90 Minuten. Wer rechtliche Vorkenntnisse mitbringt, kann auch in zwei bis drei Wochen prüfungsbereit sein. Wer komplett ohne Vorkenntnisse startet, sollte acht Wochen oder einen Präsenzkurs einplanen.
Was kostet die Sachkundeprüfung 34a?
Die IHK-Prüfungsgebühr liegt je nach Kammer zwischen 80 und 120 Euro für den schriftlichen Teil. Hinzu kommen Kosten für Lernmaterialien (20 bis 60 Euro) und ggf. einen Vorbereitungskurs (50 bis 900 Euro). Insgesamt sollte man mit einem Budget von 150 bis 1.000 Euro rechnen, abhängig von der gewählten Vorbereitungsmethode.
Was passiert, wenn ich die Sachkundeprüfung 34a nicht bestehe?
Wer die Prüfung nicht besteht, kann sie beliebig oft wiederholen. Es gibt keine gesetzliche Begrenzung der Wiederholungsversuche. Die erneute Anmeldung erfolgt über die zuständige IHK, und die Prüfungsgebühr muss erneut entrichtet werden. Es empfiehlt sich, die Schwachstellen aus der Erstprüfung gezielt nachzuarbeiten, bevor man den nächsten Versuch startet.
Ist die Sachkundeprüfung 34a bundesweit anerkannt?
Ja, die Sachkundeprüfung 34a ist bundesweit anerkannt. Das IHK-Zertifikat gilt in allen Bundesländern und ermöglicht den Einsatz in entsprechenden Tätigkeitsbereichen überall in Deutschland. Eine erneute Prüfung bei einem Umzug in ein anderes Bundesland ist nicht erforderlich.
Welche Unterlagen brauche ich zur Anmeldung zur Sachkundeprüfung 34a?
Für die Anmeldung bei der IHK benötigt man in der Regel einen gültigen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass), das ausgefüllte Anmeldeformular der IHK sowie den Nachweis der bezahlten Prüfungsgebühr. Manche IHK-Kammern verlangen zusätzlich ein aktuelles Lichtbild. Die genauen Anforderungen erfährt man auf der Website der jeweiligen IHK.
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