Sachkundeprüfung 34a: Alles, was du wissen musst

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    Was ist die Sachkundeprüfung 34a und wer braucht sie?

    Die Sachkundeprüfung 34a ist eine gesetzlich vorgeschriebene Qualifikation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bewachungsgewerbe. Sie stellt sicher, dass Sicherheitspersonal, das in bestimmten sensiblen Bereichen eingesetzt wird, über das notwendige Fachwissen verfügt – rechtlich, sicherheitstechnisch und im Umgang mit Menschen. Der Name leitet sich direkt aus dem § 34a der Gewerbeordnung (GewO) ab, der die rechtliche Basis für das gesamte Bewachungsgewerbe in Deutschland bildet.

    Wer in der Sicherheitsbranche Fuss fassen oder aufsteigen möchte, kommt an dieser Prüfung in vielen Tätigkeitsbereichen nicht vorbei. Sie ist kein bürokratisches Hindernis, sondern ein wichtiger Qualitätsstandard, der Auftraggeber, die Öffentlichkeit und die Sicherheitskräfte selbst schützt. Für Unternehmen wie BPS Protect ist die Sachkundeprüfung 34a ein zentrales Einstellungskriterium für zahlreiche Einsatzbereiche.

    Gesetzliche Grundlage: §34a Gewerbeordnung

    Der § 34a GewO regelt, unter welchen Voraussetzungen gewerbsmässige Bewachungsleistungen erbracht werden dürfen. Wer ein Bewachungsunternehmen betreiben möchte, benötigt eine behördliche Erlaubnis. Diese Erlaubnispflicht gilt sowohl für Unternehmer als auch – in abgestufter Form – für bestimmte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Ergänzend zur GewO konkretisiert die Bewachungsverordnung (BewachV) die Anforderungen im Detail. Sie legt unter anderem fest:

    1. Unterrichtungspflicht – Alle neu eingesetzten Bewachungskräfte müssen eine 40-stündige Unterrichtung absolvieren, bevor sie eigenständig tätig werden.
    2. Sachkundeprüfung – Für bestimmte Tätigkeiten ist eine weitergehende Qualifikation in Form der IHK-Sachkundeprüfung verpflichtend.
    3. Prüfungsinhalte – Die BewachV definiert die sechs Sachgebiete, die in der Prüfung abgefragt werden.
    4. Zuständigkeit der IHK – Die Industrie- und Handelskammern sind bundesweit für die Durchführung und Abnahme der Prüfungen zuständig.

    Die BewachV wurde zuletzt 2021 grundlegend novelliert. Seitdem gelten verschärfte Anforderungen an Qualifikation, Zuverlässigkeitsprüfung und den Einsatz von Personal in Sicherheitsbereichen. Wer sich heute auf die Prüfung vorbereitet, muss die aktuell gültige Fassung der Verordnung kennen.

    Wer ist zur Sachkundeprüfung 34a verpflichtet?

    Nicht jede Tätigkeit im Bewachungsgewerbe erfordert automatisch die Sachkundeprüfung. Das Gesetz unterscheidet zwischen einfachen Bewachungsaufgaben und solchen, bei denen besondere Risiken, Befugnisse oder Verantwortlichkeiten bestehen.

    Die Sachkundeprüfung ist verpflichtend für folgende Tätigkeitsbereiche:

    1. Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum – Sicherheitsdienste, die im Auftrag von Gemeinden oder Behörden öffentliche Bereiche überwachen (Citystreifen).
    2. Ordnungsdienste bei Veranstaltungen – Personal, das bei öffentlichen oder gewerblichen Veranstaltungen für Ordnung sorgt, z. B. Einlasskontrollen und Besucherlenkung.
    3. Türsteher und Einlasskontrolle – Wer in Gaststätten, Clubs oder Diskotheken Einlasskontrollen durchführt und Personen abweist oder verweist.
    4. Kaufhausdetektive – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Einzelhandel verdeckt oder offen Ladendiebstähle verhindern und Personen festhalten.
    5. Bewachung im Einlassbereich von Flughäfen – Sicherheitspersonal in bestimmten Sicherheitsbereichen des Luftverkehrs.
    6. Leitungsfunktionen – Wer als Aufsichts- oder Führungskraft im Bewachungsunternehmen Personal führt und verantwortet.

    Nicht verpflichtend ist die Sachkundeprüfung für einfache Bewachungsaufgaben wie das Bewachen von Baustellen, Parkplätzen oder abgelegenen Geländen ohne direkten Publikumskontakt – sofern keine der oben genannten Tätigkeiten ausgeübt wird. Hier genügt in der Regel die 40-stündige Unterrichtung. Dennoch empfiehlt sich die Sachkundeprüfung als Qualitätsmerkmal und Karrierebooster auch für diese Bereiche.

    Inhalte und Prüfungsthemen: Das lernst du für die 34a

    Die Sachkundeprüfung 34a umfasst insgesamt sechs Sachgebiete, die in der Bewachungsverordnung festgelegt sind. Diese Gebiete decken alle wesentlichen Kompetenzbereiche ab, die Sicherheitspersonal in der Praxis benötigt – von rechtlichen Grundlagen bis hin zu praktischen Fähigkeiten wie erster Hilfe.

    Sachgebiet

    Inhalt

    Gewichtung (ca.)

    Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

    Polizeirecht, Jedermannsrechte, Notwehr, Nothilfe

    hoch

    Datenschutz

    DSGVO-Grundlagen, Videoüberwachung, Datenspeicherung

    mittel

    Bürgerliches Recht

    Hausrecht, Vertragsrecht, Schadensersatz

    mittel

    Strafrecht und Strafverfahrensrecht

    Körperverletzung, Freiheitsberaubung, vorläufige Festnahme

    hoch

    Umgang mit Waffen

    Waffengesetz, erlaubte und verbotene Waffen, Sicherheitsregeln

    niedrig bis mittel

    Unfallverhütung und Erste Hilfe

    Berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Grundlagen der Ersten Hilfe

    niedrig

    Die Gewichtung ist nicht starr – je nach Prüfungsaufgabenset können einzelne Sachgebiete stärker vertreten sein. Grundsätzlich bilden die rechtlichen Bereiche den grössten und anspruchsvollsten Teil der Prüfung.

    Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

    Dieser Prüfungsblock ist das Herzstück der Sachkundeprüfung 34a. Hier wird geprüft, ob Sicherheitskräfte verstehen, welche Rechte und Befugnisse sie als Privatpersonen haben – und wo diese enden.

    Zentrale Themen sind:

    1. Jedermannsrechte – Notwehr (§ 32 StGB), Nothilfe, Notstand (§ 34 StGB) und das Recht zur vorläufigen Festnahme (§ 127 StPO) sind die wichtigsten Rechtsgrundlagen für das Handeln von Sicherheitspersonal.
    2. Abgrenzung zur Polizei – Sicherheitskräfte müssen wissen, wo ihre Befugnisse enden und wann sie die Polizei einschalten müssen. Sie haben keine hoheitlichen Befugnisse.
    3. Verhältnismässigkeit – Jede Massnahme muss verhältnismässig sein. Übermässige Gewalt oder unzulässige Freiheitsentziehung kann strafrechtliche Konsequenzen haben.
    4. Polizeirecht der Länder – Da Polizeirecht Ländersache ist, können hier je nach IHK-Bezirk leichte Unterschiede im Prüfungsstoff bestehen.

    Datenschutz, Bürgerliches Recht und Strafrecht

    Diese drei Sachgebiete werden häufig zusammen betrachtet, weil sie in der Praxis eng miteinander verknüpft sind. Ein Sicherheitsmitarbeiter, der eine Person festhält oder mit einer Kamera überwacht, berührt gleichzeitig Strafrecht, Zivilrecht und Datenschutzrecht.

    Im Bereich Datenschutz stehen folgende Punkte im Vordergrund:

    1. DSGVO-Grundlagen – Was sind personenbezogene Daten? Wann ist Videoüberwachung zulässig? Welche Informationspflichten bestehen?
    2. Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) – Ergänzende nationale Regelungen, insbesondere für den Beschäftigungskontext.

    Im Bürgerlichen Recht sind folgende Themen prüfungsrelevant:

    1. Hausrecht – Wer erteilt Hausverbot? Wie wird es rechtmässig durchgesetzt? Was darf Sicherheitspersonal dabei tun?
    2. Schadensersatzrecht – Haftung bei Fehlern im Dienst, Verantwortlichkeit des Unternehmens gegenüber dem Mitarbeiter.

    Im Strafrecht sind insbesondere folgende Straftatbestände relevant:

    1. Körperverletzung – §§ 223 ff. StGB: Wann wird eine Massnahme zur strafbaren Körperverletzung?
    2. Freiheitsberaubung – § 239 StGB: Unzulässiges Festhalten von Personen.
    3. Nötigung und Bedrohung – §§ 240, 241 StGB: Unzulässige Druckausübung gegenüber Personen.

    Umgang mit Waffen und Erste Hilfe

    Der Themenblock Umgang mit Waffen vermittelt keine Ausbildung zur Waffenführung, sondern rechtliches und sicherheitstechnisches Grundwissen. Geprüft werden:

    1. Waffengesetz (WaffG) – Welche Waffen sind verboten? Was sind erlaubnisfreie Hilfsmittel? Wie sind Reizstoffsprühgeräte einzuordnen?
    2. Sicherheitsregeln – Grundregeln im Umgang mit Schusswaffen, auch wenn diese im Regelfall nicht getragen werden.
    3. Waffenverbotszonen – Rechtliche Grundlagen für das Tragen von Waffen in bestimmten Bereichen.

    Der Bereich Erste Hilfe und Unfallverhütung schliesst den Prüfungsstoff ab. Hier werden grundlegende Kenntnisse der Ersten Hilfe sowie berufsgenossenschaftliche Unfallverhütungsvorschriften (UVV) abgefragt. Ein separater Erste-Hilfe-Kurs ist für die Sachkundeprüfung selbst nicht verpflichtend, wird aber von vielen Vorbereitungskursen empfohlen und ist für manche Tätigkeiten im Sicherheitsgewerbe Pflicht.

    Ablauf der Sachkundeprüfung 34a bei der IHK: Schritt für Schritt

    Der Weg zur bestandenen Sachkundeprüfung 34a ist klar strukturiert. Wer weiss, was ihn erwartet, kann sich gezielt vorbereiten und unnötige Fehler vermeiden. Hier ist der vollständige Ablauf als übersichtliche Checkliste:

    1. Vorbereitung – Lernmaterialien beschaffen, Vorbereitungskurs buchen (optional, aber empfehlenswert) und den Lernstoff systematisch durcharbeiten.
    2. Anmeldung bei der zuständigen IHK – Online über das jeweilige IHK-Portal anmelden und alle erforderlichen Unterlagen einreichen (Personalausweis, ggf. Passbild, Zahlung der Prüfungsgebühr).
    3. Bestätigung und Terminzuweisung – Die IHK sendet eine Anmeldebestätigung mit dem genauen Prüfungstermin, Prüfungsort und -uhrzeit.
    4. Schriftliche Prüfung – Multiple-Choice-Test zu allen sechs Sachgebieten. Dauer: in der Regel 120 Minuten.
    5. Auswertung des schriftlichen Teils – Bei ausreichendem Ergebnis ist die Prüfung bestanden. Bei knappem Ergebnis folgt die mündliche Prüfung.
    6. Mündliche Prüfung (falls erforderlich) – Prüfungsgespräch vor einem Prüfungsausschuss der IHK, in der Regel am selben Tag oder kurz danach.
    7. Ergebnismitteilung – Das Ergebnis wird direkt nach der Prüfung oder innerhalb weniger Wochen schriftlich mitgeteilt.
    8. Ausstellung des IHK-Zertifikats – Bei Bestehen erhält man das offizielle IHK-Zeugnis über die bestandene Sachkundeprüfung nach § 34a GewO.

    Schriftliche Prüfung: Aufbau und Zeitrahmen

    Die schriftliche Prüfung ist der zentrale Teil der Sachkundeprüfung 34a. Sie wird bundesweit in Form eines Multiple-Choice-Tests durchgeführt und enthält üblicherweise 72 Fragen, die alle sechs Sachgebiete abdecken.

    Die wichtigsten Eckdaten:

    1. Prüfungsdauer – 120 Minuten (2 Stunden).
    2. Fragenformat – Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, von denen eine oder mehrere korrekt sein können. Es gibt sowohl Einfach- als auch Mehrfachauswahl-Fragen.
    3. Bestehensgrenze – In der Regel müssen mindestens 50 Prozent der möglichen Punkte erreicht werden. Die genaue Schwelle kann je nach IHK leicht variieren.
    4. Bewertungssystem – Falsche Antworten werden nicht negativ gewertet (kein Punktabzug). Es lohnt sich also, alle Fragen zu beantworten.
    5. Prüfungssprache – Ausschliesslich Deutsch. Wörterbücher oder Hilfsmittel sind nicht zugelassen.

    Wer in der schriftlichen Prüfung zwischen 50 und 67,5 Prozent der Punkte erreicht (je nach Regelwerk der IHK), wird in der Regel zur mündlichen Prüfung zugelassen. Wer deutlich über dieser Grenze liegt, hat die Prüfung bereits mit dem schriftlichen Teil bestanden.

    Mündliche Prüfung: Wann sie stattfindet und wie sie abläuft

    Die mündliche Prüfung ist kein Standard, sondern eine Ergänzungsprüfung. Sie findet nur dann statt, wenn das schriftliche Ergebnis im Grenzbereich liegt – der Prüfling die Mindestpunktzahl also knapp erreicht hat, aber das Ergebnis noch nicht eindeutig als „bestanden“ gilt.

    Der Ablauf der mündlichen Prüfung:

    1. Prüfungsausschuss – In der Regel besteht das Gremium aus zwei bis drei Personen, darunter Vertreter der IHK und ggf. Fachleute aus dem Sicherheitsgewerbe.
    2. Dauer – Das Prüfungsgespräch dauert üblicherweise zwischen 15 und 30 Minuten.
    3. Inhalte – Es werden gezielt Sachgebiete aus dem Prüfungsstoff abgefragt, bei denen Unsicherheiten bestehen. Praxisnahe Situationen und Fallbeispiele sind typisch.
    4. Ergebnis – Zusammen mit dem schriftlichen Ergebnis ergibt sich das Gesamturteil. Die mündliche Prüfung kann das Gesamtergebnis verbessern, aber nicht verschlechtern.

    Wer gut vorbereitet ist und die Sachgebiete sicher beherrscht, wird die mündliche Prüfung in der Regel nicht fürchten müssen.

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    Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.

    info@bps-protect.de

    Kosten, Termine und Anmeldung zur Sachkundeprüfung 34a

    Die Sachkundeprüfung 34a ist mit konkreten Kosten verbunden, die je nach Anbieter und Region variieren können. Wer seinen Prüfungsweg sorgfältig plant, vermeidet böse Überraschungen im Budget.

    Kostenübersicht: Prüfungsgebühren und Lehrgangskosten im Vergleich

    Die folgende Tabelle gibt einen realistischen Überblick über typische Kostenpositionen im Zusammenhang mit der Sachkundeprüfung 34a:

    Kostenposition

    Betrag (ca.)

    Hinweis

    IHK-Prüfungsgebühr (schriftlich)

    80 – 120 Euro

    Je nach IHK-Bezirk unterschiedlich

    IHK-Prüfungsgebühr (mündlich, falls nötig)

    ggf. zusätzlich 30 – 60 Euro

    Nur bei Grenzbereich im schriftlichen Teil

    Wiederholungsprüfung

    80 – 120 Euro

    Erneute Anmeldung erforderlich

    Online-Vorbereitungskurs

    50 – 150 Euro

    Selbststudium, zeitlich flexibel

    Präsenzkurs (Vollzeit, ca. 1 Woche)

    400 – 900 Euro

    Intensivvorbereitung mit Trainer

    Lehrbücher und Lernmaterialien

    20 – 60 Euro

    Einmalig, oft als Bundle erhältlich

    In einigen Fällen übernehmen Arbeitgeber die Kosten für Vorbereitungskurs und Prüfungsgebühr, wenn die Qualifikation für die geplante Stelle erforderlich ist. Auch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter können unter bestimmten Voraussetzungen Bildungsgutscheine ausstellen, die einen Grossteil der Kurskosten abdecken.

    Sachkundeprüfung 34a in Berlin und Brandenburg: Zuständige IHK-Stellen

    Für Interessierte im Raum Berlin und Brandenburg sind die folgenden IHK-Kammern zuständig:

    1. IHK Berlin – Zuständig für alle Prüflinge mit Wohn- oder Betriebssitz in Berlin. Prüfungstermine werden mehrmals jährlich angeboten. Die Anmeldung erfolgt über das Online-Portal der IHK Berlin. Weitere Informationen unter ihk-berlin.de.
    2. IHK Cottbus – Zuständig für die Region Südbrandenburg (Cottbus, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz u. a.). Prüfungstermine variieren, in der Regel zwei bis vier Mal jährlich.
    3. IHK Potsdam – Zuständig für Westbrandenburg und den Raum Potsdam-Mittelmark. Auch hier gilt die Online-Anmeldung über das IHK-Portal.

    Wichtige Hinweise zur Anmeldung:

    1. Anmeldefristen – In der Regel muss die Anmeldung vier bis acht Wochen vor dem Prüfungstermin erfolgen. Frühzeitige Anmeldung empfiehlt sich, da Plätze begrenzt sind.
    2. Unterlagen – Lichtbildausweis, ausgefülltes Anmeldeformular, Nachweis der Prüfungsgebühr.
    3. Prüfungsort – Meist in den IHK-Gebäuden selbst oder in angemieteten Prüfungsräumen in der Region.

    Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung 34a: Tipps, Lernplan und Checkliste

    Wer die Sachkundeprüfung 34a bestehen will, muss nicht Jura studiert haben – aber eine strukturierte Vorbereitung ist unerlässlich. Der Stoff ist umfangreich und enthält viele Detailfragen zu Paragrafen, Definitionen und Handlungsszenarien. Ein guter Lernplan hilft, den Überblick zu behalten und Wissen dauerhaft zu verankern.

    Hier ein Beispiel-Wochenplan für eine vierwöchige Intensivvorbereitung:

    1. Woche 1 – Grundlagen: Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Jedermannsrechte, Notwehr. Täglich 60–90 Minuten Lernen, Karteikarten erstellen.
    2. Woche 2 – Straf- und Bürgerliches Recht: Straftatbestände, Hausrecht, Schadensersatz. Täglich 60–90 Minuten, Übungsaufgaben lösen.
    3. Woche 3 – Datenschutz, Waffenkunde, Erste Hilfe: Kompaktere Sachgebiete, aber nicht vernachlässigen. Täglich 45–60 Minuten.
    4. Woche 4 – Wiederholung und Übungsprüfungen: Vollständige Probeprüfungen unter Zeitdruck. Schwachstellen identifizieren und gezielt nacharbeiten.

    Geeignete Lernmittel: Bücher, Apps und Online-Kurse

    Für die Vorbereitung stehen verschiedene Lernmethoden zur Verfügung, die sich in Preis, Lernkomfort und Effektivität unterscheiden:

    1. Lehrbücher – Klassische Lernbücher speziell für die Sachkundeprüfung 34a sind von verschiedenen Verlagen erhältlich (z. B. Walhalla-Verlag, BOORBERG). Sie bieten systematischen Überblick und eignen sich gut für das strukturierte Lesen. Nachteil: Kein interaktives Feedback.
    2. Spezialisierte Apps – Apps wie Sicherheitswissen 34a oder ähnliche Tools bieten Übungsfragen im Quiz-Format. Sie sind ideal für unterwegs und für das regelmässige Üben kleiner Wissenseinheiten.
    3. Online-Kurse – Strukturierte E-Learning-Kurse bieten eine gute Mischung aus Erklärungen und Übungsaufgaben. Achte auf aktuelle Inhalte (Stand BewachV 2021) und Nutzerbewertungen.
    4. Präsenzkurse – Der teuerste, aber oft wirksamste Weg. Erfahrene Trainer erklären komplexe Rechtsfragen, beantworten Fragen und simulieren Prüfungssituationen. Besonders geeignet für Menschen, die Schwierigkeiten mit Selbststudium haben.
    5. IHK-Übungsportale – Einige IHK-Kammern bieten offizielle Übungsfragen auf ihren Webseiten an. Diese sollten unbedingt genutzt werden, da sie dem tatsächlichen Prüfungsformat entsprechen.

    Empfehlenswert ist eine Kombination aus Lehrbuch (Grundlagenlektüre), App (tägliche Übung) und mindestens einem vollständigen Probetest (Prüfungssimulation). Wer sich wenig sicher fühlt, sollte zusätzlich einen Präsenz- oder Online-Kurs belegen.

    Checkliste: Bin ich bereit für die Prüfung?

    Diese Checkliste hilft in der Woche vor der Sachkundeprüfung 34a, den Überblick zu behalten und sicherzustellen, dass alles vorbereitet ist:

    1. Alle sechs Sachgebiete durchgearbeitet – Ja / Nein
    2. Mindestens zwei vollständige Probeprüfungen absolviert – Ja / Nein
    3. Schwachstellen gezielt nachgearbeitet – Ja / Nein
    4. Prüfungsort und Anfahrtsweg bekannt – Ja / Nein
    5. Lichtbildausweis und Zulassungsunterlagen bereitgelegt – Ja / Nein
    6. Ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung in den letzten Tagen – Ja / Nein
    7. Frühzeitiger Aufbruch zum Prüfungsort eingeplant – Ja / Nein
    8. Stift und ggf. Uhr eingepackt – Ja / Nein
    9. Prüfungsgebühr bezahlt und Bestätigung gespeichert – Ja / Nein
    10. Mentale Einstellung: ruhig und konzentriert – Ja / Nein

    Nach der Sachkundeprüfung 34a: Karrieremöglichkeiten im Sicherheitsgewerbe

    Die bestandene Sachkundeprüfung 34a ist kein Endpunkt – sie ist der Startschuss für eine vielseitige Karriere im Sicherheitsgewerbe. Mit dem IHK-Zertifikat in der Hand öffnen sich zahlreiche Türen, sowohl in der Breite als auch in der Tiefe des Berufsfelds.

    Direkte Einstiegsmöglichkeiten nach der Prüfung:

    1. Ordnungsdienst und Veranstaltungsschutz – Einsatz bei Konzerten, Sportveranstaltungen, Messen und öffentlichen Events.
    2. Ladendetektiv und Kaufhausschutz – Verhinderung von Ladendiebstählen im Einzel- und Grosshandel.
    3. Citystreife und kommunaler Ordnungsdienst – Im Auftrag von Gemeinden und Städten den öffentlichen Raum sichern.
    4. Objekt- und Werkschutz – Bewachung von Industrieanlagen, Behörden und Unternehmensliegenschaften.
    5. Türsteher und Einlasskontrolle – Verantwortungsvoller Einsatz in der Gastronomie und im Nachtleben.

    Wer nach dem Einstieg weiterkommen möchte, hat mit der Sachkundeprüfung 34a als Grundlage klare Aufstiegswege:

    1. Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK) – Staatlich anerkannte Berufsausbildung (IHK), die auf der Sachkundeprüfung aufbaut und tiefergehende Qualifikationen vermittelt.
    2. Servicekraft für Schutz und Sicherheit – Zweijährige Ausbildung als Alternative für Quereinsteiger.
    3. Meister für Schutz und Sicherheit – Führungsposition mit IHK-Abschluss, geeignet für erfahrene Fachkräfte mit Leitungsambition.
    4. Spezialisierungen – Arbeitgeber wie BPS Protect bieten interne Weiterbildungen für Bereiche wie Revierdienst, Personenschutz oder Sicherheitstechnik an.

    BPS Protect sucht regelmässig qualifizierte Sicherheitskräfte mit bestandener Sachkundeprüfung 34a für den Einsatz in Berlin und Brandenburg. Wer eine verlässliche Branche, faire Konditionen und ein starkes Team sucht, ist bei uns richtig. Schauen Sie sich gerne unsere Dienstleistungen an oder nehmen Sie direkt Kontakt auf – wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie lange dauert die Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung 34a?

    Die Vorbereitungszeit hängt von Vorkenntnissen und Lernintensität ab. Realistisch sind vier bis acht Wochen bei täglichem Lernen von 60 bis 90 Minuten. Wer rechtliche Vorkenntnisse mitbringt, kann auch in zwei bis drei Wochen prüfungsbereit sein. Wer komplett ohne Vorkenntnisse startet, sollte acht Wochen oder einen Präsenzkurs einplanen.

    Was kostet die Sachkundeprüfung 34a?

    Die IHK-Prüfungsgebühr liegt je nach Kammer zwischen 80 und 120 Euro für den schriftlichen Teil. Hinzu kommen Kosten für Lernmaterialien (20 bis 60 Euro) und ggf. einen Vorbereitungskurs (50 bis 900 Euro). Insgesamt sollte man mit einem Budget von 150 bis 1.000 Euro rechnen, abhängig von der gewählten Vorbereitungsmethode.

    Was passiert, wenn ich die Sachkundeprüfung 34a nicht bestehe?

    Wer die Prüfung nicht besteht, kann sie beliebig oft wiederholen. Es gibt keine gesetzliche Begrenzung der Wiederholungsversuche. Die erneute Anmeldung erfolgt über die zuständige IHK, und die Prüfungsgebühr muss erneut entrichtet werden. Es empfiehlt sich, die Schwachstellen aus der Erstprüfung gezielt nachzuarbeiten, bevor man den nächsten Versuch startet.

    Ist die Sachkundeprüfung 34a bundesweit anerkannt?

    Ja, die Sachkundeprüfung 34a ist bundesweit anerkannt. Das IHK-Zertifikat gilt in allen Bundesländern und ermöglicht den Einsatz in entsprechenden Tätigkeitsbereichen überall in Deutschland. Eine erneute Prüfung bei einem Umzug in ein anderes Bundesland ist nicht erforderlich.

    Welche Unterlagen brauche ich zur Anmeldung zur Sachkundeprüfung 34a?

    Für die Anmeldung bei der IHK benötigt man in der Regel einen gültigen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass), das ausgefüllte Anmeldeformular der IHK sowie den Nachweis der bezahlten Prüfungsgebühr. Manche IHK-Kammern verlangen zusätzlich ein aktuelles Lichtbild. Die genauen Anforderungen erfährt man auf der Website der jeweiligen IHK.

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    27. Mai 2026

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