Revierdienst Kosten: Wie Kontrollfahrten ablaufen und was sie kosten
Revierdienst kostet laut Marktangaben meist 25 bis 45 Euro netto je Kontrolle. Mit einer Kontrolle pro Nacht entstehen rund 700 bis 1.400 Euro im Monat, also nur ein Bruchteil eine
Das Wichtigste in Kürze: Revierdienst kostet laut Marktangaben 2026 meist 25 bis 45 Euro netto je Kontrolle. Eine Kontrolle pro Nacht ergibt rund 700 bis 1.400 Euro im Monat. Ein fester Nachtposten kostet ein Vielfaches davon. Dafür ist beim Revierdienst zwischen zwei Kontrollen niemand vor Ort.
Die Revierdienst Kosten liegen 2026 laut veröffentlichten Marktangaben meist zwischen 25 und 45 Euro netto je Kontrolle. Darin enthalten sind die Anfahrt und ein kurzer Rundgang am Objekt. Wer eine Kontrolle pro Nacht bucht, zahlt nach Angaben von soxsicherheitsdienst.de rund 700 bis 1.400 Euro im Monat. Zwei Kontrollen pro Nacht kosten laut wachprosecurity.de 50 bis 75 Euro je Nacht. Eine Alarmverfolgung wird meist pauschal mit 50 bis 100 Euro je Einsatz berechnet. Günstig ist das Modell, weil sich mehrere Auftraggeber die Fahrzeit einer Sicherheitskraft teilen. Der Preis dafür: Zwischen zwei Kontrollen ist niemand vor Ort.
Dieser Ratgeber richtet sich an Unternehmen, Eigentümer, Hausverwaltungen und Betreiber von Gewerbeobjekten, die einen Revierdienst budgetieren oder Angebote vergleichen. Er zeigt die Marktspannen, beschreibt den Ablauf einer Kontrollfahrt, rechnet Revierdienst und festen Objektschutz gegeneinander und erklärt, welche Tariflöhne in Berlin und Brandenburg hinter den Preisen stehen. Alle Preise sind Marktangaben Dritter, keine Preise von BPS Protect.
Einen amtlichen Preisspiegel für Revierdienst gibt es nicht. Belastbar sind nur die Spannen, die Anbieter selbst veröffentlichen. Legt man mehrere dieser Angaben nebeneinander, ergibt sich ein recht einheitliches Bild: Eine einzelne Kontrolle kostet einen niedrigen zweistelligen Betrag. Teurer wird es erst durch mehrere Kontrollen pro Nacht oder durch Einsätze nach einem Alarm.
Der Anbieter wachprosecurity.de nennt für einen einfachen Kontrollgang einmal pro Nacht 30 bis 45 Euro netto je Einsatz. Zwei Kontrollgänge pro Nacht, zum Beispiel um 22 und um 4 Uhr, kosten dort 50 bis 75 Euro. Wird ein Objekt im Rahmen einer Revierfahrt mit mehreren Objekten angefahren, liegen die Werte bei 25 bis 40 Euro je Objekt. Eine Alarmverfolgung wird mit 50 bis 90 Euro pauschal angegeben. Die Angaben beziehen sich auf Nordrhein-Westfalen.
Soxsicherheitsdienst.de gibt für Süddeutschland und den Großraum Stuttgart 25 bis 45 Euro netto je Kontrolle an, jeweils mit Anfahrt und kurzem Rundgang. Ein Revierdienst mit einer Kontrolle pro Nacht kostet dort rund 700 bis 1.400 Euro im Monat. Für eine Alarmverfolgung inklusive etwa 30 bis 60 Minuten vor Ort nennt der Anbieter 50 bis 100 Euro je Einsatz. Die Aufschaltung einer Alarmanlage auf eine Leitstelle kostet laut derselben Quelle 20 bis 60 Euro im Monat, die Einrichtung einmalig 50 bis 600 Euro. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich um Orientierungswerte ohne Preiszusage handelt.
Das Vermittlungsportal checksec.de rechnet pro Nacht statt pro Kontrolle und gibt 80 bis 250 Euro an, je nach Häufigkeit der Kontrollen und Region. Diese Spanne ist breiter, weil sie auch mehrere Anfahrten pro Nacht einschließt.
Eine einzelne Kontrolle kostet in allen Quellen einen niedrigen zweistelligen Betrag. Teurer wird es mit mehreren Kontrollen pro Nacht und bei der Alarmverfolgung.
Quellen: wachprosecurity.de (NRW), soxsicherheitsdienst.de (Süddeutschland). Netto-Marktangaben, keine Preise von BPS Protect.
Schon ein reiner Nachtposten kostet ein Vielfaches des Revierdienstes. Dafür ist beim Revierdienst zwischen zwei Kontrollen niemand vor Ort.
Quellen: soxsicherheitsdienst.de (Revierdienst je Monat, Nachtschicht 20 bis 6 Uhr, 24/7-Posten), wachprosecurity.de (zwei Kontrollgänge). Rechnung mit 30 Nächten. Netto-Marktangaben aus unterschiedlichen Regionen.
Aus der Übersicht lassen sich zwei Schlüsse ziehen. Erstens unterscheiden sich die Anbieter bei einer einzelnen Kontrolle kaum. Die Spannen überlappen sich zwischen 25 und 45 Euro fast vollständig. Zweitens verändert die Zahl der Kontrollen pro Nacht den Monatspreis stärker als die Wahl des Anbieters. Wer von einer auf zwei Kontrollen erhöht, landet mit den Werten von wachprosecurity.de rechnerisch bei 1.500 bis 2.250 Euro im Monat.
Beachten Sie bei allen Angaben: Die Werte stammen aus unterschiedlichen Regionen. Für Berlin und Brandenburg gibt es keine veröffentlichte Preisliste, die sich unmittelbar vergleichen ließe. Die Spannen eignen sich deshalb als Orientierung, nicht als Maßstab für ein konkretes Angebot.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Der Grundgedanke des Revierdienstes lässt sich in einem Satz fassen: Beim Objektschutz ist jemand da, beim Revierdienst kommt jemand. Eine Sicherheitskraft fährt mit einem Einsatzfahrzeug mehrere Objekte nacheinander an und kontrolliert jedes davon zu wechselnden Zeiten. So beschreiben es azizi-security.de und soxsicherheitsdienst.de. Die Abfolge ist bei den meisten Anbietern ähnlich.
Grundlage ist ein Revierplan. Er legt fest, welche Objekte in einer Nacht angefahren werden, wie oft und in welchem Zeitfenster. Die genauen Uhrzeiten wechseln, damit niemand von außen ein festes Muster erkennen kann. Je dichter die Objekte eines Reviers beieinanderliegen, desto mehr Kontrollen schafft eine Kraft pro Schicht.
Am Objekt geht die Sicherheitskraft festgelegte Kontrollpunkte ab. Typisch sind Türen, Fenster, Tore, die Außenbeleuchtung und technische Anlagen. Was genau geprüft wird, steht in der Dienstanweisung, die Auftraggeber und Dienstleister gemeinsam festlegen. Ein kurzer Rundgang von außen ist etwas anderes als eine Innenkontrolle mit Schlüssel. Reine Verschlusskontrollen am Abend, bei denen offene Türen und Fenster geschlossen werden, sind eine eigene Leistung und werden meist als Kontroll- oder Schließdienst angeboten.
Viele Anbieter setzen ein Wächterkontrollsystem ein. An den Kontrollpunkten sind Marken angebracht, die die Sicherheitskraft mit einem Lesegerät oder Smartphone erfasst. So ist nachvollziehbar, wann und wo ein Kontrollpunkt passiert wurde. Anbieter wie wachprosecurity.de und coredinate.de beschreiben diesen Schritt übereinstimmend.
Jede Kontrolle endet mit einem Protokoll. Darin stehen Uhrzeit, der eingesetzte Mitarbeiter, Besonderheiten und getroffene Maßnahmen, etwa eine verständigte Polizei oder ein informierter Ansprechpartner. Danach fährt die Kraft zum nächsten Objekt weiter.
Soll auch innen kontrolliert werden, braucht der Dienstleister Schlüssel oder Zugangsdaten. Die Übergabe sollte schriftlich dokumentiert werden, ebenso die Aufbewahrung im Fahrzeug oder in einem Schlüsseltresor. Welche Rolle der Revierdienst bei einem ausgelösten Alarm spielt, beschreibt der Ratgeber zu Interventionsdienst und Alarmverfolgung.
Die zentrale Frage für viele Auftraggeber lautet: Reicht ein Revierdienst, oder braucht das Objekt einen festen Posten? Der Preisunterschied ist groß. Er erklärt sich aus der Präsenz. Eine Revierkontrolle dauert wenige Minuten pro Nacht. Ein Objektschutzposten ist die gesamte Schicht vor Ort. Soxsicherheitsdienst.de fasst es so zusammen: Revierdienst ist je Objekt günstiger, Objektschutz je Stunde wirksamer.
| Modell | Preis laut Marktangaben | Präsenz vor Ort | Quelle |
|---|---|---|---|
| Revierdienst, je Kontrolle | 25 bis 45 € netto | wenige Minuten je Kontrolle | soxsicherheitsdienst.de |
| Revierfahrt, je Objekt | 25 bis 40 € netto | wenige Minuten je Objekt | wachprosecurity.de |
| Revierdienst, 1 Kontrolle pro Nacht | 700 bis 1.400 € netto pro Monat | einmal pro Nacht | soxsicherheitsdienst.de |
| Revierdienst, 2 Kontrollen pro Nacht | 1.500 bis 2.250 € netto pro Monat | zweimal pro Nacht | eigene Rechnung: 30 × 50 bis 75 € (wachprosecurity.de) |
| Revierdienst, pro Nacht | 80 bis 250 € | je nach Häufigkeit | checksec.de |
| Nachtposten 20 bis 6 Uhr | 8.400 bis 11.400 € netto pro Monat | 10 Stunden pro Nacht | eigene Rechnung: 30 × 280 bis 380 € (soxsicherheitsdienst.de) |
| Posten rund um die Uhr | 20.000 bis 28.000 € netto pro Monat | rund 730 Stunden pro Monat | soxsicherheitsdienst.de |
| Objektschutz nachts und am Wochenende | 28 bis 38 € netto pro Stunde | durchgehend | soxsicherheitsdienst.de |
| Baustellenbewachung und Revierdienst | 28 bis 45 € netto pro Stunde und Kraft | je nach Auftrag | asb-security.berlin |
Ein Revierdienst mit einer Kontrolle pro Nacht kostet im Monat etwa so viel wie zwei bis fünf Nachtschichten eines festen Postens. Denn eine Nachtschicht von 20 bis 6 Uhr liegt laut soxsicherheitsdienst.de bei 280 bis 380 Euro. Hochgerechnet auf 30 Nächte ergibt das 8.400 bis 11.400 Euro im Monat. Ein Posten rund um die Uhr kostet nach derselben Quelle 20.000 bis 28.000 Euro im Monat.
Die asb-security.berlin nennt für Baustellenbewachung und Revierdienst häufig 28 bis 45 Euro netto pro Stunde und Kraft. Dieser Wert ist nicht mit dem Preis je Kontrolle zu verwechseln. Er beschreibt Einsätze, die stundenweise abgerechnet werden, etwa wenn eine Kraft ein Revier ausschließlich für einen Auftraggeber fährt.
Der niedrige Preis hat einen klaren Grund: Zwischen zwei Kontrollen ist das Objekt unbewacht. Ein Einbruch um 23 Uhr wird bei einer Kontrolle um 3 Uhr erst Stunden später bemerkt. Eine Zutrittskontrolle im laufenden Betrieb leistet der Revierdienst nicht. Er passt deshalb vor allem für Zeiten ohne Betrieb, also Nächte und Wochenenden. Die Begriffe Revierdienst und Streifendienst werden in der Praxis übrigens nicht einheitlich verwendet. Maßgeblich ist, was die Leistungsbeschreibung festlegt, nicht die Bezeichnung.
Hinter jedem Preis stehen Löhne. In Berlin und Brandenburg gilt seit 01.01.2026 der Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen vom 18.11.2025. Er wurde zwischen der BDSW Landesgruppe Berlin und Brandenburg und dem ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg geschlossen und ist allgemeinverbindlich. Die Bekanntmachung erschien im Bundesanzeiger vom 02.07.2026. Damit gilt der Tarif für alle Sicherheitsunternehmen in beiden Ländern, nicht nur für Mitglieder des Verbands.
Sicherheitskräfte im Revier- und Interventionsdienst sind in Entgeltgruppe 2 eingeordnet. Der Stundenlohn beträgt dort seit 01.01.2026 brutto 15,55 Euro. Ab 01.01.2027 steigt er auf 16,15 Euro. Die Eingruppierung in die Gruppen 2 bis 5 setzt voraus, dass die Leistungsbeschreibung die jeweilige Tätigkeit oder Qualifikation ausdrücklich fordert. Zusätzlich sieht § 4 des Tarifvertrags eine Zulage für den Revier- und Interventionsdienst von 0,65 Euro pro Stunde vor. Zusammen ergibt das 16,20 Euro brutto pro Stunde. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit 01.01.2026 bei 13,90 Euro und steigt ab 01.01.2027 auf 14,60 Euro.
Revierdienst findet überwiegend nachts und am Wochenende statt. Deshalb sind die Zuschläge nach § 6 des Tarifvertrags für die Kalkulation besonders wichtig. Für Nachtarbeit zwischen 22 und 6 Uhr gibt es 15 Prozent, für Sonntagsarbeit 25 Prozent und für Feiertagsarbeit 50 Prozent auf den Stundenlohn. Treffen mehrere Zuschläge zusammen, gilt nur der höchste. Der Nachtzuschlag ist davon ausgenommen und wird zusätzlich gezahlt.
Das folgende Rechenbeispiel zeigt den Bruttolohn einer Revierkraft in Entgeltgruppe 2. Es handelt sich um Löhne der Beschäftigten, nicht um Preise für Auftraggeber.
Zwischen dem Bruttolohn und dem Preis, den ein Auftraggeber zahlt, liegen weitere Kosten. Dazu gehören die Beiträge zur Sozialversicherung, Urlaub, Krankheitstage, Ausfallzeiten, Schulungen, Fahrzeug und Kraftstoff, Verwaltung und Gewinn. Allein der Urlaubsanspruch beträgt nach § 8 des Tarifvertrags 26 Werktage bis zum dritten Beschäftigungsjahr. Beim Revierdienst kommt hinzu, dass die Kraft einen Teil ihrer Schicht im Fahrzeug verbringt. Diese Fahrzeit wird auf alle Objekte des Reviers verteilt. Wie sich solche Faktoren bei stundenweise abgerechneten Einsätzen auswirken, zeigt der Ratgeber zu den Preisfaktoren für Sicherheitsdienste pro Stunde.
Gut zu wissen: Der Tarif gilt ab 01.01.2026 rückwirkend und ist frühestens zum 31.12.2027 kündbar. Zum 01.01.2027 steigen alle Stundenlöhne bereits vertraglich, in Entgeltgruppe 2 von 15,55 auf 16,15 Euro. Wer einen Vertrag über 2026 hinaus abschließt, sollte eine Regel für diese Lohnerhöhung vereinbaren.
Warum kostet dieselbe Kontrolle bei zwei Anbietern unterschiedlich viel? Wachprosecurity.de nennt als Einflussgrößen Lage, Objektart, Entfernung, Zugangssysteme und Vertragslaufzeit. Aus den übrigen Quellen lassen sich weitere Faktoren ableiten. Wer sie kennt, kann ein Angebot realistisch einordnen und unnötige Leistungen vermeiden.
Die Zahl der Kontrollen pro Nacht ist der stärkste Hebel. Eine Kontrolle kostet 25 bis 45 Euro, zwei Kontrollen laut wachprosecurity.de 50 bis 75 Euro pro Nacht. Jede weitere Anfahrt erhöht den Monatspreis. Umgekehrt gilt: Nicht jedes Objekt braucht an jedem Tag eine Kontrolle. Denkbar sind Kontrollen nur an Wochenenden oder in Ferienzeiten.
Der Revierdienst lebt davon, dass sich mehrere Objekte eine Route teilen. Liegt ein Objekt abseits, fällt die Anfahrt stärker ins Gewicht. Deshalb nennt wachprosecurity.de für eine Revierfahrt mit mehreren Objekten 25 bis 40 Euro je Objekt, also etwas weniger als für einen einzelnen Kontrollgang. In dichten Gewerbegebieten sind die Wege kurz, am Stadtrand oder im ländlichen Brandenburg länger.
Ein Blick auf Tor und Zaun dauert wenige Minuten. Eine Innenkontrolle mehrerer Etagen mit Prüfung technischer Anlagen dauert deutlich länger. Je mehr Kontrollpunkte die Dienstanweisung vorsieht, desto höher der Preis je Kontrolle.
Kontrollen in der Nacht, an Sonntagen und an Feiertagen lösen tarifliche Zuschläge aus. Sie liegen zwischen 15 und 50 Prozent auf den Stundenlohn. Ein Anbieter, der für Feiertage denselben Preis ansetzt wie für Werktage, verteilt diese Kosten entweder auf alle Tage oder kalkuliert sehr knapp.
Die Verwaltung von Schlüsseln, eine Aufschaltung der Alarmanlage und die Alarmverfolgung werden oft getrennt berechnet. Laut soxsicherheitsdienst.de kostet die Aufschaltung 20 bis 60 Euro im Monat, die Einrichtung einmalig 50 bis 600 Euro. Die Alarmverfolgung wird je Einsatz mit 50 bis 100 Euro angesetzt.
Längere Laufzeiten geben dem Dienstleister Planungssicherheit für seine Routen. Das kann sich im Preis niederschlagen. Kurzfristige Aufträge für wenige Wochen sind je Kontrolle meist teurer, weil das Objekt eigens in eine Route eingeplant werden muss.
Tipp: Lassen Sie sich im Angebot drei Werte getrennt nennen: den Preis je Kontrolle, den Preis je Alarmverfolgung und die monatlichen Fixkosten für Schlüssel oder Aufschaltung. Erst dann lassen sich zwei Angebote wirklich vergleichen.
Revierdienst eignet sich für Objekte, die nachts oder am Wochenende leer stehen und bei denen eine regelmäßige Präsenz abschrecken und Schäden früh aufdecken soll. Typisch sind Gewerbehallen, Büros, Lagerplätze, Autohäuser, Parkflächen oder Wohnanlagen. Eine Wirkung auf die Kriminalität lässt sich für einzelne Objekte nicht in Zahlen belegen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt aber, welche Delikte in Berlin häufig vorkommen und wie hoch der Schaden ausfällt.
Laut PKS Berlin 2025 der Polizei Berlin, veröffentlicht am 11.03.2026, wurden 502.743 Straftaten registriert. Das sind 6,7 Prozent weniger als 2024 mit 539.049 Fällen. Die Zahl der Sachbeschädigungen sank von 47.040 auf 44.693, Einbrüche in Keller und Böden gingen von 22.530 auf 18.421 zurück. Wohnraumeinbrüche stiegen dagegen um 24,5 Prozent von 8.529 auf 10.618 Fälle. Vorsätzliche Brandstiftungen nahmen von 763 auf 855 zu. Die Aufklärungsquote bei Diebstahl lag bei 21,1 Prozent.
Für Gewerbetreibende ist vor allem der Schaden relevant. Ein Büro- oder Betriebseinbruch verursachte in Berlin 2025 im Schnitt 6.651 Euro Schaden, 2024 waren es noch 5.049 Euro. Ein Diebstahl an oder aus Kraftfahrzeugen lag 2025 bei durchschnittlich 1.304 Euro. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Schaden eines Betriebseinbruchs entspricht rechnerisch fünf bis neun Monaten Revierdienst mit einer Kontrolle pro Nacht. Das ist ein Rechenvergleich, keine Aussage darüber, ob ein Revierdienst einen Einbruch verhindert.
Bei leerstehenden Gebäuden kann eine regelmäßige Kontrolle auch versicherungsrechtlich eine Rolle spielen. Die Klauseln der Wohngebäudeversicherung verlangen, nicht genutzte Gebäude genügend häufig zu kontrollieren und wasserführende Anlagen abzusperren und zu entleeren. Das OLG Koblenz hielt in einem Urteil vom 29.04.2020 (10 U 2170/19) bei Dauerfrost eine Innenkontrolle alle zwei bis drei Tage für erforderlich. Ein Blick von außen genügte nicht. Ein eigener Ratgeber zum Thema Leerstand folgt.
Revierdienst ist Bewachungsgewerbe im Sinne von § 34a der Gewerbeordnung. Der Anbieter braucht eine Erlaubnis. Voraussetzungen sind Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine Sachkundeprüfung der Leitung und eine Haftpflichtversicherung. Die eingesetzten Kräfte brauchen mindestens den Unterrichtungsnachweis. Die Unterrichtung umfasst nach § 6 der Bewachungsverordnung mindestens 40 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten und setzt Deutschkenntnisse auf Niveau B1 voraus. Führt die Kontrolle in den öffentlichen Verkehrsraum oder in Bereiche mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, etwa auf einen Kundenparkplatz oder durch eine Passage, verlangt § 34a Abs. 1a GewO zusätzlich die Sachkundeprüfung.
Ein guter Vergleich beginnt mit einer klaren Anfrage. Beschreiben Sie das Objekt, die gewünschten Kontrollzeiten, die Kontrollpunkte und ob innen oder nur außen kontrolliert werden soll. Je genauer die Anfrage, desto genauer das Angebot. Prüfen Sie die eingehenden Angebote dann anhand der folgenden Punkte.
Vorsicht ist geboten, wenn ein Angebot deutlich unter den genannten Spannen liegt oder keine Nachweise enthält. Bei einem Tariflohn von 16,20 Euro brutto pro Stunde für eine Revierkraft, Nachtzuschlag, Fahrzeug und Ausfallzeiten bleibt wenig Spielraum. Jede Wachperson ist im Bewacherregister nach § 11b GewO erfasst. Wie Sie die Bewacher-ID im Bewacherregister prüfen, erklärt ein eigener Ratgeber.
Für Unternehmen und Eigentümer in Berlin und Brandenburg ist BPS Protect ein möglicher Ansprechpartner für einen Revierdienst. Ein Erstgespräch dient dazu, Kontrollpunkte, Häufigkeit und Zeiten festzulegen, bevor über den Preis gesprochen wird.
Laut Marktangaben 2026 kostet eine Revierkontrolle mit Anfahrt und kurzem Rundgang meist 25 bis 45 Euro netto. Zwei Kontrollen pro Nacht liegen bei 50 bis 75 Euro, eine Alarmverfolgung bei 50 bis 100 Euro.
Mit einer Kontrolle pro Nacht kostet Revierdienst laut soxsicherheitsdienst.de rund 700 bis 1.400 Euro netto im Monat. Bei zwei Kontrollen pro Nacht ergeben sich rechnerisch 1.500 bis 2.250 Euro.
Die Sicherheitskraft fährt das Objekt zu wechselnden Zeiten an, prüft festgelegte Kontrollpunkte wie Türen, Fenster und Tore, erfasst sie elektronisch und protokolliert Uhrzeit, Besonderheiten und Maßnahmen. Danach fährt sie zum nächsten Objekt.
Ja, deutlich. Ein Nachtposten von 20 bis 6 Uhr kostet rechnerisch 8.400 bis 11.400 Euro im Monat, Revierdienst mit einer Kontrolle pro Nacht 700 bis 1.400 Euro. Dafür ist zwischen den Kontrollen niemand vor Ort.
Seit 01.01.2026 gilt Entgeltgruppe 2 mit 15,55 Euro brutto pro Stunde plus 0,65 Euro Revierzulage. Nachts kommen 15 Prozent Zuschlag hinzu. Ab 01.01.2027 steigt der Grundlohn auf 16,15 Euro.
Mindestens den Unterrichtungsnachweis nach § 34a GewO mit 40 Unterrichtsstunden. Führen Kontrollen in Bereiche mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, etwa Kundenparkplätze oder Passagen, ist zusätzlich die Sachkundeprüfung vorgeschrieben.
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Revierdienst kostet laut Marktangaben meist 25 bis 45 Euro netto je Kontrolle. Mit einer Kontrolle pro Nacht entstehen rund 700 bis 1.400 Euro im Monat, also nur ein Bruchteil eine
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