Baustellenbewachung Kosten: Wachmann, Videoturm oder Revierdienst
Baustellenbewachung kostet laut Marktangaben 2026 mit Personal 28 bis 55 Euro pro Stunde tagsüber und bis 75 Euro am Wochenende. Ein Videoturm kostet 650 bis 1.000 Euro Miete im M
Das Wichtigste in Kürze: Baustellenbewachung mit Personal kostet laut Marktangaben 2026 tagsüber 28 bis 55 Euro pro Stunde, nachts 32 bis 65 Euro und am Wochenende 38 bis 75 Euro. Ein Videoturm kostet 650 bis 1.000 Euro Miete im Monat plus einmalig 500 bis 900 Euro. Eine Kontrollfahrt im Revierdienst liegt bei 35 bis 90 Euro pro Besuch.
Die Kosten für Baustellenbewachung hängen vor allem davon ab, ob Menschen oder Technik die Baustelle schützen. Ein Wachmann kostet laut Marktangaben 2026 tagsüber 28 bis 55 Euro pro Stunde, nachts 32 bis 65 Euro und an Wochenenden oder Feiertagen 38 bis 75 Euro. Ein mobiler Videoturm kostet dagegen 650 bis 1.000 Euro Miete im Monat, dazu einmalig 500 bis 900 Euro für Anlieferung und Aufbau. Der Revierdienst liegt dazwischen: Eine Kontrollfahrt kostet 35 bis 90 Euro pro Besuch. Welches Modell am günstigsten ist, entscheidet die Zahl der Stunden, in denen niemand auf der Baustelle arbeitet.
Dieser Ratgeber richtet sich an Bauunternehmen, Generalunternehmer, Projektentwickler und private Bauherren. Er stellt die veröffentlichten Marktspannen nebeneinander, rechnet alle drei Modelle an einer Beispielbaustelle durch und erklärt, welche rechtlichen Pflichten den Preis mitbestimmen. Alle genannten Preise sind Marktangaben Dritter, keine Preise von BPS Protect.
Für Baustellenbewachung gibt es keinen amtlichen Preisspiegel. Belastbar sind nur die Spannen, die Vergleichsportale und Anbieter selbst veröffentlichen. Legt man diese Angaben nebeneinander, zeigt sich ein klares Muster. Personal wird pro Stunde abgerechnet, Technik als Monatsmiete, der Revierdienst pro Kontrollbesuch. Diese drei Abrechnungslogiken machen den direkten Vergleich schwer, solange man sie nicht auf einen gemeinsamen Zeitraum umrechnet.
Das Portal fachleute24.de nennt als Kostenrichtwert 2026 für eine Sicherheitskraft auf der Baustelle 28 bis 55 Euro pro Stunde tagsüber. Nachts steigt die Spanne auf 32 bis 65 Euro, an Wochenenden und Feiertagen auf 38 bis 75 Euro. Der Anbieter cesar-security.de gibt für die Bewachung nachts und am Wochenende 28 bis 36 Euro pro Stunde und Kraft an. Für eine mittelgroße Baustelle kommt er so auf 5.600 bis 8.000 Euro im Monat. Zuschläge für Nacht, Wochenende und Feiertag beziffert er mit 25 bis 40 Prozent. Watchdome.de nennt für klassische Wachdienste 25 bis 50 Euro pro Stunde.
| Leistung | Spanne laut Marktangaben | Abrechnung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Sicherheitskraft tagsüber | 28 bis 55 € | pro Stunde | fachleute24.de |
| Nachtbewachung | 32 bis 65 € | pro Stunde | fachleute24.de |
| Wochenende und Feiertag | 38 bis 75 € | pro Stunde | fachleute24.de |
| Bewachung Nacht und Wochenende | 28 bis 36 € | pro Stunde und Kraft | cesar-security.de |
| Klassischer Wachdienst | 25 bis 50 € | pro Stunde | watchdome.de |
| Nachtwache an fünf Nächten je Woche | 4.000 bis 6.000 € | pro Monat | baustellenueberwachung-mieten.de |
| Revierdienst, Kontrollfahrt | 35 bis 90 € | pro Kontrollbesuch | fachleute24.de |
| Kameraturm, Miete | 650 bis 1.000 € | pro Monat, je nach Laufzeit | baustellenueberwachung-mieten.de |
| Kameraturm, Anlieferung und Aufbau | 500 bis 900 € | einmalig | baustellenueberwachung-mieten.de |
Häufig wird der Tariflohn mit dem Preis verwechselt. Im allgemeinverbindlichen Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen in Berlin und Brandenburg vom 18.11.2025 beträgt der Stundenlohn seit 01.01.2026 in Entgeltgruppe 1 genau 15,15 Euro brutto. In Entgeltgruppe 2 sind es 15,55 Euro. Ab 01.01.2027 steigen die Werte auf 15,70 und 16,15 Euro. Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit 01.01.2026 bei 13,90 Euro pro Stunde.
Diese Beträge landen bei den Beschäftigten. Der Verrechnungssatz für Auftraggeber liegt deutlich darüber, weil das Sicherheitsunternehmen zusätzlich Sozialversicherung, Urlaub, Krankheitstage, Ausfallzeiten, Schulungen, Einsatzleitung, Versicherung und seinen Gewinn tragen muss. Wie sich ein Stundensatz im Detail zusammensetzt, erklärt der Ratgeber zu den Preisfaktoren für Sicherheitsdienste pro Stunde.
Aus den Marktspannen folgt ein erster praktischer Hinweis. Ein Angebot deutlich unter 25 Euro pro Stunde lässt bei diesen Lohnkosten wenig Spielraum. Das muss nicht unseriös sein, sollte aber Anlass sein, nach Qualifikation, Versicherung und Vertretungsregelung zu fragen.
Um die Modelle vergleichbar zu machen, hilft eine einfache Rechnung. Angenommen, auf einer Baustelle wird montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr gearbeitet. Das sind 50 Stunden pro Woche. Eine Woche hat 168 Stunden. Die Baustelle ist also 118 Stunden pro Woche unbesetzt. Hochgerechnet mit 52 Wochen und geteilt durch 12 Monate ergeben sich rund 511 unbesetzte Stunden pro Monat. In genau diesen Stunden entstehen die meisten Schäden durch Diebstahl und Vandalismus, weil niemand vor Ort ist.
Setzt man die Marktangaben für diese Baustelle ein, entstehen sehr unterschiedliche Monatsbeträge. Die folgende Rechnung ist ein Rechenbeispiel. Jede Eingangsgröße stammt aus einer genannten Quelle, das Ergebnis ist aber kein Angebot.
Rechenbeispiel für eine Baustelle, die werktags von 7 bis 17 Uhr arbeitet. Personal in allen unbesetzten Stunden kostet ein Vielfaches der Technik.
Marktangaben von baustellenueberwachung-mieten.de, fachleute24.de und cesar-security.de, eigene Rechnung. Keine Preise von BPS Protect.
Nachts und am Wochenende steigen die Sätze. Der Tariflohn zeigt, was bei der Wachperson ankommt, und ist kein Preis für Auftraggeber.
Quellen: fachleute24.de, cesar-security.de, watchdome.de; Entgelttarifvertrag Berlin und Brandenburg vom 18.11.2025.
Das Ergebnis ist eindeutig. Ein Monat Videoturm kostet so viel wie etwa 18 bis 36 Personalstunden zu 28 bis 36 Euro. Ein durchgehend besetzter Posten kostet in den unbesetzten Stunden das 14- bis 28-Fache der Turmmiete. Daraus folgt aber nicht, dass Technik immer die bessere Wahl ist. Die Modelle leisten unterschiedliche Dinge. Eine Kamera meldet, ein Wachmann greift ein, der Revierdienst zeigt Präsenz zu wechselnden Zeiten. Welche Leistung eine Baustelle braucht, hängt vom Risiko ab: von den gelagerten Materialien, der Lage, der Bauphase und davon, ob tagsüber Anlieferungen kontrolliert werden müssen.
Beim Videoturm sind die Einmalkosten von 500 bis 900 Euro im Rechenbeispiel nicht enthalten. Auf ein Jahr verteilt fallen sie kaum ins Gewicht, bei einer Laufzeit von zwei Monaten dagegen spürbar. Ebenfalls nicht enthalten sind die Kosten für eine Alarmverfolgung durch Einsatzkräfte, die viele Anbieter zusätzlich berechnen.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Der Wachmann ist die teuerste, aber auch die vielseitigste Form der Baustellenbewachung. Er ist sichtbar, er kann ansprechen und er kann reagieren, bevor ein Schaden entsteht. Zusätzlich übernimmt er Aufgaben, die keine Kamera leisten kann. Dazu gehören die Zutrittskontrolle am Bauzaun, die Prüfung von Anlieferungen, das Verschließen von Containern und die Dokumentation von Vorkommnissen im Wachbuch.
Die Nachteile liegen im Preis und im Sichtbereich. Ein einzelner Posten sieht nur einen Teil einer großen Fläche. Bei ausgedehnten Baufeldern braucht es deshalb Rundgänge oder einen zweiten Posten, was die Kosten verdoppelt. Hinzu kommt der Zeitfaktor. Nachts, sonntags und an Feiertagen fallen tarifliche Zuschläge an, die sich im Verrechnungssatz wiederfinden.
Der Entgelttarifvertrag für Berlin und Brandenburg sieht Zuschläge von 15 Prozent für Nachtarbeit zwischen 22 und 6 Uhr vor, 25 Prozent für Sonntage und 50 Prozent für Feiertage. Es gilt jeweils nur der höchste Zuschlag. Der Nachtzuschlag ist jedoch mit den anderen kumulierbar. Auf der Lohnseite ergibt sich daraus folgendes Rechenbeispiel für Entgeltgruppe 1: 15,15 Euro mal 1,15 ergeben 17,42 Euro pro Nachtstunde. Für acht Stunden von 22 bis 6 Uhr sind das 139,38 Euro Bruttolohn. In einer Sonntagnacht steigt der Stundenlohn auf 15,15 Euro mal 1,40, also 21,21 Euro.
Auch das ist nur der Lohn, nicht der Preis. Es erklärt aber, warum die Marktspannen für Nacht- und Wochenenddienste über denen für Tagesdienste liegen. Cesar-security.de beziffert die Zuschläge auf den Verrechnungssatz mit 25 bis 40 Prozent.
Wer Baustellen gewerblich bewacht, braucht eine Erlaubnis nach § 34a der Gewerbeordnung. Voraussetzung sind Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine bestandene Sachkundeprüfung der Unternehmensleitung und eine Haftpflichtversicherung. Jede eingesetzte Wachperson braucht nach § 34a Abs. 1a GewO mindestens den Unterrichtungsnachweis. Die Unterrichtung umfasst nach § 6 der Bewachungsverordnung mindestens 40 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten und setzt Deutschkenntnisse auf Niveau B1 voraus.
Vor dem ersten Einsatz erhält jede Wachperson nach § 18 BewachV einen Dienstausweis mit ihrer Bewacher-ID und der des Unternehmens. Beide sind im Bewacherregister nach § 11b GewO erfasst, das beim Statistischen Bundesamt geführt wird. Die Haftpflichtversicherung muss nach § 14 BewachV je Schadensereignis mindestens 1.000.000 Euro für Personenschäden abdecken, 250.000 Euro für Sachschäden, 15.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen und 12.500 Euro für reine Vermögensschäden.
Ein Wachmann rechnet sich vor allem dann, wenn tagsüber Zutritt und Anlieferungen kontrolliert werden müssen, wenn hochwertige Materialien oder Maschinen offen gelagert sind oder wenn es auf der Baustelle bereits Vorfälle gab. In diesen Fällen ist Präsenz schwer zu ersetzen.
Der mobile Videoturm hat die Baustellenbewachung stark verändert. Er wird einmal aufgestellt und kostet danach fast nur noch die Miete. Ein voll ausgestatteter Kameraturm bietet laut den Anbietern eine Rundumsicht von 360 Grad, einen Lautsprecher für Durchsagen, eine Alarmweiterleitung an eine Notruf- und Serviceleitstelle und einen Fernzugriff. Die Miete sinkt mit der Laufzeit.
| Laufzeit oder Leistung | Kosten laut Marktangaben | Hinweis |
|---|---|---|
| Miete bis 3 Monate | 890 bis 1.000 € pro Monat | kurze Bauphasen |
| Miete 3 bis 6 Monate | 800 bis 890 € pro Monat | mittlere Projekte |
| Miete ab 6 Monaten | 700 bis 800 € pro Monat | längere Bauvorhaben |
| Miete ab 12 Monaten | 650 bis 750 € pro Monat | Großprojekte |
| Anlieferung, Aufstellung, Ausrichtung, Einweisung | 500 bis 900 € einmalig | Versetzen meist gesondert berechnet |
| Einfaches Kamerasystem | ab ca. 250 € pro Monat | einmalig 150 bis 400 € |
| Kameraeinheit mit Basisfunktionen | ca. 450 € pro Monat | einmalig 300 bis 600 € |
| Zeitraffer- oder Dokumentationskamera | 100 bis 500 € pro Monat | dient der Baudokumentation, nicht der Sicherung |
| Eigene Turmanlage im Kauf | 15.000 bis 20.000 € einmalig | danach rund 150 € Betrieb pro Monat |
Alle Werte stammen von baustellenueberwachung-mieten.de. Watchdome.de nennt für einfache und mittlere Systeme ähnliche Monatspreise von 249 und 449 Euro. Folgetürme auf demselben Baufeld sind laut baustellenueberwachung-mieten.de meist günstiger. Muss ein Turm innerhalb der Baustelle versetzt werden, fällt dagegen in der Regel eine gesonderte Anfahrt an. Ob sich ein Kauf lohnt, hängt davon ab, wie viele Baustellen ein Unternehmen im Jahr absichern muss. Bei 650 Euro Monatsmiete entsprechen 15.000 Euro Kaufpreis gut 23 Mietmonaten, laufende Betriebskosten nicht eingerechnet.
Eine Kamera kann keinen Täter aufhalten. Sie erkennt, meldet und zeichnet auf. Eingegriffen wird erst, wenn die Leitstelle per Lautsprecher anspricht oder Sicherheitskräfte zur Baustelle fahren. Diese Alarmverfolgung ist oft nicht in der Turmmiete enthalten. Fragen Sie deshalb immer, wer auf einen Alarm reagiert, wie schnell und zu welchem Preis je Einsatz. Wie das in der Praxis abläuft, beschreibt der Ratgeber dazu, was nach einem Alarm im Interventionsdienst passiert. Zudem hängt der Turm von Strom und Mobilfunk ab. Auf Baustellen ohne festen Stromanschluss braucht es eine autarke Versorgung. Die technischen Details zur Aufstellung behandelt der Ratgeber zur Videoüberwachung auf der Baustelle.
Videoüberwachung einer Baustelle stützt sich in der Regel auf das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Vorher ist eine Interessenabwägung nötig. Hinweisschilder mit Kamerasymbol und den Informationen nach Art. 13 DSGVO müssen sichtbar sein, bevor jemand den überwachten Bereich betritt. Öffentliche Verkehrsflächen und Nachbargrundstücke dürfen nicht erfasst werden. Die Überwachung der Bauarbeiter während des laufenden Betriebs ist nach Auffassung der Sächsischen Datenschutzbeauftragten unzulässig. In der Praxis wird deshalb meist nur außerhalb der Arbeitszeit aufgezeichnet. Als Speicherdauer empfehlen Anbieter 48 bis 72 Stunden, länger nur bei einem konkreten Vorfall. Diese Vorgaben kosten Planungszeit, lassen sich aber mit sauberer Kameraausrichtung und Maskierung einhalten.
Gut zu wissen: Ein Videoturm schützt die unbesetzten Stunden, nicht den laufenden Baubetrieb. Tagsüber sind die Kameras aus Datenschutzgründen oft abgeschaltet oder maskiert. Wer auch tagsüber Zutritt und Anlieferungen kontrollieren muss, braucht zusätzlich Personal.
Der Revierdienst ist die Mitte zwischen Wachmann und Technik. Eine Sicherheitskraft fährt die Baustelle mehrmals pro Nacht oder am Wochenende an, prüft Zaun, Tore, Container und Maschinen und dokumentiert jeden Besuch. Die Zeitpunkte wechseln, damit Täter kein Muster erkennen können. Abgerechnet wird pro Kontrollbesuch. Laut fachleute24.de kostet eine Kontrollfahrt 35 bis 90 Euro.
Der Preis je Besuch hängt von der Anfahrt, der Dauer der Kontrolle und der Uhrzeit ab. Eine Baustelle, die auf einer bestehenden Route liegt, ist günstiger als ein Einzelobjekt im Umland. Im Entgelttarifvertrag für Berlin und Brandenburg ist der Revier- und Interventionsdienst der Entgeltgruppe 2 zugeordnet, mit einem Stundenlohn von 15,55 Euro brutto seit 01.01.2026. Hinzu kommt eine Revierdienstzulage von 0,65 Euro je Stunde. Diese Werte sind wiederum Bruttolöhne, keine Preise für Auftraggeber.
Zwischen zwei Kontrollen ist niemand vor Ort. Wer weiß, dass gerade kontrolliert wurde, hat bis zur nächsten Fahrt freie Bahn. Der Revierdienst wirkt deshalb vor allem abschreckend und hilft, Schäden früh zu entdecken. Einen laufenden Diebstahl verhindert er nur, wenn die Kontrolle zufällig zur richtigen Zeit kommt.
Stark ist der Revierdienst in Kombination mit Technik. Löst der Videoturm aus, fährt die nächste Streife die Baustelle an. So entsteht aus zwei günstigen Bausteinen eine Leistung, die einem Wachmann näherkommt, ohne dessen Monatskosten zu erreichen. Im Rechenbeispiel liegt ein Videoturm mit 650 bis 1.000 Euro plus zwei nächtliche Kontrollen mit 2.100 bis 5.400 Euro bei zusammen 2.750 bis 6.400 Euro pro Monat. Das ist deutlich weniger als die 14.308 bis 18.396 Euro für einen Posten in allen unbesetzten Stunden.
Für kleinere Baustellen mit geringem Materialwert können auch eine Kontrolle pro Nacht oder Kontrollen nur am Wochenende genügen. Dann sinken die Kosten entsprechend. Wichtig ist, dass jede Kontrolle protokolliert wird. Nur so lässt sich im Schadensfall belegen, wann die Baustelle zuletzt unversehrt war.
Tipp: Lassen Sie sich beim Revierdienst die Kontrollprotokolle mit Uhrzeit und Befund regelmäßig schicken. So sehen Sie, ob die vereinbarte Zahl an Kontrollen tatsächlich gefahren wird, und haben für Versicherung und Polizei einen belastbaren Zeitstempel.
Die richtige Wahl beginnt mit einer Frage: Wer trägt den Schaden, wenn etwas passiert? Nach § 644 Abs. 1 BGB trägt der Unternehmer die Gefahr bis zur Abnahme des Werkes. Diebstahl oder Zerstörung vor der Abnahme gehen damit grundsätzlich zulasten des ausführenden Unternehmens. Für Bauunternehmen ist Baustellenbewachung deshalb keine Kür, sondern ein Posten in der Kalkulation. Welche Regelungen im Einzelvertrag gelten, sollte vor Baubeginn geklärt sein.
Das Risiko ist real, auch wenn die Kriminalstatistik keine eigene Zahl für Baustellen ausweist. Die Polizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2025 zählt 203.061 Diebstähle, 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote bei Diebstahl liegt bei 21,1 Prozent. Hinzu kommen 44.693 Fälle von Sachbeschädigung. Beim Einbruch in Büro- und Betriebsräume stieg der durchschnittliche Schaden je Fall von 5.049 Euro im Jahr 2024 auf 6.651 Euro im Jahr 2025. Bei einer Aufklärungsquote von rund einem Fünftel ist Prävention die wirtschaftlichere Strategie.
| Kriterium | Wachmann | Videoturm | Revierdienst |
|---|---|---|---|
| Abrechnung | pro Stunde | Monatsmiete plus Einmalkosten | pro Kontrollbesuch |
| Kosten laut Marktangaben | 28 bis 75 € pro Stunde | 650 bis 1.000 € pro Monat | 35 bis 90 € pro Kontrolle |
| Rechenbeispiel 511 unbesetzte Stunden | 14.308 bis 18.396 € | 650 bis 1.000 € | 2.100 bis 5.400 € bei 60 Kontrollen |
| Präsenz | durchgehend | keine Person vor Ort | nur während der Kontrolle |
| Eingreifen | direkt | über Leitstelle oder Einsatzkräfte | nur bei Kontrolle |
| Zutrittskontrolle tagsüber | ja | nein | nein |
| Flächenabdeckung | begrenzt auf Sichtbereich | flächig, 360 Grad | punktuell |
| Besondere Pflichten | § 34a GewO, Bewacher-ID | DSGVO, Beschilderung, Strom und Mobilfunk | § 34a GewO, Kontrollprotokoll |
Ein Angebot für Baustellenbewachung ist nur vergleichbar, wenn es dieselben Punkte abdeckt. Prüfen Sie jedes Angebot deshalb auf folgende Angaben:
Die DIN 77200-1:2022-10 beschreibt allgemeine Anforderungen an Sicherheitsdienstleister und kann als zusätzlicher Maßstab bei der Auswahl dienen. Für Bauvorhaben in Berlin und Brandenburg ist BPS Protect ein möglicher Ansprechpartner für Baustellenschutz. Ein Vor-Ort-Termin klärt Risiko, Bauphase und Zeitfenster, bevor über Personal oder Technik entschieden wird.
Laut Marktangaben 2026 kostet eine Sicherheitskraft auf der Baustelle tagsüber 28 bis 55 Euro pro Stunde. Nachts sind es 32 bis 65 Euro, an Wochenenden und Feiertagen 38 bis 75 Euro.
Ein voll ausgestatteter Kameraturm kostet laut Marktangaben 650 bis 1.000 Euro Miete im Monat, je nach Laufzeit. Hinzu kommen einmalig 500 bis 900 Euro für Anlieferung, Aufstellung und Einweisung.
Eine Kontrollfahrt kostet laut Marktangaben 35 bis 90 Euro pro Besuch. Zwei Kontrollen an 30 Nächten ergeben im Rechenbeispiel 60 Besuche und damit 2.100 bis 5.400 Euro pro Monat.
Nach § 644 Abs. 1 BGB trägt der Unternehmer die Gefahr bis zur Abnahme des Werkes. Diebstahl oder Zerstörung vor der Abnahme gehen daher grundsätzlich zulasten des ausführenden Unternehmens, sofern der Vertrag nichts anderes regelt.
Ja, in der Regel auf Grundlage des berechtigten Interesses nach Art. 6 DSGVO. Nötig sind Hinweisschilder vor dem überwachten Bereich. Öffentliche Flächen, Nachbargrundstücke und Bauarbeiter im laufenden Betrieb dürfen nicht erfasst werden.
Ein Wachmann lohnt sich, wenn tagsüber Zutritt und Anlieferungen kontrolliert werden müssen, hochwertige Materialien offen lagern oder es bereits Vorfälle gab. Er kann direkt eingreifen, was eine Kamera nicht leistet.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Baustellenbewachung kostet laut Marktangaben 2026 mit Personal 28 bis 55 Euro pro Stunde tagsüber und bis 75 Euro am Wochenende. Ein Videoturm kostet 650 bis 1.000 Euro Miete im M
Objektschutz sichert ein bestimmtes Gebäude oder Gelände gegen Zutritt, Diebstahl und Vandalismus. Werkschutz ist die betriebsbezogene Spezialform für Industrie, Produktion und
Personenschutz kostet laut Marktangaben meist 50 bis 160 Euro pro Stunde und Schutzkraft, Spezialisten bis 300 Euro. Ein Tag mit einer Schutzkraft liegt bei 550 bis 1.600 Euro. Run
Objektschutz kostet 2026 laut Marktübersichten rund 25 bis 35 Euro netto pro Stunde am Tag und 28 bis 38 Euro nachts oder am Wochenende. Ein Posten rund um die Uhr umfasst etwa 73

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