Wachschutz Kosten 2026: Aufgaben, Einsatzformen und Personalbedarf
Wachschutz kostet laut Marktangaben 2026 je nach Einsatzform 18 bis 45 Euro netto pro Stunde. Den Monatspreis bestimmt aber vor allem die Besetzungszeit: Ein Tagesposten von Montag
Das Wichtigste in Kürze: Wachschutz kostet laut Marktangaben 2026 je nach Einsatzform 18 bis 45 Euro netto pro Stunde. Bei 25 Euro pro Stunde liegt ein Tagesposten von Montag bis Freitag bei rund 4.250 Euro im Monat, ein Posten rund um die Uhr bei rund 18.250 Euro. Ein 24/7-Posten bindet 8.760 Stunden im Jahr und damit etwa sechs Personen.
Die Wachschutz Kosten liegen 2026 laut veröffentlichten Marktangaben zwischen 18 und 45 Euro netto pro Stunde, vor Mehrwertsteuer und Zuschlägen. Empfangs- und Pförtnerdienste bilden das untere Ende, Premium-Objektschutz das obere. Für Ihr Budget ist der Stundensatz aber nur die halbe Rechnung. Entscheidend ist, wie viele Stunden ein Posten im Monat besetzt sein muss. Ein Tagesposten von Montag bis Freitag umfasst rund 170 Stunden, ein Posten rund um die Uhr im Schnitt 730 Stunden. Bei 25 Euro pro Stunde sind das rund 4.250 Euro gegenüber rund 18.250 Euro im Monat.
Dieser Ratgeber richtet sich an Unternehmen, Eigentümer, Hausverwaltungen und Betreiber in Berlin und Brandenburg, die Wachschutz einplanen oder Angebote prüfen. Er erklärt, welche Aufgaben ein Wachdienst übernimmt, welche Einsatzformen es gibt und wie viele Personen ein Posten tatsächlich bindet. Dazu kommt eine offene Rechnung mit dem allgemeinverbindlichen Tariflohn für Berlin und Brandenburg. Alle Preise sind Marktangaben Dritter, keine Preise von BPS Protect.
Wachschutz, Wachdienst und Sicherheitsdienst werden im Alltag weitgehend gleich verwendet. Alle drei Begriffe bezeichnen private Dienstleistungen im Bewachungsgewerbe. Das Sicherheitsglossar von security.de ordnet „Sicherheitsdienst“ als breiteren Sammelbegriff ein. „Wachschutz“ und „Wachdienst“ betonen dagegen die aktive Wachtätigkeit vor Ort, also Präsenz, Kontrollgänge und Streifen. Rechtlich macht das keinen Unterschied. Alle Formen fallen unter § 34a der Gewerbeordnung und die Bewachungsverordnung.
Wachschutz verbindet aktive Überwachung mit reaktiven Aufgaben. Aktiv heißt: Die Wachperson ist sichtbar, prüft Zugänge und geht das Gelände nach einem festen oder wechselnden Plan ab. Reaktiv heißt: Sie verfolgt Alarme, informiert Polizei, Feuerwehr oder Auftraggeber und sichert die Lage bis zu deren Eintreffen.
Die Erlaubnispflicht nach § 34a GewO greift nur, wenn fremdes Eigentum oder das Leben fremder Personen bewacht wird. Die IHK Region Stuttgart stellt klar: Eigenes Personal, das das eigene Betriebsgelände bewacht, fällt nicht darunter. Sobald Sie einen externen Dienstleister beauftragen, gelten dagegen alle Vorgaben aus Gewerbeordnung und Bewachungsverordnung.
Warum Unternehmen Wachschutz beauftragen, zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik. Die Polizei Berlin hat für 2025 insgesamt 502.743 Straftaten erfasst, 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Einzelne Delikte, die Gewerbeobjekte direkt betreffen, bleiben dennoch hoch. Die PKS weist 44.693 Sachbeschädigungen aus, 32.894 Diebstähle an oder aus Kraftfahrzeugen und 18.421 Einbrüche in Keller und Böden. Die Zahl der vorsätzlichen Brandstiftungen stieg von 763 auf 855. Der durchschnittliche Schaden je Büro- und Betriebseinbruch lag 2025 bei 6.651 Euro, nach 5.049 Euro im Jahr 2024. Solche Werte sind kein Beleg für ein konkretes Risiko an Ihrem Standort. Sie helfen aber, den möglichen Schaden eines ungeschützten Objekts neben die Kosten einer Bewachung zu stellen.
Wachschutz ist kein einheitliches Produkt. Der Preis hängt stärker von der Einsatzform ab als von der einzelnen Stunde. Eine Pforte mit Besucherverkehr verlangt andere Fähigkeiten als ein nächtlicher Kontrollgang über ein Lagergelände. Die folgenden Formen kommen in der Praxis am häufigsten vor, oft auch in Kombination.
Beim stationären Posten ist eine Wachperson dauerhaft an einem festen Ort eingesetzt, etwa an einer Pforte, einer Zufahrt oder in einer Leitwarte. Der Vorteil ist die ständige Präsenz und die schnelle Reaktion vor Ort. Der Nachteil sind die Kosten, weil jede Stunde der Besetzungszeit bezahlt wird. Diese Form ist typisch für Industrie, Logistik, Verwaltungsgebäude und Werksgelände.
Der Empfangsdienst verbindet Sicherheitsaufgaben mit Serviceaufgaben. Die Wachperson begrüßt Besucher, prüft Termine, gibt Ausweise aus und behält den Eingangsbereich im Blick. Laut Marktangaben ist das die günstigste Einsatzform mit 18 bis 25 Euro netto pro Stunde.
Bei Kontrollgängen geht die Wachperson einen größeren Bereich ab. Die IHK Region Stuttgart definiert Kontrollgänge als Bewachung eines größeren Raums durch Umhergehen oder Umherfahren. Mobile Dienste fahren mehrere Objekte nacheinander an, statt an einem Ort zu bleiben. Wie sich Revier- und Streifendienst im Einzelnen unterscheiden, behandeln eigene Ratgeber. Für die Kostenplanung reicht hier: Mobile Dienste binden weniger Stunden als ein ständig besetzter Posten, bieten aber keine durchgehende Präsenz.
Die Alarmverfolgung ergänzt eine Einbruch- oder Brandmeldeanlage: Die Technik meldet, die Wachperson prüft vor Ort. Baustellenbewachung liegt laut Marktangaben bei 22 bis 32 Euro, Veranstaltungsschutz bei 25 bis 42 Euro pro Stunde.
| Einsatzform | Typische Aufgaben | Mindestqualifikation nach § 34a GewO | Marktspanne netto pro Stunde |
|---|---|---|---|
| Empfangs- und Pförtnerdienst | Besucherempfang, Ausweise, Zugangskontrolle | Unterrichtung | 18 bis 25 € |
| Standard: Streife, Rundgang | Kontrollgänge, Verschlusskontrollen | Unterrichtung, im öffentlichen Verkehrsraum Sachkundeprüfung | 22 bis 30 € |
| Baustellenbewachung | Schutz von Material und Maschinen, Zufahrtskontrolle | Unterrichtung | 22 bis 32 € |
| Hotelsicherheit, Doorman | Einlass, Hausrecht, Deeskalation | im Einlass von Diskotheken Sachkundeprüfung | 23 bis 35 € |
| Werkschutz | Werksgelände, Pforte, Leitwarte, Brandschutzaufgaben | Unterrichtung, je nach Auftrag mehr | 25 bis 38 € |
| Veranstaltungen | Einlass, Ordnungsdienst, Zufahrten | Leitung bei zugangsgeschützten Großveranstaltungen: Sachkundeprüfung | 25 bis 42 € |
| Objektschutz Premium | Banken, Pharma, sensible Bereiche | Unterrichtung, je nach Leistungsbeschreibung mehr | 30 bis 45 € |
Die Spannen stammen von goldeneye-sicherheitsdienst.de und gelten netto vor Mehrwertsteuer und Zuschlägen. Sie sind Marktangaben eines Anbieters, keine amtliche Erhebung. Welche Einsatzform Sie brauchen, ergibt sich aus Ihrer Lage: Gibt es Besucherverkehr, sensible Bereiche, Nachtbetrieb oder nur ein Gelände, das außerhalb der Arbeitszeit leer steht?
Der größte Kostenfaktor im Wachschutz ist die Besetzungszeit. Eine einzelne Wachperson kann einen Posten nur für einen Teil der Woche besetzen. Alle übrigen Stunden müssen andere Kräfte abdecken. Wer den Personalbedarf versteht, versteht auch, warum ein Dauerposten so teuer ist.
Ein Posten, der rund um die Uhr besetzt ist, umfasst 24 Stunden mal 365 Tage, also 8.760 Stunden im Jahr. Das sind im Monatsschnitt 730 Stunden und pro Woche 168 Stunden. Das Portal zeiterfassungsgesetz.de rechnet vor: 168 Stunden geteilt durch eine 40-Stunden-Woche ergeben 4,2 Vollzeitstellen, noch bevor Urlaub und Krankheit berücksichtigt sind.
Eine Vollzeitkraft arbeitet nicht 52 mal 40 Stunden. Zieht man Urlaub und Krankheit ab, bleiben nach derselben Quelle rund 1.700 Arbeitsstunden im Jahr. Für einen 24/7-Posten ergibt das 8.760 geteilt durch 1.700, also rund 5,2 Personen. Mit einer Reserve von 10 bis 15 Prozent für Fortbildung, Übergaben und kurzfristige Ausfälle sind es 5,8 bis 6 Personen. Andere Planungsquellen setzen einen Reservefaktor von 1,15 an (certiscan.de) oder nennen 15 bis 20 Prozent als Faustwert (schichtplan-digital.de).
Die Schichtlänge ändert an diesem Ergebnis wenig. Der Softwareanbieter Nostradamus rechnet für einen 24/7-Posten mit 12-Stunden-Schichten 730 Schichten pro Jahr und mindestens fünf bis sechs Vollzeitkräfte. Längere Schichten sparen Übergaben, aber keine Stunden. Hinzu kommt das Arbeitszeitgesetz: Nach § 3 ArbZG sind werktäglich 8 Stunden erlaubt. Eine Verlängerung auf bis zu 10 Stunden ist nur zulässig, wenn im Schnitt von sechs Monaten oder 24 Wochen 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden.
| Einsatzmodell | Stunden pro Jahr | Vollzeitkräfte bei 1.700 Std. |
|---|---|---|
| Tagesposten Montag bis Freitag, 8 Stunden | 2.080 | 1,2 |
| Tagesposten Montag bis Freitag, 12 Stunden | 3.120 | 1,8 |
| Nachtposten täglich, 10 Stunden | 3.650 | 2,1 |
| Posten rund um die Uhr (24/7) | 8.760 | 5,2 (mit Reserve 5,8 bis 6) |
Die Tabelle ist eine eigene Rechnung ohne Feiertage auf Basis der genannten Jahresarbeitszeit. Sie zeigt: Schon ein einfacher Tagesposten braucht mehr als eine Person. Denn wer Urlaub hat oder krank ist, muss vertreten werden. Ein Nachtposten an sieben Tagen bindet gut zwei Vollzeitkräfte, ein Dauerposten sechs.
Gut zu wissen: Wenn ein Angebot für einen 24/7-Posten nur drei oder vier Personen einplant, fehlen entweder Stunden oder Vertretungen. Fragen Sie nach dem Dienstplan und danach, wie Urlaub und Krankheit abgedeckt werden.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Aus Stundensatz und Besetzungszeit ergibt sich der Monatspreis. Der Anbieter goldeneye-sicherheitsdienst.de hat dafür Beispiele mit einer Basis von 25 Euro netto pro Stunde veröffentlicht. Eine Wochenend-Streife von Freitag bis Sonntag mit je 8 Stunden umfasst rund 100 Stunden und kostet damit rund 2.500 Euro im Monat. Ein Tagesposten von Montag bis Freitag mit 8 Stunden kommt auf rund 170 Stunden und rund 4.250 Euro. Ein Nachtposten mit 10 Stunden an 30 Nächten umfasst rund 300 Stunden und kostet rund 7.500 Euro zuzüglich Nachtzuschlag. Ein Dauerposten im Drei-Schicht-Betrieb deckt rund 730 Stunden ab und liegt bei rund 18.250 Euro im Monat.
Empfang und Pförtnerdienst liegen am unteren Ende, Premium-Objektschutz und Veranstaltungen am oberen. Die Einsatzform bestimmt den Preis stärker als die Stunde selbst.
Quelle: goldeneye-sicherheitsdienst.de, Stand 2026, netto vor Mehrwertsteuer und Zuschlägen. Marktangaben, keine Preise von BPS Protect.
Ein 24/7-Posten kostet ein Vielfaches eines Tagespostens, weil er 730 Stunden im Monat abdeckt. Schon die reinen Tariflöhne liegen bei rund 12.000 Euro.
Einsatzmodelle: goldeneye-sicherheitsdienst.de bei 25 Euro pro Stunde. Spanne 24/7: quarerorobotics.com. Tariflöhne: eigene Rechnung aus dem Entgelttarifvertrag Berlin/Brandenburg, EG1, mit Nacht- und Sonntagszuschlag, ohne Feiertage und Arbeitgeberanteile.
Eine zweite Quelle bestätigt die Größenordnung. Der Anbieter Quarero, der selbst Sicherheitsrobotik vertreibt und damit ein Eigeninteresse hat, beziffert die Vollkosten eines 24/7-Postens mit 15.000 bis 25.000 Euro pro Monat. In Ballungszentren kommen nach dieser Quelle 20 bis 30 Prozent hinzu. Umgerechnet auf 730 Stunden entspricht die Spanne 20,55 bis 34,25 Euro je abgedeckter Stunde. Sie liegt damit im Bereich der Stundensätze für Standard-Wachschutz.
Die Monatsbeispiele gelten ohne Zuschläge. Laut goldeneye-sicherheitsdienst.de berechnen Anbieter bundesweit für Nachtarbeit 10 bis 25 Prozent, für Sonntage 25 bis 50 Prozent und für Feiertage 50 bis 100 Prozent Aufschlag. Bei einem Dauerposten fallen ein Drittel der Stunden in die Nacht und jede siebte Stunde auf einen Sonntag. Der tatsächliche Durchschnittspreis je Stunde liegt deshalb über dem vereinbarten Grundsatz.
Für die Einordnung heißt das: Ein Tagesposten von Montag bis Freitag deckt nur knapp ein Viertel der Stunden eines Dauerpostens ab und enthält kaum Nacht- und Sonntagsstunden. Nach Zuschlägen ist der Preisabstand deshalb meist größer als das reine Stundenverhältnis. Wie Qualifikation, Region und Vorlaufzeit den Stundensatz verschieben, fasst der Ratgeber zu den Preisfaktoren für Sicherheitsdienst-Stundensätze zusammen.
In Berlin und Brandenburg gilt seit dem 01.01.2026 rückwirkend ein neuer Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen. BDSW und ver.di haben ihn am 18.11.2025 abgeschlossen. Seit der Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 02.07.2026 ist er allgemeinverbindlich und gilt damit für alle Arbeitgeber der Branche in beiden Ländern. Ausgenommen sind unter anderem Geld- und Werttransport sowie die Luftsicherheit an Flughäfen.
Die Stundenlöhne brutto betragen ab 01.01.2026 in Entgeltgruppe 1 15,15 Euro, in EG2 15,55 Euro, in EG3 16,80 Euro, in EG4 17,65 Euro und in EG5 21,80 Euro. Ab 01.01.2027 steigen sie auf 15,70, 16,15, 17,45, 18,35 und 22,65 Euro. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro und ab 2027 bei 14,60 Euro pro Stunde. Hinzu kommen Zuschläge von 15 Prozent für Nachtarbeit zwischen 22 und 6 Uhr, 25 Prozent am Sonntag und 50 Prozent an Feiertagen. Es gilt nur der höchste Zuschlag, der Nachtzuschlag ist aber mit den anderen kombinierbar.
Die folgende eigene Rechnung zeigt, was ein Dauerposten allein an Bruttolöhnen verursacht. Grundlage ist EG1 für 2026.
Feiertagszuschläge sind darin noch nicht enthalten. Vor allem fehlen alle Kosten, die ein Arbeitgeber über den Bruttolohn hinaus trägt: Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, bezahlter Urlaub und Krankheit, Schulung, Einsatzleitung, Dienstkleidung, Versicherung und Verwaltung. Die rund 12.006 Euro sind deshalb die Untergrenze dessen, was ein Dauerposten in Berlin 2026 an Lohn bindet. Sie sind kein Preis.
Der Kalkulationsrechner von roster365.net zeigt das übliche Schema. Auf den Grundlohn kommen Lohnnebenkosten von etwa 20 bis 25 Prozent, dann eine Umlage für Gemeinkosten und schließlich ein Aufschlag für Gewinn und Risiko. Im dort gezeigten Beispiel für Nordrhein-Westfalen werden aus 15,11 Euro Grundlohn mit 3,32 Euro Lohnnebenkosten, 6,45 Euro Gemeinkosten und 2,49 Euro Gewinn 27,37 Euro netto. Der Verrechnungssatz liegt damit beim 1,8-Fachen des Stundenlohns.
Legt man die Werte nebeneinander, ergibt sich ein stimmiges Bild. Reine Tariflöhne für einen Dauerposten liegen bei rund 12.006 Euro im Monat. Die Marktangaben reichen von 15.000 bis 25.000 Euro (Quarero) beziehungsweise rund 18.250 Euro (goldeneye-sicherheitsdienst.de). Die Differenz deckt Arbeitgeberanteile, Ausfallzeiten, Schulung, Einsatzleitung, Versicherung und Gewinn.
Tipp: Teilen Sie den Monatspreis eines Angebots durch die angebotenen Stunden. Liegt das Ergebnis nahe am Tariflohn, fehlt in der Kalkulation etwas. Fragen Sie dann konkret nach Entgeltgruppe, Zuschlägen und Vertretungsregelung.
Wer Wachschutz gewerbsmäßig anbietet, braucht eine Erlaubnis nach § 34a Abs. 1 GewO. Die Behörde prüft Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine Haftpflichtversicherung und die Sachkundeprüfung der Leitung. Für Sie als Auftraggeber sind vor allem drei Nachweise wichtig: die Erlaubnis, die Versicherung und die Qualifikation der eingesetzten Personen.
Nach § 34a Abs. 1a GewO braucht jede Wachperson mindestens einen Unterrichtungsnachweis. Die Unterrichtung umfasst nach § 6 BewachV mindestens 40 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. Vorausgesetzt werden Deutschkenntnisse auf Niveau B1. Für bestimmte Tätigkeiten reicht das nicht. Eine Sachkundeprüfung ist zusätzlich nötig für:
Zum öffentlichen Verkehrsraum zählen nach der IHK Region Stuttgart Straßen, Bahnhöfe, Wege, Parkanlagen und Vorplätze öffentlich zugänglicher Gebäude. Keine Kontrollgänge in diesem Sinne liegen vor, wenn mehrere Gebäude stationär bewacht und nur die Wege dazwischen zurückgelegt werden. Für einen stationären Posten auf einem abgeschlossenen Betriebsgelände genügt also die Unterrichtung. Das wirkt sich auf die Kosten aus, weil höhere Qualifikationen in der Regel höher vergütet werden.
§ 14 BewachV schreibt Mindestdeckungssummen je Schadensereignis vor: 1.000.000 Euro für Personenschäden, 250.000 Euro für Sachschäden, 15.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen und 12.500 Euro für reine Vermögensschäden. Jede Wachperson wird nach § 11b GewO im Bewacherregister beim Statistischen Bundesamt erfasst. Nach § 18 BewachV trägt sie vor dem ersten Einsatz einen Dienstausweis mit ihrer Bewacher-ID und der des Unternehmens.
Über das gesetzliche Minimum hinaus beschreibt die DIN 77200-1 in der Ausgabe vom Oktober 2022 allgemeine Anforderungen an Sicherheitsdienstleister, etwa an Organisation, Personal und Auftragsabwicklung. Die Norm ist freiwillig. Auftraggeber können ihre Einhaltung aber in einer Ausschreibung als Anforderung vorgeben.
Die meisten Kosten entstehen nicht durch den Stundensatz, sondern durch die Leistungsbeschreibung. Wer genau festlegt, wann welche Aufgabe erledigt werden muss, vermeidet teure Überbesetzung. Vier Stellschrauben haben den größten Einfluss.
Prüfen Sie, zu welchen Zeiten ein Posten wirklich nötig ist. Ist das Gelände tagsüber durch eigene Mitarbeitende belebt, reicht vielleicht ein Nachtposten. Der braucht nach der Tabelle oben gut zwei statt sechs Vollzeitkräfte. Lassen sich bestimmte Nächte oder Wochenenden durch Technik absichern, sinken die Stunden weiter.
Der Berliner Entgelttarifvertrag enthält eine wichtige Regel: Die höheren Entgeltgruppen 2 bis 5 greifen nur, wenn die Leistungsbeschreibung die jeweilige Qualifikation ausdrücklich fordert. EG2 gilt unter anderem für Revier- und Interventionsdienst, Veranstaltungsdienst, Einkaufszentren, Schulen, Jobcenter, Bundesbehörden und Objekte nach dem Berliner oder Brandenburger Vergabegesetz. Fordern Sie eine höhere Qualifikation, zahlen Sie sie mit. Das ist sinnvoll, wenn die Aufgabe es verlangt. Pauschal verlangte Zusatzqualifikationen erhöhen dagegen den Preis ohne Nutzen. Zulagen fallen zusätzlich an, etwa 0,65 Euro pro Stunde im Revierdienst, 0,75 Euro für Team- oder Schichtleiter und 1,00 Euro für Objektleiter.
Viele Objekte brauchen keinen durchgehenden Posten. Ein Tagesposten an der Pforte, kombiniert mit mobilen Kontrollen in der Nacht und einer Alarmverfolgung, kostet einen Bruchteil eines 24/7-Postens. Die Präsenz ist dann dort, wo sie wirkt, und die übrigen Stunden sind durch Technik und Reaktionszeiten abgedeckt.
Wer ein Leistungsverzeichnis schreibt, findet die Grundlagen im Ratgeber zum Leistungsverzeichnis für eine Ausschreibung. Für Unternehmen in der Region ist BPS Protect ein möglicher Ansprechpartner für Wachschutz in Berlin und Brandenburg. Ein Vorgespräch dient dazu, Besetzungszeiten und Aufgaben zu klären, bevor über Stunden und Personal gesprochen wird.
Laut Marktangaben 2026 kostet Wachschutz je nach Einsatzform 18 bis 45 Euro netto pro Stunde. Empfangs- und Pförtnerdienst liegt bei 18 bis 25 Euro, Standard-Streife bei 22 bis 30 Euro, Premium-Objektschutz bei 30 bis 45 Euro.
Ein 24/7-Posten umfasst rund 730 Stunden im Monat. Bei 25 Euro pro Stunde sind das rund 18.250 Euro. Andere Marktangaben nennen 15.000 bis 25.000 Euro Vollkosten, jeweils vor Zuschlägen und Mehrwertsteuer.
Ein 24/7-Posten umfasst 8.760 Stunden im Jahr. Bei rund 1.700 Arbeitsstunden je Vollzeitkraft sind das etwa 5,2 Personen. Mit Reserve für Urlaub, Krankheit und Fortbildung planen Dienstleister 5,8 bis 6 Personen.
Rechtlich keiner. Sicherheitsdienst ist der breitere Sammelbegriff, Wachschutz betont die aktive Wachtätigkeit mit Präsenz und Kontrollgängen. Beide fallen unter § 34a der Gewerbeordnung und die Bewachungsverordnung.
Mindestens den Unterrichtungsnachweis nach § 34a GewO mit 40 Unterrichtsstunden. Für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, Schutz vor Ladendieben oder den Einlass von Diskotheken ist zusätzlich die Sachkundeprüfung Pflicht.
Der Tariflohn ist nur der Bruttolohn der Beschäftigten. Dazu kommen Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankheit, Schulung, Einsatzleitung, Versicherung und Gewinn. In einem veröffentlichten Kalkulationsbeispiel liegt der Verrechnungssatz beim 1,8-Fachen des Stundenlohns.
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Wachschutz kostet laut Marktangaben 2026 je nach Einsatzform 18 bis 45 Euro netto pro Stunde. Den Monatspreis bestimmt aber vor allem die Besetzungszeit: Ein Tagesposten von Montag
Baustellenbewachung kostet laut Marktangaben 2026 mit Personal 28 bis 55 Euro pro Stunde tagsüber und bis 75 Euro am Wochenende. Ein Videoturm kostet 650 bis 1.000 Euro Miete im M
Objektschutz sichert ein bestimmtes Gebäude oder Gelände gegen Zutritt, Diebstahl und Vandalismus. Werkschutz ist die betriebsbezogene Spezialform für Industrie, Produktion und
Personenschutz kostet laut Marktangaben meist 50 bis 160 Euro pro Stunde und Schutzkraft, Spezialisten bis 300 Euro. Ein Tag mit einer Schutzkraft liegt bei 550 bis 1.600 Euro. Run

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