Personenschutz Kosten: Was ein Bodyguard pro Stunde, Tag und Monat kostet

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    Das Wichtigste in Kürze: Personenschutz kostet laut Marktangaben 2026 meist 50 bis 160 Euro pro Stunde und Schutzkraft, Spezialisten bis 300 Euro. Ein Tag kostet 550 bis 1.600 Euro, ein Team für hochgefährdete Personen 2.000 bis 4.500 Euro. Rund um die Uhr umfasst ein Schutzposten 730 Stunden im Monat.

    Die Personenschutz Kosten liegen in Deutschland 2026 laut veröffentlichten Marktangaben meist zwischen 50 und 160 Euro pro Stunde und Schutzkraft. Qualifiziertes Personal mit IHK-Sachkundeprüfung wird mit 60 bis 120 Euro brutto angegeben, Spezialisten beginnen bei 150 Euro, Executive-Protection-Teams erreichen bis zu 300 Euro pro Stunde. Ein Tageseinsatz einer einzelnen Schutzkraft kostet 550 bis 1.600 Euro. Wer Schutz rund um die Uhr braucht, muss anders rechnen: Ein durchgehend besetzter Posten umfasst im Monatsschnitt 730 Stunden. Das bindet mehrere Personen und führt schnell zu fünfstelligen Monatsbeträgen.

    Dieser Ratgeber richtet sich an Unternehmen, Vorstände, Family Offices und Veranstalter, die Personenschutz budgetieren oder Angebote vergleichen. Er ordnet die Marktspannen ein, rechnet den Dauerschutz transparent nach und erklärt, welche Pflichten und Grenzen das Gesetz privaten Personenschützern setzt. Alle Preise sind Marktangaben Dritter, keine Preise von BPS Protect.

    Was Personenschutz 2026 kostet: die Marktspannen

    Es gibt keinen amtlichen Preisspiegel für Personenschutz. Belastbar sind nur die Spannen, die Anbieter und Vergleichsportale selbst veröffentlichen. Legt man vier solcher Quellen nebeneinander, entsteht ein recht einheitliches Bild. Die Untergrenze liegt bei 50 bis 60 Euro pro Stunde, die typische Obergrenze für Standardeinsätze bei 120 bis 150 Euro.

    Das Portal fachleute24.de unterscheidet drei Stufen: einfache Schutzbegleitung mit 55 bis 90 Euro, erfahrene Personenschützer mit 80 bis 130 Euro und Einsätze mit erhöhter Gefährdung oder besonderen Anforderungen mit 120 bis 160 Euro pro Stunde. Der Anbieter cesar-security.de nennt für qualifiziertes Schutzpersonal mit IHK-Sachkundeprüfung 60 bis 120 Euro brutto. Für Spezialisten mit Hintergrund bei Bundespolizei, Militär oder internationalen Close-Protection-Einheiten beginnen die Sätze dort bei 150 Euro, spezialisierte Executive-Protection-Teams kosten bis zu 300 Euro pro Stunde.

    Der Ratgeber auf helpster.de rechnet mit 75 bis 150 Euro pro Stunde für einen Personenschützer. Das Vermittlungsportal checksec.de gibt 50 bis 120 Euro an und weist darauf hin, dass langfristige Engagements oft günstiger ausfallen. Trustlocal.de nennt als typischen Wert rund 150 Euro pro Stunde beziehungsweise etwa 1.200 Euro pro Tag.

    Stundensätze für Personenschutz nach Quelle und Einsatzart

    BPS Protect Infografik · interaktiv
    Personenschutz: Stundensätze laut Marktangaben 2026
    Fahren Sie über einen Balken, um Spanne und Quelle zu sehen. Mit dem Filter wechseln Sie zwischen Unter- und Obergrenze.
    600–1.200 €
    Tagessatz je Schutzkraft
    Standardeinsatz, eine Person
    2.000–4.500 €
    Close-Protection-Team pro Tag
    für hochgefährdete Personen
    730 Std.
    pro Monat bei 24/7-Schutz
    8.760 Stunden im Jahr geteilt durch 12
    Ansicht:

    Stundensatz je Schutzkraft nach Quelle und Einsatzart

    Die Spannen überlappen stark. Der Aufschlag für erhöhte Gefährdung und Spezialisten ist größer als der Unterschied zwischen den Quellen.

    Wert:
    0 €64 €128 €192 €256 €320 €Einfache Begleitung (fachleute24)Einfache Begleitung (fachleute24): 90 €90 €Personenschutz allgemein (checksec)Personenschutz allgemein (checksec): 120 €120 €Qualifiziert mit Sachkunde (cesar)Qualifiziert mit Sachkunde (cesar): 120 €120 €Personenschützer (helpster)Personenschützer (helpster): 150 €150 €Erfahrene Schutzkraft (fachleute24)Erfahrene Schutzkraft (fachleute24): 130 €130 €Erhöhte Gefährdung (fachleute24)Erhöhte Gefährdung (fachleute24): 160 €160 €Spezialisten, Executive Protection (cesar)Spezialisten, Executive Protection (cesar): 300 €300 €

    Quellen: cesar-security.de, fachleute24.de, helpster.de, checksec.de. Marktangaben, keine Preise von BPS Protect.

    Quellen: cesar-security.de · fachleute24.de · helpster.de · checksec.de · eigene Rechnung
    Stand: 23.09.2026
    Marktangaben von cesar-security.de, fachleute24.de, helpster.de und checksec.de, Stand September 2026. Die Monatsansicht enthält eine eigene Rechnung auf Basis von 730 Stunden.

    Aus der Übersicht lassen sich drei Schlüsse ziehen. Erstens bestimmt die Einsatzart den Preis stärker als die Wahl des Anbieters: Zwischen einfacher Begleitung und erhöhter Gefährdung liegt fast eine Verdopplung. Zweitens sind Sätze unter 50 Euro pro Stunde in keiner der Quellen für echten Personenschutz genannt. Solche Angebote betreffen meist Begleit- oder Ordnungsdienste. Drittens zahlen Sie bei Spezialisten weniger für die einzelne Stunde als für Erfahrung, Planung und die Fähigkeit, eine Lage frühzeitig zu erkennen.

    Wichtig für die Einordnung: Die Angaben sind Bruttowerte oder werden ohne Hinweis auf die Umsatzsteuer genannt. Für Unternehmen als Auftraggeber zählt der Nettobetrag, sofern sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Fragen Sie im Angebot immer nach, ob Umsatzsteuer, Fahrzeug, Reisezeit und Zuschläge enthalten sind.

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    Stunde, Tag, Monat: die Abrechnungsmodelle im Vergleich

    Personenschutz wird nach drei Modellen abgerechnet: pro Stunde, als Tagessatz oder als Monatspauschale für Dauerschutz. Welche Variante günstiger ist, hängt von der Einsatzdauer ab. Für einen einzelnen Termin ist der Stundensatz üblich. Für eine Messe, eine Hauptversammlung oder eine Reise rechnen die meisten Anbieter in Tagessätzen. Laufender Schutz über Wochen wird in der Regel monatlich kalkuliert.

    AbrechnungsmodellSpanne laut MarktangabenTypischer EinsatzQuelle
    Stundensatz einfache Begleitung55 bis 90 € pro StundeTerminbegleitung bei geringer Gefährdungfachleute24.de
    Stundensatz qualifiziertes Personal60 bis 120 € brutto pro StundePersonal mit IHK-Sachkundeprüfungcesar-security.de
    Stundensatz erhöhte Gefährdung120 bis 160 € pro Stundekonkrete Bedrohungslage, besondere Anforderungenfachleute24.de
    Stundensatz Spezialisten150 bis 300 € pro StundeExecutive Protection, internationale Erfahrungcesar-security.de
    Tagessatz eine Schutzkraft600 bis 1.200 € pro TagStandardeinsatz, eine Personcesar-security.de
    Tageseinsatz je Schutzkraft550 bis 1.600 € pro Tagje nach Qualifikation und Lagefachleute24.de
    Close-Protection-Team2.000 bis 4.500 € pro Taghochgefährdete Personen, mehrere Kräftecesar-security.de
    Dauerschutz15.000 bis 40.000 € pro Monatkontinuierlicher Schutz über Wochencesar-security.de
    Sicherheitsfahrzeug100 bis 300 € pro Tag zusätzlichFahrten mit Schutzfahrzeughelpster.de
    Kilometergeld0,75 bis 1,00 € pro Kilometer zzgl. MwSt.gefahrene Streckenhelpster.de

    Tagessätze richtig lesen

    Ein Tagessatz ist nur vergleichbar, wenn Sie wissen, wie viele Stunden er umfasst. Manche Anbieter setzen einen Tag mit acht Stunden an, andere mit zehn oder zwölf. Weitere Stunden werden dann zusätzlich berechnet. Ein Tagessatz von 1.200 Euro entspricht bei acht Stunden 150 Euro pro Stunde, bei zwölf Stunden nur 100 Euro. Lassen Sie sich die Stundenbasis deshalb schriftlich bestätigen.

    Nebenkosten, die fast immer anfallen

    Neben dem Personal fallen bei Personenschutz regelmäßig weitere Posten an. Helpster.de nennt für ein Sicherheitsfahrzeug zusätzlich 100 bis 300 Euro pro Tag, dazu Kilometergeld von 0,75 bis 1,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Übernachtung und Verpflegung werden bei Reisen meist nach Originalbeleg abgerechnet. Hinzu kommt der Vorbereitungsaufwand: Routenplanung, Ortsbegehung und Abstimmung mit Hotels oder Veranstaltungsorten. Seriöse Anbieter weisen diese Leistungen im Angebot gesondert aus oder erklären, dass sie in einer Pauschale enthalten sind.

    Tipp: Bitten Sie bei Tagessätzen immer um drei Angaben: Stunden pro Tag, Preis je Mehrstunde und Abrechnung von Fahrzeug und Reisezeit. Erst damit werden zwei Angebote wirklich vergleichbar.

    Rund um die Uhr: warum 24/7-Schutz mehr als drei Personen braucht

    Schutz rund um die Uhr ist der teuerste Fall, und hier liegen Angebote am weitesten auseinander. Der Grund ist einfach. Ein Jahr hat 8.760 Stunden, ein Monat im Schnitt 730 Stunden. Soll während dieser gesamten Zeit mindestens eine Schutzkraft im Dienst sein, müssen alle 730 Stunden bezahlt werden.

    Personalbedarf nach Arbeitszeitgesetz

    Kein Mensch kann 730 Stunden im Monat arbeiten. Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die werktägliche Arbeitszeit in § 3 auf acht Stunden. Sie darf auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden pro Werktag nicht überschritten werden. Bei sechs Werktagen ergibt das im Schnitt höchstens 48 Stunden pro Woche.

    Eine Woche hat 168 Stunden. Geteilt durch 48 Stunden ergeben sich rechnerisch 3,5 Personen für einen einzigen durchgehend besetzten Posten. Darin sind Urlaub, Krankheit, Schulungen und Übergabezeiten noch nicht enthalten. In der Praxis braucht ein 24/7-Posten also deutlich mehr als drei Personen. Sollen aus Sicherheitsgründen tagsüber zwei Schutzkräfte gleichzeitig im Einsatz sein, verdoppelt sich der Bedarf für diese Stunden.

    Rechenbeispiel: Stundensatz gegen Monatspaket

    Rechnet man 730 Stunden mit den Stundensätzen für qualifiziertes Personal, ergeben sich folgende Monatswerte für einen einzigen Posten ohne Fahrzeug und Reisekosten:

    • 730 Stunden mal 60 Euro ergeben 43.800 Euro pro Monat.
    • 730 Stunden mal 120 Euro ergeben 87.600 Euro pro Monat.

    Dem stehen veröffentlichte Monatspakete für Dauerschutz von 15.000 bis 40.000 Euro gegenüber. Umgerechnet auf 730 Stunden wären das nur 20,55 bis 54,79 Euro je abgedeckter Stunde. Das ist weniger als die Untergrenze der genannten Stundensätze. Ein solches Paket ist deshalb entweder deutlich rabattiert, oder es deckt nicht 24 Stunden Präsenz einer Schutzkraft ab. Häufig bedeutet Dauerschutz zum Beispiel Begleitung tagsüber und technische Absicherung nachts.

    Diese Rechnung ist keine Kritik an Monatspaketen. Checksec.de weist ausdrücklich darauf hin, dass langfristige Engagements oft günstiger sind. Sie zeigt aber, warum Sie bei jedem Pauschalangebot fragen müssen, wie viele Präsenzstunden pro Tag und wie viele Personen es tatsächlich enthält.

    Gut zu wissen: Auch der Tarif treibt die Kosten im Dauerschutz. Im allgemeinverbindlichen Entgelttarifvertrag für Berlin und Brandenburg gelten seit 01.01.2026 Zuschläge von 15 Prozent für Nachtarbeit zwischen 22 und 6 Uhr, 25 Prozent für Sonntage und 50 Prozent für Feiertage. Bei 24/7-Schutz fallen alle drei regelmäßig an.

    Die sechs Preisfaktoren im Personenschutz

    Warum kostet derselbe Auftrag bei zwei Anbietern unterschiedlich viel? Die Antwort liegt in sechs Faktoren, die sich gegenseitig verstärken. Wer sie kennt, kann Angebote realistisch einordnen und unnötige Leistungen vermeiden.

    1. Gefährdungsanalyse und Gefährdungsgrad

    Am Anfang jedes seriösen Auftrags steht eine Gefährdungsanalyse. Sie klärt, welche Bedrohung realistisch ist, von wem sie ausgeht und wo die Schutzperson im Alltag verwundbar ist. Je konkreter und ernster die Gefährdung, desto aufwendiger das Konzept und desto höher der Preis. Eine gute Analyse kann aber auch sparen: Sie verhindert, dass ein Team gebucht wird, wo eine Schutzkraft und klare Abläufe genügen.

    2. Qualifikation der Schutzkräfte

    Gesetzlich genügt für Wachpersonen im Personenschutz der Unterrichtungsnachweis nach § 34a GewO. Viele Anbieter setzen jedoch die IHK-Sachkundeprüfung als Mindeststandard. Personal mit Erfahrung aus Polizei, Militär oder internationalen Schutzdiensten kostet deutlich mehr, wie die Spanne von 150 bis 300 Euro pro Stunde zeigt.

    3. Teamgröße

    Eine Schutzkraft kann begleiten, aber nicht gleichzeitig vorausfahren, einen Ort prüfen und das Fahrzeug sichern. Bei höherer Gefährdung arbeiten deshalb Teams. Der Sprung vom Einzelsatz mit 600 bis 1.200 Euro zum Close-Protection-Team mit 2.000 bis 4.500 Euro pro Tag spiegelt genau diesen Mehraufwand wider.

    4. Fahrzeug, Reisen und Logistik

    Fahrzeuge, Kilometer, Übernachtungen und Reisezeit werden meist gesondert berechnet. Bei Reisen ins Ausland kommen Vorab-Aufklärung und Abstimmung mit lokalen Partnern hinzu. In Großstädten wie Berlin nennen Anbieter tendenziell höhere Sätze als in ländlichen Regionen.

    5. Bewaffnung

    Bewaffneter Personenschutz ist in Deutschland die Ausnahme. Er setzt eine waffenrechtliche Erlaubnis und eine passende Versicherung voraus. Im Berliner und Brandenburger Tarif erhalten Waffenträger zusätzlich 2,50 Euro pro Stunde. Hinzu kommen Schießtraining und Verwaltungsaufwand.

    6. Zeitpunkt, Dauer und Vorlauf

    Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit ist tariflich zuschlagspflichtig. Kurzfristige Aufträge ohne Vorlauf verteuern die Planung, weil Personal umdisponiert werden muss. Lange Einsätze sind dagegen oft günstiger pro Stunde, weil Einarbeitung und Planung nur einmal anfallen.

    Wer tiefer einsteigen möchte, ob sich professioneller Personenschutz lohnt, findet dazu einen eigenen Ratgeber mit Einsatzszenarien.

    Rechtsrahmen: was private Personenschützer dürfen

    Der Preis sagt wenig, wenn der Anbieter die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Personenschutz ist Bewachung von Leben und damit Bewachungsgewerbe im Sinne von § 34a der Gewerbeordnung. Wer ihn anbietet, braucht eine behördliche Erlaubnis. Voraussetzung sind Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine bestandene Sachkundeprüfung der Unternehmensleitung und eine Haftpflichtversicherung.

    Unterrichtung und Sachkundeprüfung

    Die einzelnen Schutzkräfte brauchen nach § 34a Abs. 1a GewO mindestens den Unterrichtungsnachweis. Die Unterrichtung umfasst nach § 6 der Bewachungsverordnung mindestens 40 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten und setzt Deutschkenntnisse auf Niveau B1 voraus. Eine Sachkundeprüfung schreibt das Gesetz für Wachpersonen nur bei bestimmten Tätigkeiten vor, etwa bei Kontrollgängen im öffentlichen Verkehrsraum, beim Schutz vor Ladendieben, beim Einlass in Diskotheken und in leitender Funktion bei Großveranstaltungen oder in Flüchtlingsunterkünften. Personenschutz ist in dieser Liste nicht eigens genannt. Die Sachkundeprüfung ist dort also ein Qualitätsmerkmal, keine gesetzliche Pflicht.

    Befugnisse: nur Jedermannsrechte

    Private Personenschützer haben keine hoheitlichen Befugnisse. Sie dürfen weder Personalien feststellen noch Platzverweise im öffentlichen Raum aussprechen. Sie handeln mit denselben Rechten wie jeder Bürger: Notwehr und Nothilfe nach § 32 StGB, rechtfertigender Notstand nach § 34 StGB und das vorläufige Festnahmerecht nach § 127 Abs. 1 StPO, wenn jemand auf frischer Tat betroffen wird. Ihr wichtigstes Werkzeug ist deshalb Prävention: Wege planen, Situationen früh erkennen und die Schutzperson aus einer Gefahr herausbringen.

    Waffen im Personenschutz

    Nach § 28 Abs. 1 des Waffengesetzes kann ein Bewachungsunternehmer ein Bedürfnis für Schusswaffen nachweisen, wenn Bewachungsaufträge sie zur Sicherung einer gefährdeten Person erfordern. Geführt werden dürfen die Waffen nur bei der Durchführung eines konkreten Auftrags. Die eingesetzten Wachpersonen müssen der Behörde vorher benannt werden, und die Haftpflichtversicherung muss die Risiken aus dem Waffengebrauch abdecken. Wer bewaffneten Schutz wünscht, sollte sich die Erlaubnis zeigen lassen.

    Versicherung und Nachweise

    § 14 der Bewachungsverordnung schreibt Mindestdeckungssummen je Schadensereignis vor: 1.000.000 Euro für Personenschäden, 250.000 Euro für Sachschäden, 15.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen und 12.500 Euro für reine Vermögensschäden. Jede Schutzkraft trägt nach § 18 BewachV einen Dienstausweis mit ihrer Bewacher-ID. Wie Sie die Bewacher-ID im Bewacherregister prüfen, erklärt ein eigener Ratgeber.

    Angebote vergleichen: Checkliste für Auftraggeber

    Ein guter Vergleich beginnt mit einer klaren Anfrage. Beschreiben Sie Anlass, Zeitraum, Orte, bekannte Gefährdungen und gewünschte Diskretion. Je genauer die Anfrage, desto genauer das Angebot. Prüfen Sie die eingehenden Angebote dann anhand der folgenden Punkte.

    • Gefährdungsanalyse: Ist eine Analyse vorgesehen, und ist sie im Preis enthalten oder separat ausgewiesen?
    • Stundenbasis: Wie viele Stunden umfasst ein Tagessatz, was kostet jede weitere Stunde?
    • Personal: Wie viele Schutzkräfte sind gleichzeitig im Einsatz, und welche Qualifikation haben sie?
    • Präsenz bei Dauerschutz: Wie viele Präsenzstunden pro Tag deckt eine Monatspauschale tatsächlich ab?
    • Nebenkosten: Fahrzeug, Kilometer, Reisezeit, Übernachtung und Verpflegung, jeweils mit Abrechnungsart.
    • Zuschläge: Wie werden Nacht, Sonntag und Feiertag berechnet?
    • Nachweise: Erlaubnis nach § 34a GewO, Versicherungsbestätigung mit den Summen nach § 14 BewachV, Dienstausweise mit Bewacher-ID.
    • Bewaffnung: Falls gewünscht, waffenrechtliche Erlaubnis und Versicherungsnachweis.
    • Vertraulichkeit: Verschwiegenheitsvereinbarung und Regeln zum Umgang mit Terminen und Bewegungsdaten.

    Vorsicht ist geboten, wenn ein Angebot weit unter den genannten Marktspannen liegt oder keine Nachweise enthält. Ein Stundensatz unter 50 Euro lässt bei Tariflöhnen, Zuschlägen, Versicherung, Ausfallzeiten und Planung wenig Spielraum für qualifiziertes Personal. Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit 01.01.2026 bei 13,90 Euro pro Stunde, der Berliner und Brandenburger Sicherheitstarif je nach Entgeltgruppe bei 15,15 bis 21,80 Euro. Dabei handelt es sich um Bruttolöhne der Beschäftigten, nicht um Preise für Auftraggeber.

    Für Unternehmen in Berlin und Brandenburg ist BPS Protect ein möglicher Ansprechpartner für Personenschutz. Ein Erstgespräch dient dazu, die Gefährdungslage zu klären und den tatsächlichen Bedarf festzulegen, bevor über Stunden und Personal gesprochen wird.

    Quellen

    • cesar-security.de: Personenschutz Kosten, Was ein Bodyguard kostet (2026)
    • fachleute24.de: Kosten Personenschutz, Kostenrichtwert 2026
    • helpster.de: Bodyguard, Kosten für den Tageseinsatz kalkulieren
    • checksec.de: Personenschutz, Bodyguard und Begleitschutz finden
    • trustlocal.de: Sicherheitsdienst Kosten, Preise und Leistungen 2026
    • Gewerbeordnung (GewO), § 34a und § 11b, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de
    • Bewachungsverordnung (BewachV), §§ 6, 14 und 18
    • Waffengesetz (WaffG), § 28
    • Strafgesetzbuch (StGB), §§ 32 und 34; Strafprozessordnung (StPO), § 127
    • Arbeitszeitgesetz (ArbZG), § 3
    • Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen in Berlin und Brandenburg vom 18.11.2025, allgemeinverbindlich, BDSW und ver.di
    • Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung, Bundesregierung

    Häufige Fragen

    Was kostet ein Bodyguard pro Stunde?

    Laut Marktangaben 2026 kostet ein Personenschützer meist 50 bis 160 Euro pro Stunde. Qualifiziertes Personal mit Sachkundeprüfung liegt bei 60 bis 120 Euro, Spezialisten für Executive Protection bei bis zu 300 Euro.

    Was kostet Personenschutz pro Tag?

    Ein Tageseinsatz einer Schutzkraft kostet laut Marktangaben 550 bis 1.600 Euro. Ein Team für hochgefährdete Personen liegt bei 2.000 bis 4.500 Euro pro Tag. Fragen Sie immer, wie viele Stunden der Tagessatz umfasst.

    Was kostet Personenschutz rund um die Uhr?

    Ein durchgehend besetzter Posten umfasst 730 Stunden im Monat. Zu 60 bis 120 Euro pro Stunde ergibt das 43.800 bis 87.600 Euro. Veröffentlichte Monatspakete von 15.000 bis 40.000 Euro decken meist weniger Präsenz ab.

    Dürfen private Personenschützer Waffen tragen?

    Nur mit waffenrechtlicher Erlaubnis. Nach § 28 WaffG muss der Bewachungsunternehmer das Bedürfnis für die Sicherung einer gefährdeten Person nachweisen. Geführt wird die Waffe nur während des konkreten Auftrags, die Wachperson muss vorher benannt sein.

    Welche Qualifikation muss ein Personenschützer haben?

    Gesetzlich genügt für Wachpersonen der Unterrichtungsnachweis nach § 34a GewO mit mindestens 40 Unterrichtsstunden. Viele Anbieter verlangen zusätzlich die IHK-Sachkundeprüfung sowie Erfahrung, Erste Hilfe und Fahrtraining.

    Wie viele Personenschützer braucht ein 24/7-Schutz?

    Rechnerisch 3,5 Personen pro durchgehend besetztem Posten, weil das Arbeitszeitgesetz im Schnitt höchstens 48 Stunden pro Woche erlaubt. Mit Urlaub, Krankheit und Schulung sind es in der Praxis deutlich mehr.

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