Kriminalstatistik 2025: 16 Großstädte im Vergleich für Gewerbe
Die Kriminalstatistik 2025 zeigt große Unterschiede zwischen den deutschen Großstädten. Beim schweren Diebstahl, zu dem die meisten Einbrüche zählen, lag Bremen 2025 mit 3.003,4 Fällen je 100.000 Einwohner vorn, Stuttgart mit 637,9 am Ende unserer 16 Städte. Der Bundesdurchschnitt betrug 873,5. Für Unternehmen und Immobilienverwalter heißt das: Der Standort entscheidet mit über das Risiko, aber eine einzelne Kennzahl erzählt nie die ganze Geschichte.
Für diesen Vergleich haben wir die Städtetabellen des Bundeskriminalamts für die Jahre 2019 bis 2025 ausgewertet. Berücksichtigt sind 16 Großstädte aus dem Einsatzgebiet von BPS Protect: Aachen, Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Köln, Magdeburg, München, Nürnberg, Oldenburg, Rostock und Stuttgart. Alle Werte beziehen sich auf das jeweilige Stadtgebiet.
Kriminalstatistik 2025: die Lage im Bund
Bundesweit registrierte die Polizei 2025 insgesamt 5.508.559 Straftaten. Das sind rechnerisch 5,6 % weniger als im Vorjahr mit 5.837.445 Fällen. Die Aufklärungsquote über alle Delikte lag bei 57,9 %. Auf 100.000 Einwohner kamen 6.591,0 Straftaten.
Für Gewerbeimmobilien ist eine Untergruppe besonders wichtig: der Diebstahl unter erschwerenden Umständen, kurz schwerer Diebstahl. Gemeint sind vor allem Taten, bei denen der Täter einbricht, einsteigt oder einen falschen Schlüssel benutzt. Bundesweit erfasste die Polizei 2025 davon 730.015 Fälle, das sind 873,5 je 100.000 Einwohner. Aufgeklärt wurden nur 16,1 %. Im Vergleich zu 2019 mit 796.891 Fällen ist der schwere Diebstahl rechnerisch um 8,4 % zurückgegangen.
Ein wichtiger Hinweis vorab: Die Städtetabelle des Bundeskriminalamts enthält nur ausgewählte Delikte. Den Einbruch in Büros, Werkstätten und Lager weist sie für keine Stadt gesondert aus, ebenso wenig den Diebstahl auf Baustellen. Der schwere Diebstahl ist deshalb der beste verfügbare Indikator für Städte. Er umfasst neben Firmen- und Wohnungseinbrüchen aber auch schwere Diebstähle aus Kellern, Autos oder von Fahrrädern.
Schwerer Diebstahl: 16 Großstädte im Vergleich
Gemessen an der Einwohnerzahl ist der schwere Diebstahl in Bremen am häufigsten. Dort kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 3.003,4 Fälle. Es folgen Berlin mit 2.526,9, Magdeburg mit 2.455,3 und Kiel mit 2.429,7. Am anderen Ende stehen München mit 688,8 und Stuttgart mit 637,9 Fällen je 100.000 Einwohner. Beide liegen damit sogar unter dem Bundesdurchschnitt.
Schwerer Diebstahl je 100.000 Einwohner 2025
Häufigkeitszahl 2025 auf Basis Zensus 2022. Rot: Bundeswert zum Vergleich.
Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert liegt fast der Faktor fünf. Das Mittelfeld ist dichter besetzt: Köln liegt bei 2.173,0, Düsseldorf bei 2.108,5, Frankfurt am Main bei 1.634,3 und Hamburg bei 1.539,8 Fällen je 100.000 Einwohner. In absoluten Zahlen dominiert Berlin mit 93.124 Fällen, gefolgt von Hamburg mit 28.680 und Köln mit 22.265.
Für die Bewertung eines konkreten Objekts ist die absolute Zahl oft weniger aussagekräftig als die Häufigkeitszahl. Eine Stadt mit vielen Einwohnern hat zwangsläufig mehr Fälle. Die Häufigkeitszahl macht Städte unterschiedlicher Größe vergleichbar, allerdings nur innerhalb eines Jahres. Dazu mehr im Abschnitt zu den Grenzen der Statistik.
Wohnungseinbruch, Sachbeschädigung, Graffiti: wer wo vorn liegt
Die Rangfolge ändert sich je nach Delikt deutlich. Wer ein gemischt genutztes Objekt verwaltet oder ein Firmengelände mit großer Außenfläche betreibt, sollte deshalb mehrere Kennzahlen betrachten.
Straftaten insgesamt: Frankfurt am Main führt mit 15.026,4 Straftaten je 100.000 Einwohner, vor Berlin mit 13.641,9 und Bremen mit 13.559,3. München hat mit 6.061,0 den niedrigsten Wert der 16 Städte.
Wohnungseinbruch: Berlin liegt mit 288,1 Fällen je 100.000 Einwohner vorn, vor Düsseldorf mit 249,1 und Köln mit 231,1. Der Bundeswert beträgt 99,2. München kommt auf 54,2.
Sachbeschädigung: Magdeburg hat mit 1.312,2 Fällen je 100.000 Einwohner den höchsten Wert, gefolgt von Berlin mit 1.212,7 und Rostock mit 1.177,7. Bundesweit sind es 652,4.
Graffiti: Rostock führt mit 433,5 Fällen je 100.000 Einwohner, vor Magdeburg mit 390,0 und Braunschweig mit 264,9. Bielefeld hat mit 100,1 den niedrigsten Wert unserer Auswahl.
Auffällig ist, dass sich Sachbeschädigung und schwerer Diebstahl nicht im Gleichschritt bewegen. Das Streudiagramm zeigt jede Stadt als Punkt. Magdeburg und Berlin liegen bei beiden Delikten weit oben. Bremen dagegen hat den höchsten Wert beim schweren Diebstahl, liegt bei der Sachbeschädigung mit 768,6 aber im Mittelfeld. Rostock zeigt das umgekehrte Muster: viel Sachbeschädigung, vergleichsweise wenig schwerer Diebstahl.
Sachbeschädigung und schwerer Diebstahl 2025 je 100.000 Einwohner
Jeder Punkt ist eine Stadt. Rechts oben liegen Städte, die bei beiden Delikten hoch belastet sind.
Für die Praxis bedeutet das: Ein Objekt in einer Stadt mit viel Sachbeschädigung braucht andere Antworten als eines in einer Stadt mit vielen Einbrüchen. Gegen Graffiti und Vandalismus helfen Beleuchtung, Videotechnik und regelmäßige Kontrollgänge. Gegen Einbruch helfen vor allem Mechanik, Alarmierung und eine schnelle Reaktion.
Auch innerhalb einer Stadt unterscheiden sich die Risiken stark. Ein Bürogebäude in der Innenstadt mit Publikumsverkehr am Tag ist anderen Gefahren ausgesetzt als eine Lagerhalle im Gewerbegebiet, die nachts und am Wochenende leer steht. Die Städtetabelle liefert dafür keine Werte nach Stadtteilen. Sie zeigt aber, welche Deliktgruppen in Ihrer Stadt überdurchschnittlich häufig sind, und damit, worauf Sie bei der Planung besonders achten sollten.
Entwicklung 2019 bis 2025: Gewinner und Verlierer
Für Zeitvergleiche nutzen wir Fallzahlen, keine Häufigkeitszahlen. Als Vergleichsjahr dient 2019, das letzte Jahr vor der Pandemie. Bundesweit ist der schwere Diebstahl in diesem Zeitraum rechnerisch um 8,4 % gesunken. In den Städten verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich.
Den stärksten Anstieg hatte Kiel: von 4.682 Fällen 2019 auf 6.139 Fälle 2025, rechnerisch ein Plus von 31,1 %. Auch Düsseldorf legte mit 28,1 % deutlich zu, von 10.186 auf 13.045 Fälle. Braunschweig (14,6 %), Bremen (14,1 %) und Nürnberg (12,2 %) verzeichneten ebenfalls zweistellige Zuwächse.
Deutlich gesunken ist der schwere Diebstahl dagegen in Aachen (−25,7 %), Oldenburg (−21,2 %) und Hamburg (−19,5 %). In Hamburg ging die Zahl von 35.621 auf 28.680 Fälle zurück. Berlin liegt mit einem Plus von 2,5 % und Köln mit 1,5 % nahe am Niveau von 2019.
Schwerer Diebstahl: Veränderung der Fallzahlen 2019 bis 2025
Eigene Berechnung aus den Fallzahlen 2019 und 2025. Fahren Sie über einen Balken für die Fallzahlen. Rot: Bund.
Stadt
Fälle 2019
Fälle 2025
Veränderung
Kiel
4.682
6.139
31,1 %
Düsseldorf
10.186
13.045
28,1 %
Braunschweig
2.802
3.210
14,6 %
Bremen
15.426
17.608
14,1 %
Nürnberg
4.621
5.185
12,2 %
Bielefeld
3.028
3.245
7,2 %
München
9.725
10.366
6,6 %
Berlin
90.850
93.124
2,5 %
Köln
21.933
22.265
1,5 %
Magdeburg
6.058
5.999
-1,0 %
Frankfurt a. M.
12.657
12.356
-2,4 %
Rostock
2.717
2.534
-6,7 %
Stuttgart
4.259
3.908
-8,2 %
Deutschland
796.891
730.015
-8,4 %
Hamburg
35.621
28.680
-19,5 %
Oldenburg
2.413
1.902
-21,2 %
Aachen
5.287
3.928
-25,7 %
Quelle: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern; Veränderung: eigene Berechnung aus den Fallzahlen
Beim Wohnungseinbruch sind die Ausschläge noch größer, teils aber auf kleiner Basis. Berlin verzeichnete 2025 mit 10.618 Fällen rechnerisch 33,3 % mehr als 2019. In Düsseldorf waren es 31,0 % mehr, in Frankfurt am Main 24,3 %. Rostock kommt sogar auf ein Plus von 76,1 %, allerdings von 88 auf 155 Fälle. In Kiel hat sich die Zahl mehr als halbiert (−54,9 %).
Aufklärungsquote: wo die Polizei häufiger Täter findet
Auch bei der Aufklärung des schweren Diebstahls liegen die Städte weit auseinander. Stuttgart erreichte 2025 eine Quote von 35,7 %, Nürnberg 28,1 %, Oldenburg 23,5 % und München 23,0 %. Am unteren Ende stehen Hamburg mit 9,2 % und Magdeburg mit 6,5 %. Berlin kommt auf 9,5 %. Bundesweit wurden 16,1 % der schweren Diebstähle aufgeklärt.
Eine niedrige Aufklärungsquote ist kein Urteil über die Arbeit der örtlichen Polizei. Sie hängt stark von der Art der Delikte ab. In Städten mit vielen Fahrrad- und Kellerdiebstählen fällt sie zwangsläufig niedriger aus, weil diese Taten selten Spuren hinterlassen. Für Unternehmen ist die Botschaft trotzdem klar: In den meisten Großstädten bleiben vier von fünf schweren Diebstählen ohne ermittelten Tatverdächtigen.
Gut zu wissen
Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist eine Ausgangsstatistik. Ein Fall erscheint erst, wenn die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen und die Akte an die Staatsanwaltschaft übergeben hat. Taten aus dem Dezember 2025 können deshalb erst in der Statistik für 2026 auftauchen.
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Im Städte-Explorer wählen Sie zuerst die Kennzahl: Häufigkeitszahl, Aufklärungsquote oder Fallzahlen 2019 und 2025. Danach wählen Sie das Delikt. Fahren Sie über einen Balken oder tippen Sie ihn an, dann sehen Sie alle Werte der Stadt mit Quelle.
BPS Protect · interaktive Infografik
Städte-Explorer: 16 Großstädte in der PKS 2025
Wählen Sie Kennzahl und Delikt. Jede Zahl stammt aus der Städtetabelle des Bundeskriminalamts.
3.003,4
höchster Wert: Bremen
schwerer Diebstahl je 100.000 Einw.
637,9
niedrigster Wert: Stuttgart
schwerer Diebstahl je 100.000 Einw.
873,5
Bundesdurchschnitt
schwerer Diebstahl je 100.000 Einw.
Ansicht:
Häufigkeitszahl 2025
Fälle je 100.000 Einwohner, Basis Zensus 2022. Nur innerhalb des Jahres 2025 vergleichen.
Hinter den Rangplätzen stehen sehr unterschiedliche Städte. Die folgenden Kurzporträts fassen für sieben Standorte zusammen, was die Städtetabelle 2025 zeigt. Alle Werte gelten für das Stadtgebiet.
Berlin: Mit 502.742 Straftaten ist Berlin in absoluten Zahlen mit Abstand die Nummer eins. Die Aufklärungsquote über alle Delikte lag bei 44,9 %. Beim schweren Diebstahl erfasste die Polizei 93.124 Fälle, nur 9,5 % wurden aufgeklärt. Beim Wohnungseinbruch hat Berlin mit 288,1 Fällen je 100.000 Einwohner den höchsten Wert der 16 Städte.
Hamburg: Die zweitgrößte Stadt kommt auf 208.538 Straftaten. Beim schweren Diebstahl ist Hamburg mit 28.680 Fällen und 1.539,8 Fällen je 100.000 Einwohner deutlich weniger belastet als Berlin. Die Aufklärungsquote beim schweren Diebstahl ist mit 9,2 % aber ähnlich niedrig.
Köln: 130.400 Straftaten, davon 22.265 schwere Diebstähle. Mit 2.173,0 Fällen je 100.000 Einwohner liegt Köln beim schweren Diebstahl auf Rang fünf, beim Wohnungseinbruch mit 231,1 auf Rang drei. Die Sachbeschädigung erreicht 10.454 Fälle.
Frankfurt am Main: Die Stadt hat mit 15.026,4 Straftaten je 100.000 Einwohner den höchsten Gesamtwert, aber mit 62,5 % auch eine hohe Aufklärungsquote. Beim schweren Diebstahl liegt Frankfurt mit 1.634,3 im Mittelfeld. Die 12.356 Fälle entsprechen fast genau dem Stand von 2019.
München: Mit 6.061,0 Straftaten je 100.000 Einwohner hat München den niedrigsten Gesamtwert und mit 65,5 % eine der höchsten Aufklärungsquoten. Beim schweren Diebstahl kommen 688,8 Fälle auf 100.000 Einwohner, aufgeklärt werden 23,0 %.
Kiel: Die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins fällt mit dem stärksten Anstieg beim schweren Diebstahl auf. 6.139 Fälle entsprechen 2.429,7 je 100.000 Einwohner, dem vierthöchsten Wert der Auswahl. Die Aufklärungsquote liegt mit 20,6 % über dem Bundesschnitt.
Bremen: Beim schweren Diebstahl hat die Stadt Bremen mit 17.608 Fällen und 3.003,4 je 100.000 Einwohner den höchsten Wert. Aufgeklärt wurden 11,6 %. Gleichzeitig ging der Wohnungseinbruch seit 2019 deutlich zurück, von 1.582 auf 1.002 Fälle.
Warum Städte-Rankings in die Irre führen können
Listen der „gefährlichsten Städte Deutschlands“ werden jedes Jahr nach Veröffentlichung der Kriminalstatistik verbreitet. Für eine seriöse Standortbewertung sollten Sie die folgenden Einschränkungen kennen.
Pendler und Besucher: Die Häufigkeitszahl teilt die Fälle durch die Einwohner. Wer in einer Stadt arbeitet, einkauft oder übernachtet, zählt nicht mit. Städte mit vielen Pendlern, Touristen und einem großen Verkehrsknoten wie Frankfurt am Main erscheinen dadurch stärker belastet.
Tatortprinzip: Erfasst wird der Ort der Tat. Ein Ladendiebstahl am Hauptbahnhof erhöht den Wert der Stadt, auch wenn der Täter von außerhalb kommt.
Zensus-Bruch: Ab dem Berichtsjahr 2025 beruhen die Häufigkeitszahlen der Städtetabelle auf dem Zensus 2022, vorher auf dem Zensus 2011. Das Bundeskriminalamt weist darauf hin, dass ein Vergleich mit den Vorjahren nur eingeschränkt möglich ist. Häufigkeitszahlen aus verschiedenen Jahren sollten Sie deshalb nicht nebeneinanderstellen.
Hellfeld: Die Statistik zählt nur angezeigte Taten. Unterschiede im Anzeigeverhalten und in der Kontrolltätigkeit der Polizei verändern die Zahlen.
Stadtgrenzen: Viele Städte sind von Speckgürteln umgeben, deren Zahlen in der Städtetabelle fehlen. Ein Gewerbegebiet direkt hinter der Stadtgrenze gehört statistisch zum Landkreis.
Eine Stadt mit hoher Häufigkeitszahl ist also nicht automatisch gefährlicher für Ihr Objekt. Umgekehrt schützt ein niedriger Wert nicht vor Einbrüchen in einem schlecht gesicherten Lager.
So nutzen Sie die Zahlen für Ihre Standortbewertung
Die Städtetabelle eignet sich gut als erster Filter. Sie zeigt, ob Ihr Standort beim schweren Diebstahl, beim Wohnungseinbruch oder bei Sachbeschädigung über oder unter dem Bundesschnitt liegt und wie sich die Fallzahlen seit 2019 entwickelt haben. Für eine echte Risikoanalyse braucht es mehr.
Lokale Berichte lesen. Viele Polizeipräsidien veröffentlichen eigene Jahresberichte mit feineren Kategorien, etwa zum Einbruch in Geschäftsräume oder zum Diebstahl auf Baustellen. Sie decken teils ein anderes Gebiet ab als die Stadt, zum Beispiel ein ganzes Präsidium mit Umland.
Das Umfeld prüfen. Lage im Gewerbegebiet, Beleuchtung, Sichtachsen, Zufahrten und Nachbarschaft sagen mehr über das Risiko eines Objekts als der Stadtdurchschnitt.
Die eigenen Werte kennen. Was lagert wo, und was würde ein Ausfall kosten? Daraus ergibt sich, wie viel Schutz angemessen ist.
Zeiten ohne Personal planen. Nächte, Wochenenden und Betriebsferien sind die Zeiten, in denen Technik und Bewachung zusammenspielen müssen.
Vergleichen Sie Häufigkeitszahlen nur innerhalb desselben Jahres und Fallzahlen über mehrere Jahre. So vermeiden Sie den häufigsten Fehler bei der Auswertung der PKS 2025: einen scheinbaren Anstieg oder Rückgang, der nur durch die neue Bevölkerungsbasis des Zensus 2022 entsteht.
Häufige Fragen zur Kriminalstatistik 2025
Wie viele Straftaten gab es 2025 in Deutschland?
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 weist bundesweit 5.508.559 Straftaten aus, rechnerisch 5,6 % weniger als 2024. Die Aufklärungsquote lag bei 57,9 %. Auf 100.000 Einwohner kamen 6.591,0 Straftaten.
Welche Großstadt hat die meisten Einbrüche je Einwohner?
Unter den 16 betrachteten Städten hatte Bremen 2025 beim schweren Diebstahl mit 3.003,4 Fällen je 100.000 Einwohner den höchsten Wert. Beim Wohnungseinbruch lag Berlin mit 288,1 Fällen je 100.000 Einwohner vorn.
Welche Großstadt ist laut Kriminalstatistik am sichersten?
München hatte 2025 mit 6.061,0 Straftaten je 100.000 Einwohner den niedrigsten Gesamtwert der 16 Städte. Beim schweren Diebstahl lag Stuttgart mit 637,9 Fällen je 100.000 Einwohner am niedrigsten, knapp vor München.
Kann ich die Häufigkeitszahl 2025 mit 2024 vergleichen?
Nur eingeschränkt. Die Städtetabelle 2025 rechnet mit Bevölkerungszahlen aus dem Zensus 2022, frühere Jahre mit dem Zensus 2011. Für Entwicklungen über mehrere Jahre sollten Sie deshalb die Fallzahlen verwenden.
Warum fehlen Zahlen zu Firmeneinbrüchen in der Städtetabelle?
Die Städtetabelle des Bundeskriminalamts enthält nur ausgewählte Delikte. Einbrüche in Büros, Werkstätten und Lager sowie Diebstähle auf Baustellen sind dort nicht gesondert ausgewiesen. Solche Zahlen finden sich teils in den Berichten der örtlichen Polizeipräsidien.
In welcher Stadt ist der schwere Diebstahl seit 2019 am stärksten gestiegen?
In Kiel stieg die Zahl von 4.682 Fällen 2019 auf 6.139 Fälle 2025, rechnerisch um 31,1 %. Düsseldorf folgt mit einem Plus von 28,1 %. Bundesweit ist der schwere Diebstahl im selben Zeitraum um 8,4 % gesunken.
Quellen
Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 bis 2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern, Fälle und Häufigkeitszahlen
Bundeskriminalamt: PKS 2025, Allgemeine Hinweise zur Polizeilichen Kriminalstatistik und Bundeslagebild
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