Kriminalität in Berlin: Einbrüche in Büros, Lager und Baustellen
Die Kriminalität in Berlin ist 2025 insgesamt gesunken, beim Einbruch zeigt sich aber ein geteiltes Bild. Die Polizei erfasste 502.742 Straftaten, rechnerisch 6,7 % weniger als im Vorjahr. Einbrüche in Büros, Werkstätten und Lager gingen seit 2019 um 41,3 % auf 1.740 Fälle zurück. Der Wohnungseinbruch stieg dagegen auf 10.618 Fälle, ein Plus von 24,5 % gegenüber 2024. Dazu kamen 1.512 Diebstähle auf Baustellen und 18.421 Kellereinbrüche. Aufgeklärt wird nur ein kleiner Teil.
Berlin hat statistisch einen Vorteil gegenüber anderen Großstädten: Die Stadt ist zugleich ein Bundesland. Deshalb liefert die Ländertabelle der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Berlin auch Werte, die es für andere Städte nicht gibt, etwa zu Einbrüchen in Firmenräume, zu Baustellen und zu Kellern. Wir haben die Tabellen des Bundeskriminalamts für 2019 bis 2025 ausgewertet. Veränderungen in Prozent sind eigene Berechnungen aus den Fallzahlen.
Kriminalität in Berlin 2025: die wichtigsten Zahlen
Insgesamt registrierte die Polizei in Berlin 2025 genau 502.742 Straftaten. Die Senatsverwaltung für Inneres spricht vom niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren, abgesehen vom Pandemiejahr 2021. Die Aufklärungsquote lag bei 44,9 %. Auf 100.000 Einwohner kamen 13.641,9 Straftaten, der zweithöchste Wert unter 16 deutschen Großstädten nach Frankfurt am Main.
Für Unternehmen, Bauherren und Hausverwaltungen sind vor allem die Einbruchs- und Diebstahlsdelikte relevant. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kennzahlen 2025 und die Entwicklung seit 2019.
Delikt (Berlin)
Fälle 2019
Fälle 2025
Veränderung
Aufklärung 2025
Büro, Fabrikation, Werkstatt, Lager (410*00)
2.966
1.740
−41,3 %
13,2 %
Baustellen, Neu- und Rohbauten (*45*00)
1.907
1.512
−20,7 %
9,3 %
Wohnungseinbruch (435*00)
7.965
10.618
+33,3 %
7,9 %
Keller, Dachböden, Waschküchen (440*00)
16.392
18.421
+12,4 %
3,8 %
Graffiti (899500)
10.051
7.598
−24,4 %
12,1 %
Sachbeschädigung (674000)
43.935
44.693
+1,7 %
21,7 %
Einbrüche in Büros, Werkstätten und Lager
Beim Einbruch in Firmenräume hat sich Berlin deutlich besser entwickelt als der Bund. 2019 erfasste die Polizei 2.966 schwere Diebstähle aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen. 2025 waren es 1.740. Das ist rechnerisch ein Rückgang um 41,3 %, bundesweit lag er bei 19,7 %. Gegenüber 2024 mit 1.706 Fällen ist die Zahl zuletzt allerdings wieder leicht gestiegen.
Gemessen an der Einwohnerzahl liegt Berlin bei Firmeneinbrüchen inzwischen sogar unter dem Bundesschnitt: 47,2 Fälle je 100.000 Einwohner gegenüber 58,2 bundesweit. Der weiter gefasste Wert für alle Diebstähle aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen, also einschließlich der Fälle ohne Einbruch, ging von 4.493 auf 2.417 Fälle zurück.
Die Kehrseite: Die Aufklärungsquote bei Firmeneinbrüchen lag in Berlin 2025 bei 13,2 %, bundesweit bei 20,1 %. Wer betroffen ist, kann also seltener als anderswo damit rechnen, dass der Täter ermittelt wird.
Berlin: Firmen-, Baustellen- und Wohnungseinbruch 2019 bis 2025
Erfasste Fälle inklusive Versuche. Berlin ist Land und Stadt zugleich, deshalb gibt es hier auch Werte für Firmen und Baustellen.
Büro, Werkstatt, Lager (410*00)
Baustellen, Neu- und Rohbauten (*45*00)
Wohnungseinbruch (435*00)
2019
2.966 Fälle
1.907 Fälle
7.965 Fälle
2020
2.802 Fälle
2.092 Fälle
7.070 Fälle
2021
2.120 Fälle
2.011 Fälle
4.984 Fälle
2022
2.061 Fälle
2.126 Fälle
6.155 Fälle
2023
2.050 Fälle
1.863 Fälle
8.323 Fälle
2024
1.706 Fälle
1.700 Fälle
8.529 Fälle
2025
1.740 Fälle
1.512 Fälle
10.618 Fälle
Quelle: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Länder (Berlin); Wohnungseinbruch: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern
Diebstahl auf Berliner Baustellen
Berlin ist eine Stadt mit vielen Baustellen, und Baustellen sind für Diebe attraktiv. Werkzeug, Baumaschinen, Kabel und Material liegen über Nacht oft ungesichert auf dem Gelände. 2025 erfasste die Polizei 1.512 Diebstähle aus Neu- und Rohbauten sowie Baustellen. Davon waren 985 schwere Diebstähle, also mit Einbruch in Container, Rohbauten oder abgeschlossene Bereiche.
Auch hier ist die Zahl seit 2019 gesunken, um rechnerisch 20,7 %. Die Aufklärungsquote ist aber besonders niedrig. Bei allen Baustellendiebstählen lag sie 2025 bei 9,3 %, beim schweren Diebstahl auf Baustellen bei 7,8 %. Nicht einmal jeder zehnte Fall wird also aufgeklärt. Für Bauherren und Bauunternehmen bedeutet das: Schutz entsteht vor allem durch Vorbeugung in den Stunden, in denen auf der Baustelle niemand arbeitet.
Bewährt haben sich verschließbare und massive Container, eine gute Beleuchtung der Lagerflächen, eine Einzäunung und das Einschließen von Werkzeug am Ende des Arbeitstags. In Bauphasen mit hohem Materialwert, etwa wenn Kupferleitungen, Haustechnik oder Fenster bereits eingebaut sind, ist eine Bewachung vor Ort oft die wirtschaftlichste Lösung.
Wohnungseinbruch: Berlin an der Spitze
Ganz anders verläuft die Entwicklung beim Wohnungseinbruch. 2025 erfasste die Polizei in Berlin 10.618 Fälle, so viele wie in keinem Jahr seit 2019. Gegenüber 2024 mit 8.529 Fällen ist das rechnerisch ein Anstieg um 24,5 %, gegenüber 2019 um 33,3 %. Der Tageswohnungseinbruch, also Einbrüche zwischen 6 und 21 Uhr, stieg von 3.485 auf 4.321 Fälle.
Mit 288,1 Wohnungseinbrüchen je 100.000 Einwohner hat Berlin den höchsten Wert unter 16 deutschen Großstädten. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 99,2. Aufgeklärt wurden in Berlin nur 7,9 % der Wohnungseinbrüche.
Für Gewerbetreibende ist das aus zwei Gründen relevant. Erstens befinden sich viele Büros, Praxen und Kanzleien in Wohnhäusern und teilen sich Hauseingang, Treppenhaus und Keller mit Wohnungen. Zweitens tragen Hausverwaltungen Verantwortung für die Sicherheit dieser gemeinsam genutzten Bereiche.
Kellereinbrüche: über 18.000 Fälle
Die höchste Fallzahl unter den Einbruchsdelikten haben in Berlin die Keller. 2025 erfasste die Polizei 18.421 schwere Diebstähle aus Boden- und Kellerräumen sowie Waschküchen. Das sind 499,9 Fälle je 100.000 Einwohner, bundesweit sind es 99,1. Gegenüber dem Höchststand 2024 mit 22.530 Fällen ist die Zahl rechnerisch um 18,2 % gesunken. Gegenüber 2019 liegt sie aber noch 12,4 % höher.
Kellereinbrüche in Berlin 2019 bis 2025
Erfasste Fälle inklusive Versuche, Land Berlin.
Schwerer Diebstahl aus Boden- und Kellerräumen (440*00)
2019
16.392 Fälle
2020
18.863 Fälle
2021
16.348 Fälle
2022
11.255 Fälle
2023
16.813 Fälle
2024
22.530 Fälle
2025
18.421 Fälle
Quelle: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Länder (Berlin)
Die Aufklärungsquote bei Kellereinbrüchen lag in Berlin 2025 bei nur 3,8 %. Das ist der niedrigste Wert aller hier betrachteten Delikte. Kellereinbrüche fallen oft erst Tage später auf, Spuren sind dann kaum noch zu sichern, und Zeugen gibt es selten. Für Hausverwaltungen großer Wohnanlagen ist der Keller damit einer der wichtigsten Ansatzpunkte für Prävention.
Gut zu wissen
Die Beratungsstelle Einbruchschutz beim Landeskriminalamt Berlin berät kostenlos zur Absicherung von Wohnungen, Häusern und Gewerberäumen. Zum Tag des Einbruchschutzes bietet die Polizei Berlin gemeinsam mit der Tischler-Innung außerdem Sonderaktionen an, bei denen auch Sicherheitsfachfirmen beraten.
Graffiti und Sachbeschädigung
Bei Graffiti hat Berlin mit 7.598 Fällen 2025 weiterhin die meisten Taten unter 16 deutschen Großstädten. Die Zahl ist seit 2019 aber rechnerisch um 24,4 % gesunken. Je 100.000 Einwohner sind es 206,2 Fälle, bundesweit 114,2. Die Sachbeschädigung insgesamt blieb mit 44.693 Fällen nahezu auf dem Niveau von 2019.
Wie teuer Vandalismus werden kann, zeigt das Beispiel der Berliner Verkehrsbetriebe. Laut einem Bericht der B.Z. gab die BVG 2025 rund 16,3 Millionen Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden und die Reinigung aus. Davon entfielen 1,2 Millionen Euro auf Graffiti und 3,4 Millionen Euro auf sonstige Vandalismusschäden. Für Eigentümer von Gewerbeimmobilien mit großen Fassaden, Tiefgaragen oder Lieferhöfen sind das keine fremden Probleme.
Berlin und Hamburg: zwei Stadtstaaten im Vergleich
Der naheliegende Vergleich für Berlin ist Hamburg. Beide Städte sind zugleich Bundesländer, für beide gibt es deshalb dieselben detaillierten Werte. Die Unterschiede sind deutlich.
Beim Firmeneinbruch liegen beide nah beieinander. Hamburg erfasste 2025 genau 1.104 Fälle, das sind 59,3 je 100.000 Einwohner und damit etwas mehr als in Berlin mit 47,2. Die Aufklärungsquote lag in Hamburg bei 15,9 %, in Berlin bei 13,2 %. Beim Wohnungseinbruch ist der Abstand dagegen groß: Hamburg kommt auf 152,3 Fälle je 100.000 Einwohner, Berlin auf 288,1. Während Hamburg seit 2019 einen Rückgang von 4.313 auf 2.837 Fälle verzeichnete, stieg die Zahl in Berlin deutlich an.
Bei Kellern ist Berlin mehr als dreimal so stark belastet wie Hamburg: 499,9 gegenüber 161,1 Fällen je 100.000 Einwohner. Auf Baustellen erfasste Hamburg 541 Diebstähle, Berlin 1.512. Die Aufklärungsquote bei Baustellen ist in Hamburg mit 6,7 % allerdings noch niedriger als in Berlin. Bei Graffiti hat Hamburg seit 2019 zugelegt, auf 3.594 Fälle, während Berlin einen Rückgang verzeichnet.
Der Vergleich zeigt: Auch zwei ähnlich große Städte unterscheiden sich je nach Objektart erheblich. Ein Sicherheitskonzept, das in Hamburg funktioniert, lässt sich nicht ungeprüft auf Berlin übertragen. In der Grafik weiter unten können Sie beide Städte für vier Objektarten selbst vergleichen.
Gaststätten, Leerstand und Hausfriedensbruch
Zwei weitere Delikte sind für Gewerbeimmobilien in Berlin wichtig. Bei Gaststätten, Kantinen und Hotels erfasste die Polizei 2025 genau 1.307 schwere Diebstähle. Das sind deutlich weniger als 2024 mit 1.942 Fällen. Die Aufklärungsquote lag bei 20,6 %.
Der Hausfriedensbruch blieb mit 8.297 Fällen fast genau auf dem Niveau von 2019 mit 8.294 Fällen. Er betrifft unter anderem leerstehende Gebäude, gesperrte Baustellen und Betriebsgelände, die nachts unbefugt betreten werden. Die Aufklärungsquote ist mit 80,7 % hoch, weil Täter häufig vor Ort angetroffen werden. Für Eigentümer zeigt das, wie wirksam Präsenz ist: Wer kontrolliert wird, wird auch erwischt. Leerstehende Objekte sollten deshalb verschlossen, beleuchtet und regelmäßig begangen werden, damit aus einem unbefugten Betreten kein Einbruch, keine Brandstiftung und kein Vandalismus wird.
Aufklärungsquoten im Vergleich mit dem Bund
Bei allen betrachteten Objektdelikten liegt die Aufklärungsquote in Berlin unter dem Bundeswert. Beim Firmeneinbruch sind es 13,2 % gegenüber 20,1 %, bei Baustellen 9,3 % gegenüber 11,7 % und beim Wohnungseinbruch 7,9 % gegenüber 14,1 %. Nur bei Graffiti liegt Berlin mit 12,1 % knapp über dem Bundeswert von 11,8 %.
Diese Quoten sind kein Urteil über die Arbeit der Polizei. Großstädte haben mehr anonyme Tatorte, mehr Durchgangsverkehr und mehr Taten, die erst spät bemerkt werden. Für Ihre Planung zählt aber das Ergebnis: Ein Schaden durch Einbruch wird in Berlin selten durch einen ermittelten Täter ausgeglichen.
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Berlin und Hamburg sind die beiden Stadtstaaten, für die es vollständige Werte zu Firmen, Baustellen und Kellern gibt. In der Grafik wählen Sie eine Objektart und vergleichen die Fallzahlen 2019 und 2025, die Aufklärungsquote und die Belastung je 100.000 Einwohner. Fahren Sie über einen Wert oder tippen Sie ihn an, um Zahl und Quelle zu sehen.
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Berlin, Hamburg und Bund im Vergleich
Wählen Sie eine Objektart und vergleichen Sie Fallzahlen, Aufklärung und Belastung der beiden größten Städte mit dem Bund.
1.740
Firmeneinbrüche 2025
Berlin, Büro, Werkstatt, Lager
1.512
Baustellendiebstähle 2025
Berlin, einfach und schwer
18.421
Kellereinbrüche 2025
Berlin
Ansicht:
Büro und Lager: Berlin, Hamburg und Bund (410*00)
Beide Stadtstaaten veröffentlichen über die Ländertabelle auch Werte, die es für andere Städte nicht gibt.
Fallzahlen
Umschalten zwischen 2019 und 2025.
Jahr:
Berlin
2.966
1.740
Hamburg
1.468
1.104
Aufklärungsquote 2025
Anteil der Fälle mit ermitteltem Tatverdächtigen.
Berlin
13,2 %
Hamburg
15,9 %
Deutschland
20,1 %
Fälle je 100.000 Einwohner 2025
Nur innerhalb von 2025 vergleichbar.
47,2
Berlin: je 100.000 Einw.
59,3
Hamburg: je 100.000 Einw.
58,2
Deutschland: je 100.000 Einw.
Quellen: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Länder; BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund. Veränderungen sind eigene Berechnungen.
Baustelle: Berlin, Hamburg und Bund (*45*00)
Beide Stadtstaaten veröffentlichen über die Ländertabelle auch Werte, die es für andere Städte nicht gibt.
Fallzahlen
Umschalten zwischen 2019 und 2025.
Jahr:
Berlin
1.907
1.512
Hamburg
716
541
Aufklärungsquote 2025
Anteil der Fälle mit ermitteltem Tatverdächtigen.
Berlin
9,3 %
Hamburg
6,7 %
Deutschland
11,7 %
Fälle je 100.000 Einwohner 2025
Nur innerhalb von 2025 vergleichbar.
41,0
Berlin: je 100.000 Einw.
29,0
Hamburg: je 100.000 Einw.
22,5
Deutschland: je 100.000 Einw.
Quellen: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Länder; BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund. Veränderungen sind eigene Berechnungen.
Keller: Berlin, Hamburg und Bund (440*00)
Beide Stadtstaaten veröffentlichen über die Ländertabelle auch Werte, die es für andere Städte nicht gibt.
Fallzahlen
Umschalten zwischen 2019 und 2025.
Jahr:
Berlin
16.392
18.421
Hamburg
3.436
3.001
Aufklärungsquote 2025
Anteil der Fälle mit ermitteltem Tatverdächtigen.
Berlin
3,8 %
Hamburg
4,3 %
Deutschland
8,4 %
Fälle je 100.000 Einwohner 2025
Nur innerhalb von 2025 vergleichbar.
499,9
Berlin: je 100.000 Einw.
161,1
Hamburg: je 100.000 Einw.
99,1
Deutschland: je 100.000 Einw.
Quellen: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Länder; BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund. Veränderungen sind eigene Berechnungen.
Graffiti: Berlin, Hamburg und Bund (899500)
Beide Stadtstaaten veröffentlichen über die Ländertabelle auch Werte, die es für andere Städte nicht gibt.
Fallzahlen
Umschalten zwischen 2019 und 2025.
Jahr:
Berlin
10.051
7.598
Hamburg
3.349
3.594
Aufklärungsquote 2025
Anteil der Fälle mit ermitteltem Tatverdächtigen.
Berlin
12,1 %
Hamburg
11,5 %
Deutschland
11,8 %
Fälle je 100.000 Einwohner 2025
Nur innerhalb von 2025 vergleichbar.
206,2
Berlin: je 100.000 Einw.
193,0
Hamburg: je 100.000 Einw.
114,2
Deutschland: je 100.000 Einw.
Quellen: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Länder; BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund. Veränderungen sind eigene Berechnungen.
Quellen: Bundeskriminalamt, PKS 2019 bis 2025, Tabelle 01 Länder (Berlin, Hamburg) · PKS 2025, Zeitreihe Bund Stand: 03.10.2026
Was Unternehmen und Verwalter in Berlin tun können
Aus den Berliner Zahlen lassen sich klare Schwerpunkte ableiten. Je nach Objekt ist die Gefahr eine andere.
Büros und Lager: Die Fallzahl ist stark gesunken. Aufgeklärt wird aber schon im Bundesschnitt nur jede fünfte Tat, in Berlin noch seltener. Eine Kombination aus mechanischer Sicherung, Einbruchmeldeanlage und schneller Intervention auf den Alarm bleibt der Standard.
Baustellen: Mehr als neun von zehn Taten bleiben unaufgeklärt. Planen Sie den Schutz für die Nächte und Wochenenden und besonders für die Phase, in der teure Technik schon eingebaut ist.
Wohn- und Geschäftshäuser: Wohnungseinbruch und Kellereinbruch sind die größten Fallzahlen. Gesicherte Hauseingänge, abschließbare Kellerzugänge, Beleuchtung und regelmäßige Kontrollgänge helfen.
Fassaden und Außenflächen: Graffiti ist rückläufig, aber in Berlin weiterhin häufiger als anderswo. Schnelle Entfernung und gute Beleuchtung senken das Risiko neuer Taten.
Eine Berliner Besonderheit sind die Gewerbehöfe und Hinterhäuser. Werkstätten, Ateliers, Büros und Lager liegen dort oft hinter einer Tordurchfahrt, die tagsüber offen steht und nachts von vielen Mietparteien genutzt wird. Für Täter ist das ideal: Sie sind von der Straße aus nicht zu sehen und haben mehrere Türen zur Auswahl. In solchen Objekten wirkt Schutz nur, wenn alle Parteien mitziehen. Ein gemeinsamer Schließplan, eine Beleuchtung des Hofs und ein abgestimmter Kontrollgang über das ganze Gelände bringen meist mehr als einzelne Maßnahmen jeder Mietpartei.
BPS Protect ist in Berlin und Brandenburg zu Hause. Wie wir Firmengelände, Wohnanlagen und Baustellen in der Hauptstadt schützen, beschreiben wir auf unserer Seite zum Objektschutz in Berlin. Einen Überblick über unsere Leistungen finden Sie unter Objektschutz für Unternehmen und Immobilien.
Tipp
Lesen Sie die Berliner Zahlen nach Objektart, nicht nur als Gesamtwert. Ein Rückgang der Firmeneinbrüche sagt nichts über Ihren Keller oder Ihre Baustelle. Erstellen Sie für jedes Objekt eine kurze Liste: Welche Bereiche sind gefährdet, wann ist niemand vor Ort, und wer reagiert, wenn ein Alarm ausgelöst wird?
So lesen Sie die Berliner Zahlen richtig
Land gleich Stadt: Die Werte zu Firmen, Baustellen und Kellern stammen aus der Ländertabelle. Für Berlin ist das Landesgebiet identisch mit der Stadt.
Hellfeld: Die PKS zählt nur angezeigte Taten. Gerade bei Kellern und kleineren Baustellendiebstählen ist nicht jede Tat bekannt.
Häufigkeitszahl: Die Werte je 100.000 Einwohner beruhen ab 2024 auf dem Zensus 2022 und sind laut Bundeskriminalamt nur eingeschränkt mit früheren Jahren vergleichbar. Für Entwicklungen verwenden wir Fallzahlen.
Kleine Abweichungen: Der Kurzbericht der Polizei Berlin und die Tabellen des Bundeskriminalamts können sich um einzelne Fälle unterscheiden, weil sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten erstellt werden.
Häufige Fragen zur Kriminalität in Berlin
Wie viele Straftaten gab es 2025 in Berlin?
Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für Berlin 2025 insgesamt 502.742 Straftaten aus, rechnerisch 6,7 % weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag bei 44,9 %.
Wie viele Einbrüche gab es 2025 in Berlin?
2025 erfasste die Polizei 10.618 Wohnungseinbrüche, 18.421 Einbrüche in Keller und Dachböden sowie 1.740 Einbrüche in Büro-, Werkstatt- und Lagerräume. Versuche sind in diesen Zahlen enthalten.
Wie hoch ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen in Berlin?
Beim Firmeneinbruch lag sie 2025 bei 13,2 %, beim Wohnungseinbruch bei 7,9 % und bei Kellereinbrüchen bei 3,8 %. Alle drei Werte liegen unter dem Bundesdurchschnitt.
Wie häufig sind Diebstähle auf Baustellen in Berlin?
2025 erfasste die Polizei 1.512 Diebstähle aus Neu- und Rohbauten sowie Baustellen, davon 985 schwere Diebstähle. Aufgeklärt wurden 9,3 % aller Fälle, also weniger als jeder zehnte.
Ist der Wohnungseinbruch in Berlin gestiegen?
Ja. Mit 10.618 Fällen lag er 2025 rechnerisch 24,5 % über dem Vorjahr und 33,3 % über 2019. Je 100.000 Einwohner sind es 288,1 Fälle, der höchste Wert unter 16 deutschen Großstädten.
Quellen
Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 bis 2025, Tabelle 01 Länder, Fälle und Häufigkeitszahlen (Berlin, Hamburg)
Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 bis 2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern
Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin: Pressemitteilung zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025
Polizei Berlin: Beratungsstelle Einbruchschutz beim Landeskriminalamt
B.Z.: Bericht zu Vandalismus- und Reinigungskosten der BVG 2025
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Berlin verzeichnete 2025 insgesamt 502.742 Straftaten und damit weniger als im Vorjahr. Einbrüche in Büros, Werkstätten und Lager sind seit 2019 um 41,3 % gesunken, der Wohnungs