Kriminalstatistik Frankfurt 2025: Einbruch in Gewerbe und Baustellen
Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main zählte 2025 genau 1.535 gewerbliche Einbruchdiebstähle und klärte 38,6 % davon auf. Wir zeigen die Zahlen für Büros, Gaststätten, Baus
Inhalt dieses Ratgebers
Die Objektschutz Kosten eines Unternehmens lassen sich nur sinnvoll bewerten, wenn Sie sie dem möglichen Schaden gegenüberstellen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) 2025 des Bundeskriminalamts gab es bundesweit 48.617 Fälle von schwerem Diebstahl in oder aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen. Die erfasste Schadenssumme lag bei 220.508.863 Euro. Auf der Kostenseite steht als belegbare Untergrenze der Tariflohn: In Berlin und Brandenburg gelten seit 1. Januar 2026 Stundenlöhne zwischen 15,15 Euro und 21,80 Euro. Das ist ein Lohn, kein Preis. Was eine Bewachung tatsächlich kostet, hängt vor allem vom Einsatzmodell ab.
Dieser Ratgeber ordnet beide Seiten der Rechnung ein. Sie erfahren, wie sich die Einbruchschäden auf Schadensklassen verteilen, welche Folgekosten die Statistik nicht abbildet und welche Faktoren den Preis einer Bewachung bestimmen. Am Ende steht kein pauschaler Rat, sondern ein Prüfschema, mit dem Sie Ihr eigenes Objekt einschätzen können.
Für Gewerbeobjekte ist in der PKS vor allem der Schlüssel 410*00 maßgeblich: schwerer Diebstahl in oder aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen. Gemeint sind Taten, bei denen Täter in Räume einbrechen, einsteigen oder mit falschen Schlüsseln eindringen. Laut BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund wurden dafür 48.617 Fälle registriert. Davon waren 30.395 Taten vollendet. 18.222 Fälle blieben im Versuch stecken.
Rechnerisch blieb damit mehr als jede dritte erfasste Tat in Büro, Werkstatt oder Lager im Versuch stecken, genau 37,5 Prozent (eigene Rechnung: 18.222 von 48.617). Dieser Anteil ist für die Kostenfrage wichtig. Ein abgebrochener Versuch hinterlässt in der Regel keinen Beuteschaden, wohl aber beschädigte Türen, Tore oder Fenster.
Die erfasste Schadenssumme für diesen Deliktsbereich betrug 2025 genau 220.508.863 Euro (BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund). Sie umfasst den Wert des erlangten Gutes. Folgeschäden wie Betriebsunterbrechung, Reparaturen oder verlorene Daten sind darin nicht enthalten.
Auch andere gewerblich relevante Objekte tauchen in der Schadenstabelle auf. Auf Neu- und Rohbauten, also überwiegend auf Baustellen, zählte die PKS 2025 beim Diebstahl insgesamt 18.823 Fälle mit einer Schadenssumme von 78.134.709 Euro. Davon entfielen auf den schweren Diebstahl 10.951 Fälle und 53.481.902 Euro. In Gaststätten, Kantinen, Hotels und Pensionen waren es 11.117 Fälle und 17.157.798 Euro. Keller, Böden und Waschküchen kamen auf 82.791 Fälle und 60.312.180 Euro. Der Wohnungseinbruchdiebstahl lag bei 82.920 Fällen und einer Schadenssumme von 378.270.461 Euro.
| Objektart (PKS-Schlüssel) | Fälle 2025 | davon vollendet | davon versucht | Schadenssumme in Euro | Aufklärungsquote |
|---|---|---|---|---|---|
| Büro, Fabrikation, Werkstatt, Lager (410*00) | 48.617 | 30.395 | 18.222 | 220.508.863 | 20,1 % |
| Gaststätten, Kantinen, Hotels, Pensionen (415*00) | 11.117 | 7.725 | 3.392 | 17.157.798 | 27,4 % |
| Neu- und Rohbauten, schwerer Diebstahl (445*00) | 10.951 | 9.054 | 1.897 | 53.481.902 | 11,3 % |
| Neu- und Rohbauten, Diebstahl insgesamt (*45*00) | 18.823 | 16.632 | 2.191 | 78.134.709 | 11,7 % |
| Boden, Keller, Waschküche (440*00) | 82.791 | 55.098 | 27.693 | 60.312.180 | 8,4 % |
| Wohnungseinbruchdiebstahl (435*00) | 82.920 | 45.671 | 37.249 | 378.270.461 | 14,1 % |
Quelle: BKA, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Tabelle 07 Bund (Straftaten nach Schadenshöhe) und Tabelle 01 Zeitreihe Bund Fälle (Aufklärungsquote).
Das folgende Diagramm stellt die erfassten Schadenssummen der vier wichtigsten Objektarten nebeneinander. Der Wohnungseinbruch führt mit 378.270.461 Euro. Danach folgen Büro, Werkstatt und Lager mit 220.508.863 Euro, Baustellen mit 78.134.709 Euro und Keller mit 60.312.180 Euro.
| Schadenssumme 2025 | |
|---|---|
| Wohnungseinbruch | 378.270.461 Euro |
| Büro, Werkstatt, Lager | 220.508.863 Euro |
| Baustellen (Diebstahl insgesamt) | 78.134.709 Euro |
| Keller, Boden, Waschküche | 60.312.180 Euro |
Für Unternehmen ist der zweite Balken entscheidend. Der Deliktsbereich Büro, Werkstatt und Lager hat nur gut halb so viele Fälle wie der Wohnungseinbruch, erreicht aber rund 58 Prozent von dessen Schadenssumme (eigene Rechnung). Dort lagern Werkzeuge, Maschinen, Rohstoffe, Ware und IT. Das macht einzelne Taten teuer.
Eine Summe allein sagt wenig über das Risiko eines einzelnen Betriebs. Aufschlussreicher ist die Verteilung auf die Schadensklassen. Die PKS ordnet jede vollendete Tat einer von neun Klassen zu. Für Büro, Werkstatt und Lager sah das 2025 laut BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund so aus:
Die größte Einzelklasse ist der Bereich von 500 bis unter 2.500 Euro mit 9.137 Fällen. Das sind rechnerisch 30,1 Prozent aller vollendeten Taten (eigene Rechnung). Zusammen 5.942 Fälle, also 19,5 Prozent, lagen bei 5.000 Euro und mehr. Gleichzeitig blieben 40,5 Prozent unter 500 Euro (jeweils eigene Rechnung auf Basis von 30.395 vollendeten Fällen).
Auf Baustellen verschiebt sich das Bild nach oben. Beim schweren Diebstahl aus Neu- und Rohbauten zählte die PKS 2025 in der Klasse 500 bis unter 2.500 Euro 2.841 Fälle, von 5.000 bis unter 25.000 Euro 2.273 Fälle, von 25.000 bis unter 50.000 Euro 297 Fälle und ab 50.000 Euro 144 Fälle. In den unteren Klassen standen 663, 98, 867 und 634 Fälle, dazu 1.237 Fälle zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Damit erreichten 30,0 Prozent der vollendeten Baustellendiebstähle mindestens 5.000 Euro (eigene Rechnung: 2.714 von 9.054). Kabel, Baumaschinen und Material sind schnell verladen und schwer wiederzufinden.
| Büro, Werkstatt, Lager (410*00) | Neu- und Rohbauten, Baustellen (445*00) | |
|---|---|---|
| 1–15 € | 3.199 Fälle | 663 Fälle |
| 15–50 € | 1.184 Fälle | 98 Fälle |
| 50–250 € | 4.970 Fälle | 867 Fälle |
| 250–500 € | 2.949 Fälle | 634 Fälle |
| 500–2.500 € | 9.137 Fälle | 2.841 Fälle |
| 2.500–5.000 € | 3.014 Fälle | 1.237 Fälle |
| 5.000–25.000 € | 4.253 Fälle | 2.273 Fälle |
| 25.000–50.000 € | 879 Fälle | 297 Fälle |
| ab 50.000 € | 810 Fälle | 144 Fälle |
Teilt man die Schadenssumme durch die vollendeten Fälle, ergibt sich für Büro, Werkstatt und Lager ein rechnerischer Durchschnitt von rund 7.255 Euro je Tat (eigene Rechnung: 220.508.863 Euro geteilt durch 30.395 Fälle). Für den schweren Diebstahl auf Baustellen sind es rund 5.907 Euro, für Gaststätten und Hotels rund 2.221 Euro, für Keller rund 1.095 Euro (jeweils eigene Rechnung).
Dieser Mittelwert beschreibt jedoch kaum einen realen Fall. Er wird von wenigen Großschäden nach oben gezogen. Allein die 810 Taten ab 50.000 Euro stehen für mindestens 40,5 Millionen Euro (rechnerisch 810 mal 50.000 Euro als Untergrenze). Das sind mindestens 18,4 Prozent der gesamten Schadenssumme, verursacht von nur 2,7 Prozent der vollendeten Fälle (eigene Rechnung). Für Ihre Planung heißt das: Der typische Fall ist überschaubar, das Risiko liegt in den seltenen schweren Fällen.
Die unterste Klasse von 1 bis unter 15 Euro enthält 3.199 Fälle. Das sind nicht unbedingt Bagatellen. Bei unbekanntem Schaden erfasst die Polizei einen symbolischen Schaden von 1 Euro, so erläutert es das BKA zur Tabelle 07 der PKS. Wenn zum Zeitpunkt der Erfassung noch nicht feststeht, was fehlt, landet die Tat also in der niedrigsten Klasse. Die echte Schadenssumme liegt deshalb eher über den ausgewiesenen Werten.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Die Zahl der Einbrüche in Büro, Werkstatt und Lager ist über mehrere Jahre gesunken. Laut BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund Fälle wurden 2019 noch 60.551 Fälle registriert. 2020 waren es 55.414, 2021 nur 43.684. Danach stiegen die Zahlen wieder auf 48.057 im Jahr 2022, 52.686 im Jahr 2023 und 52.080 im Jahr 2024. 2025 lag der Wert bei 48.617.
Die Pandemiejahre 2020 und 2021 sind für Vergleiche wenig geeignet. Geschlossene Betriebe, Homeoffice und Kontaktbeschränkungen haben die Tatgelegenheiten verändert. Aussagekräftiger ist der Vergleich 2019 gegen 2025: Rechnerisch ging die Fallzahl um 19,7 Prozent zurück (eigene Rechnung). Beim schweren Diebstahl auf Baustellen sank sie von 13.852 auf 10.951 Fälle, ein Minus von 20,9 Prozent. Bei Gaststätten, Kantinen und Hotels ging es von 16.452 auf 11.117 Fälle zurück, minus 32,4 Prozent (jeweils eigene Rechnung).
Die Aufklärungsquote beim Einbruch in Büro, Werkstatt und Lager lag 2025 bei 20,1 Prozent (BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund). 2019 waren es 18,8 Prozent, 2024 19,7 Prozent. Auf Baustellen ist die Quote noch niedriger: 11,3 Prozent beim schweren Diebstahl und 11,7 Prozent beim Diebstahl insgesamt. Für Keller, Böden und Waschküchen lag sie bei 8,4 Prozent.
Eine aufgeklärte Tat bedeutet nicht, dass die Beute zurückkommt. Die Aufklärungsquote misst, ob ein Tatverdächtiger ermittelt wurde. Für Ihr Unternehmen folgt daraus: Der Schaden bleibt in den meisten Fällen am Betrieb oder an der Versicherung hängen. Prävention ist der wirtschaftlich größere Hebel als die Strafverfolgung.
Die Tatortverteilung zeigt, wo Gewerbeeinbrüche stattfinden. Laut BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Tatortverteilung lagen 30,1 Prozent der Fälle im Schlüssel 410*00 in Gemeinden unter 20.000 Einwohnern. 27,8 Prozent entfielen auf Gemeinden mit 20.000 bis unter 100.000 Einwohnern, 19,9 Prozent auf Städte von 100.000 bis unter 500.000 und 22,2 Prozent auf Großstädte ab 500.000 Einwohnern. Gewerbegebiete am Ortsrand mit wenig nächtlicher Belebung sind also ebenso betroffen wie Innenstadtlagen.
In der folgenden interaktiven Grafik können Sie zwischen den Objektarten Büro/Lager, Baustelle, Keller und Wohnung wechseln. Die Balken zeigen, wie viele vollendete Taten 2025 in welche Schadensklasse fielen. Die Kennzahlen darüber fassen die wichtigsten Werte zusammen: 220.508.863 Euro Schadenssumme bei Büro und Lager, 18.222 Versuche von 48.617 Fällen, eine Aufklärungsquote von 20,1 Prozent und den Tarif-Stundenlohn von 15,15 bis 21,80 Euro in Berlin und Brandenburg.
48.617 erfasste Fälle, davon 30.395 vollendet und 18.222 versucht. Schadenssumme 220.508.863 Euro.
Quelle: BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund. Fälle mit unbekanntem Schaden stehen mit 1 Euro in der untersten Klasse.
10.951 erfasste Fälle, davon 9.054 vollendet und 1.897 versucht. Schadenssumme 53.481.902 Euro.
Quelle: BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund. Fälle mit unbekanntem Schaden stehen mit 1 Euro in der untersten Klasse.
82.791 erfasste Fälle, davon 55.098 vollendet und 27.693 versucht. Schadenssumme 60.312.180 Euro.
Quelle: BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund. Fälle mit unbekanntem Schaden stehen mit 1 Euro in der untersten Klasse.
82.920 erfasste Fälle, davon 45.671 vollendet und 37.249 versucht. Schadenssumme 378.270.461 Euro.
Quelle: BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund. Fälle mit unbekanntem Schaden stehen mit 1 Euro in der untersten Klasse.
Büro/Lager: Fälle nach Schadenshöhe 2025
| Wert | |
|---|---|
| 1–15 € | 3.199 |
| 15–50 € | 1.184 |
| 50–250 € | 4.970 |
| 250–500 € | 2.949 |
| 500–2.500 € | 9.137 |
| 2.500–5.000 € | 3.014 |
| 5.000–25.000 € | 4.253 |
| 25.000–50.000 € | 879 |
| ab 50.000 € | 810 |
Baustelle: Fälle nach Schadenshöhe 2025
| Wert | |
|---|---|
| 1–15 € | 663 |
| 15–50 € | 98 |
| 50–250 € | 867 |
| 250–500 € | 634 |
| 500–2.500 € | 2.841 |
| 2.500–5.000 € | 1.237 |
| 5.000–25.000 € | 2.273 |
| 25.000–50.000 € | 297 |
| ab 50.000 € | 144 |
Keller: Fälle nach Schadenshöhe 2025
| Wert | |
|---|---|
| 1–15 € | 10.258 |
| 15–50 € | 3.154 |
| 50–250 € | 11.296 |
| 250–500 € | 6.662 |
| 500–2.500 € | 16.708 |
| 2.500–5.000 € | 4.889 |
| 5.000–25.000 € | 2.060 |
| 25.000–50.000 € | 42 |
| ab 50.000 € | 29 |
Wohnung: Fälle nach Schadenshöhe 2025
| Wert | |
|---|---|
| 1–15 € | 4.749 |
| 15–50 € | 828 |
| 50–250 € | 5.322 |
| 250–500 € | 3.263 |
| 500–2.500 € | 13.127 |
| 2.500–5.000 € | 5.421 |
| 5.000–25.000 € | 9.633 |
| 25.000–50.000 € | 1.895 |
| ab 50.000 € | 1.433 |
Quellen: BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund und Zeitreihe Bund · Senatsverwaltung für Arbeit Berlin, Pressemitteilung vom 22.07.2026
Zur Einordnung der Ansichten Keller und Wohnung: Im Keller fallen die meisten der 55.098 vollendeten Taten in kleine Klassen. 16.708 Fälle lagen zwischen 500 und unter 2.500 Euro, nur 42 zwischen 25.000 und unter 50.000 Euro und 29 ab 50.000 Euro. Beim Wohnungseinbruch zählte die PKS 2025 dagegen 9.633 Fälle zwischen 5.000 und unter 25.000 Euro, 1.895 zwischen 25.000 und unter 50.000 Euro und 1.433 ab 50.000 Euro (BKA, PKS 2025, Tabelle 07 Bund).
Auf der Kostenseite gibt es keinen Listenpreis. Belegbar ist die Untergrenze der Personalkosten. Laut Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung vom 22.07.2026 ist der Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen in Berlin und Brandenburg allgemeinverbindlich. Er sieht ab 1. Januar 2026 Stundenlöhne zwischen 15,15 Euro und 21,80 Euro vor. Ab 1. Januar 2027 steigen sie auf 15,70 Euro bis 22,65 Euro.
Diese Beträge sind Löhne, die eine Sicherheitskraft brutto erhält. Ein Angebotspreis liegt zwangsläufig darüber. Er enthält zusätzlich Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag, die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Ausfallzeiten durch Urlaub und Krankheit, Ausbildung und Unterweisung, Einsatzleitung, Dienstplanung, Versicherung und Verwaltung. Wer einen Stundenpreis nahe am Tariflohn sieht, sollte genau nachfragen, wie der Anbieter diese Posten deckt. Einen vertieften Überblick über die Preisbildung gibt unser Ratgeber zu den Kosten eines Sicherheitsdienstes pro Stunde.
1. Stunden pro Woche. Der stärkste Treiber ist die Zeit, in der jemand vor Ort ist. Eine Woche hat 168 Stunden. Wer ein Objekt rund um die Uhr besetzen will, braucht laut B.O.S. Franken Security rechnerisch etwa vier bis fünf Vollzeitkräfte, weil Schichtwechsel, Urlaub und Krankheit abgedeckt sein müssen. Eine reine Nachtbesetzung oder eine Besetzung nur am Wochenende senkt den Bedarf entsprechend.
2. Lage der Einsatzzeiten. Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden sind teurer als Tagesstunden an Werktagen, weil tarifliche Zuschläge anfallen. Gerade Gewerbeobjekte sind aber nachts und am Wochenende leer. Genau dann ist das Risiko am höchsten.
3. Einsatzmodell. Ein Festposten, ein Revierdienst und eine Alarmverfolgung werden unterschiedlich abgerechnet. Laut bsg24.bayern macht die Besetzungsform den größten Unterschied, nicht der Stundensatz. Dauerbesetzung wird nach Stunden kalkuliert, Revierdienst nach Zahl der Kontrollgänge, Alarmverfolgung als Bereitschaft plus Einsatz.
4. Qualifikation. Bewachung ist ein erlaubnispflichtiges Gewerbe nach § 34a Gewerbeordnung. Je nach Aufgabe genügt eine Unterrichtung oder es ist eine Sachkundeprüfung erforderlich. Geprüfte Schutz- und Sicherheitskräfte, Diensthundeführer oder Kräfte mit Zusatzaufgaben wie Empfang und Zutrittskontrolle liegen in höheren Lohngruppen. Das erklärt die Spanne von 15,15 Euro bis 21,80 Euro im Berliner Tarif.
5. Kombination mit Technik. Alarmanlage, Videoüberwachung und Aufschaltung auf eine Notruf- und Serviceleitstelle verursachen eigene Kosten. Sie können aber Personalstunden ersetzen. Laut B.O.S. Franken Security genügt nachts oft eine aufgeschaltete Alarmanlage mit einem Revierdienst, der mehrere Kontrollen pro Nacht fährt.
Tipp: Bitten Sie Anbieter, das Angebot nach Stunden, Zuschlägen und Zusatzleistungen aufzuschlüsseln. Fragen Sie außerdem, welche Lohngruppe eingeplant ist und wer Vertretungen bei Krankheit stellt. Nur so lassen sich Angebote mit unterschiedlichen Modellen vergleichen.
Welches Modell zu Ihrem Objekt passt, hängt vom Risiko und von den Aufgaben ab. Die drei Grundformen unterscheiden sich vor allem in der Präsenz und in der Art der Abrechnung. Die folgende Übersicht fasst die Unterschiede qualitativ zusammen, auf Grundlage der Beschreibungen von B.O.S. Franken Security, bsg24.bayern, security.de und MSS Security.
| Merkmal | Festposten / stationärer Objektschutz | Revier- und Streifendienst | Alarmverfolgung / Intervention |
|---|---|---|---|
| Präsenz | durchgehend während der vereinbarten Zeit | mehrere Kontrollen zu wechselnden Zeiten | nur nach Auslösung der Alarmanlage |
| Abrechnungsgrundlage | jede besetzte Stunde | Zahl der Kontrollgänge, geteilte Tour | Bereitschaft plus Betrag je Einsatz |
| Stärke | sofortige Reaktion, Zutritts- und Lieferkontrolle | sichtbare, unberechenbare Präsenz bei geteilten Kosten | gezielte Reaktion auf ein konkretes Ereignis |
| Grenze | höchster Personalbedarf je Objekt | zwischen zwei Kontrollen ist niemand vor Ort | Fehlalarme verursachen zusätzliche Einsätze |
| Typischer Einsatz | hohe Sachwerte, Publikumsverkehr, mehrere Mieter | Gewerbeparks nach Betriebsschluss, Baustellen nachts | Objekte mit aufgeschalteter Einbruchmeldeanlage |
Quelle: eigene Zusammenstellung nach B.O.S. Franken Security, bsg24.bayern, security.de und MSS Security (qualitative Angaben, keine Preise).
B.O.S. Franken Security nennt mehrere Fälle, in denen sich eine Nachtbesetzung lohnt: hohe Sachwerte oder sensible Daten im Haus, Publikumsverkehr bis in den Abend oder mehrere Mieter im Gebäude. Entscheidend seien Risikolage, Reaktionszeit im Alarmfall und Vorgaben des Versicherers. Ein Festposten kann zudem Aufgaben übernehmen, die keine Technik leistet, etwa Besucher und Lieferungen kontrollieren oder bei einem Vorfall ohne Verzögerung handeln.
Revierdienst rechnet sich laut security.de, solange niemand dauerhaft vor Ort sein muss, etwa in Gewerbeparks nach Betriebsschluss, auf Baustellen in der Nacht oder in kommunalen Liegenschaften am Wochenende. Wechselnde Zeiten und Routen sind dabei Absicht, denn eine berechenbare Runde lässt sich abwarten. Teilen sich mehrere Betriebe eine Tour, sinkt der Preis je Objekt deutlich. bsg24.bayern empfiehlt deshalb, Nachbarbetriebe auf eine gemeinsame Anfrage anzusprechen.
Bei der Alarmverfolgung zahlen Sie eine Bereitschaft und den einzelnen Einsatz. Wer viele Fehlalarme hat, zahlt laut bsg24.bayern spürbar mehr. Klären Sie deshalb vor Vertragsschluss, wer die Kosten für Fehlalarme trägt. Häufig ist die Kombination die beste Antwort: Kontrollgang als Regel, Technik auf der Fläche und Intervention bei Alarm. Wie ein solches Konzept für Ihre Liegenschaft aussehen kann, zeigt die Seite zum Objektschutz für Gewerbeimmobilien.
Ob sich Bewachung rechnet, lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Sie können die Frage aber strukturieren. Dazu stellen Sie die laufenden Schutzkosten dem erwarteten Schaden gegenüber, und zwar nicht nur dem Beuteschaden.
Ein Rechenbeispiel zeigt, warum die Besetzungsform so stark wirkt. Eine durchgehend besetzte Stelle umfasst 168 Stunden pro Woche. Multipliziert mit dem niedrigsten Berliner Tarifstundenlohn von 15,15 Euro ergibt das 2.545,20 Euro reinen Bruttolohn pro Woche (eigene Rechnung). Das ist ausdrücklich kein Preis. Zuschläge, Arbeitgeberanteile, Ausfallzeiten, Einsatzleitung und Gemeinkosten kommen hinzu. Die Rechnung zeigt nur die Größenordnung, die schon allein der Lohn für einen Posten rund um die Uhr erreicht.
Stellen Sie dem den rechnerischen Durchschnittsschaden von rund 7.255 Euro je vollendetem Einbruch in Büro, Werkstatt und Lager gegenüber (eigene Rechnung auf Basis der PKS 2025). Dann wird klar: Für ein Objekt mit durchschnittlichem Risiko ist ein Festposten rund um die Uhr selten die wirtschaftliche Antwort. Für ein Objekt mit hohen Werten sieht es anders aus. Die PKS 2025 weist 810 Fälle ab 50.000 Euro und 879 Fälle zwischen 25.000 und unter 50.000 Euro aus. In solchen Fällen und bei kritischen Abläufen kann eine dauerhafte Präsenz ihren Preis wert sein.
Die Schadenssumme der PKS umfasst Beute und Sachwerte. Sie enthält keine Folgeschäden wie Betriebsunterbrechung. Für Unternehmen sind diese oft der größere Posten. Fehlt nach einem Einbruch eine Maschine, ein Server oder die Ware für einen Liefertermin, stehen Abläufe still. Dazu kommen Reparaturen an Türen, Toren und Fenstern, Aufwand für Inventur, Anzeige und Versicherungsabwicklung sowie gegebenenfalls Vertragsstrafen gegenüber Kunden. Auch der abgebrochene Versuch, 2025 in 18.222 Fällen bei Büro, Werkstatt und Lager, verursacht Reparaturkosten.
Belastbare amtliche Zahlen zu diesen Folgekosten liegen nicht vor. Deshalb sollten Sie sie selbst schätzen: Was kostet ein Tag Stillstand in Ihrem Betrieb? Wie lange dauert die Wiederbeschaffung kritischer Geräte? Diese Werte bestimmen den wahren Schaden oft stärker als die PKS-Durchschnitte.
Eine Einbruchdiebstahlversicherung für Gewerbe deckt viele Sachschäden ab. Versicherer knüpfen die Deckung aber häufig an Sicherungsauflagen, etwa an mechanische Sicherungen, Einbruchmeldeanlagen oder bestimmte Bewachungsleistungen. Laut B.O.S. Franken Security gehören die Vorgaben des Versicherers zu den Kriterien, ob eine Nachtbesetzung nötig ist. Klären Sie mit Ihrem Versicherer, welche Maßnahmen gefordert sind und ob eine Bewachung oder Aufschaltung die Konditionen beeinflusst. Diese Einordnung ersetzt keine Prüfung Ihres Vertrags.
Die PKS ist die wichtigste amtliche Quelle zu Einbrüchen. Sie hat aber Grenzen, die Sie bei jeder Kosten-Nutzen-Rechnung kennen sollten.
Die PKS bildet nur das Hellfeld ab, also Taten, die der Polizei bekannt geworden sind. Nicht angezeigte Einbrüche fehlen. Sie folgt dem Tatortprinzip: Gezählt wird dort, wo die Tat geschah, nicht dort, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Die Schadenssumme umfasst keine Folgeschäden, und unbekannte Schäden gehen mit symbolisch 1 Euro in die Statistik ein.
Bei Häufigkeitszahlen, also Fällen je 100.000 Einwohner, ist Vorsicht geboten. Die Werte für 2025 beruhen auf dem Zensus 2022, frühere Jahre auf dem Zensus 2011. Vergleichen Sie Häufigkeitszahlen daher nur innerhalb des Jahres 2025. Für Büro, Werkstatt und Lager lag sie 2025 bundesweit bei 58,2, für Baustellen beim schweren Diebstahl bei 13,1 und für Gaststätten und Hotels bei 13,3 (BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund). Für Entwicklungen über mehrere Jahre eignen sich die absoluten Fallzahlen besser.
Gut zu wissen: Die Jahre 2020 und 2021 sind durch die Pandemie verzerrt, weil Tatgelegenheiten wegfielen. Vergleichen Sie deshalb 2019 mit 2025. Lokale Polizeiberichte nutzen oft eigene Gebietszuschnitte, etwa ein Polizeipräsidium mit Umlandkreisen. Solche Werte lassen sich nicht direkt mit Stadtwerten oder Bundeszahlen der PKS vergleichen.
Für Ihre Risikobewertung bedeutet das: Nutzen Sie die PKS als Orientierung für Größenordnungen und Verteilungen. Ergänzen Sie sie durch eigene Erfahrungen am Standort, Hinweise der örtlichen Polizei und die Einschätzung Ihres Versicherers.
Ein Einbruch in Büro, Werkstatt oder Lager verursachte laut PKS 2025 am häufigsten Schäden zwischen 500 und unter 2.500 Euro. Knapp jeder fünfte vollendete Fall erreichte jedoch 5.000 Euro oder mehr, und 810 Fälle lagen bei 50.000 Euro und darüber. Hinzu kommen Folgekosten, die keine Statistik erfasst. Die Aufklärungsquote von 20,1 Prozent zeigt, dass der Schaden meist beim Betrieb bleibt.
Die Objektschutz Kosten hängen weniger am einzelnen Stundensatz als an der Frage, wie viel Präsenz Ihr Objekt wirklich braucht. Der Tariflohn von 15,15 Euro bis 21,80 Euro in Berlin und Brandenburg ist nur die Untergrenze der Personalkosten. Wer Werte, Folgekosten und Risikozeiten ehrlich bewertet, findet meist eine Kombination aus Technik, Revierdienst und gezielter Präsenz, die zum Risiko passt.
Wenn Sie Ihr Objekt einschätzen lassen möchten, ist BPS Protect in Berlin und Brandenburg ein möglicher Ansprechpartner. Informationen zu Einsatzformen finden Sie auf der Leistungsseite Objektschutz von BPS Protect.
Einen Pauschalpreis gibt es nicht. Die Kosten hängen von Stunden, Einsatzzeiten, Modell und Qualifikation ab. Untergrenze ist der Tariflohn, in Berlin und Brandenburg ab 2026 zwischen 15,15 und 21,80 Euro je Stunde, plus Zuschläge und Gemeinkosten.
Laut PKS 2025 lag die Schadenssumme bei 220.508.863 Euro aus 30.395 vollendeten Fällen. Die häufigste Klasse war 500 bis unter 2.500 Euro mit 9.137 Fällen. 810 Fälle erreichten 50.000 Euro und mehr.
Bei unbekanntem Schaden erfasst die Polizei einen symbolischen Betrag von 1 Euro. Solche Fälle landen in der untersten Schadensklasse. Die tatsächlichen Schäden liegen daher eher über den Summen, die die Kriminalstatistik ausweist.
Ein Revierdienst passt, wenn niemand dauerhaft vor Ort sein muss, etwa bei Gewerbeparks nach Betriebsschluss oder Baustellen nachts. Zwischen den Kontrollen ist allerdings niemand da. Eine aufgeschaltete Alarmanlage schließt diese Lücke teilweise.
Der Tariflohn ist nur das Bruttoentgelt der Sicherheitskraft. Der Preis enthält zusätzlich Nacht- und Feiertagszuschläge, Arbeitgeberanteile, Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Ausbildung, Einsatzleitung, Versicherung und Verwaltung des Dienstleisters.
Eine Woche hat 168 Stunden. Für eine durchgehende Besetzung sind rechnerisch etwa vier bis fünf Vollzeitkräfte nötig, weil Schichtwechsel, Urlaub und Krankheit abgedeckt werden müssen. Das erklärt den hohen Aufwand eines Dauerpostens.
Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.
Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main zählte 2025 genau 1.535 gewerbliche Einbruchdiebstähle und klärte 38,6 % davon auf. Wir zeigen die Zahlen für Büros, Gaststätten, Baus
Berlin verzeichnete 2025 insgesamt 502.742 Straftaten und damit weniger als im Vorjahr. Einbrüche in Büros, Werkstätten und Lager sind seit 2019 um 41,3 % gesunken, der Wohnungs
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