Kriminalstatistik Frankfurt 2025: Einbruch in Gewerbe und Baustellen
Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main zählte 2025 genau 1.535 gewerbliche Einbruchdiebstähle und klärte 38,6 % davon auf. Wir zeigen die Zahlen für Büros, Gaststätten, Baus
Einbruch in Kiel ist 2025 seltener geworden, bleibt aber deutlich häufiger als im Bundesdurchschnitt. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) 2025 des Bundeskriminalamts (BKA) zählte die Polizei im Stadtgebiet 6.139 Fälle von schwerem Diebstahl, also Diebstahl unter erschwerenden Umständen, zu dem fast alle Einbrüche zählen. Im Vorjahr waren es 8.001 Fälle, 2019 noch 4.682. Je 100.000 Einwohner sind das 2.429,7 Fälle. Damit liegt Kiel unter 16 ausgewerteten Großstädten auf Rang 4. Für Wohnanlagen wiegen die Kellereinbrüche am schwersten: Die Polizeidirektion Kiel meldet 1.782 Fälle. Auf Baustellen stieg die Zahl von 55 auf 76.
Dieser Beitrag ordnet die amtlichen Zahlen ein. Er zeigt, welche Delikte für Gewerbe, Baustellen und Wohnanlagen relevant sind, wo die Statistik Lücken hat und welche Schlüsse Sie als Unternehmen, Bauherr oder Hausverwaltung daraus ziehen können.
Im Stadtgebiet Kiel registrierte die Polizei 2025 insgesamt 25.157 Straftaten. Das geht aus der BKA-Städtetabelle der PKS 2025 hervor. Im Jahr 2024 waren es 28.128 Fälle. Das ist ein Rückgang um 2.971 Fälle oder 10,6 Prozent (eigene Rechnung). Die Polizeidirektion Kiel ordnet den Wert in ihrer Pressemitteilung zur PKS 2025 als mittleren Wert im Vergleich der letzten zehn Jahre ein. Für 2024 hatte sie noch den höchsten Stand dieses Zeitraums gemeldet.
Der Rückgang kommt nach drei Jahren mit steigenden Zahlen. Laut BKA lag Kiel 2021 bei 20.567 Straftaten, 2022 bei 23.647 und 2023 bei 26.468. Gegenüber dem Vorpandemiejahr 2019 mit 22.452 Fällen liegt 2025 immer noch 12,0 Prozent höher (eigene Rechnung). Die Entwarnung ist also relativ: Das Niveau ist niedriger als 2024, aber höher als vor der Pandemie.
Die Aufklärungsquote stieg laut BKA von 49,0 Prozent (2024) auf 52,3 Prozent (2025). Die Häufigkeitszahl, also die Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner, liegt in Kiel 2025 bei 9.956,5. Der Bundeswert beträgt laut PKS 2025 des BKA 6.591,0. Kiel liegt damit rund 1,5-mal über dem Bundesdurchschnitt (eigene Rechnung). Das ist für eine Großstadt nicht ungewöhnlich. Die Polizeidirektion Kiel weist schon in ihrem Bericht für 2023 darauf hin, dass kreisfreie Städte wegen anderer Tatgelegenheitsstrukturen regelmäßig deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen.
Gut die Hälfte aller Kieler Straftaten sind Diebstähle. Das BKA weist für 2025 genau 12.616 Diebstahlsfälle aus, 2024 waren es 15.004. Das entspricht einem Rückgang um 15,9 Prozent und einem Anteil von 50,1 Prozent an allen Straftaten (beides eigene Rechnung). Die Verteilung zwischen einfachem und schwerem Diebstahl ist fast ausgeglichen, wie auch die Polizeidirektion Kiel festhält: 6.477 einfache stehen 6.139 schweren Diebstählen gegenüber. Für Unternehmen ist der schwere Diebstahl die wichtigere Zahl. Er umfasst Taten mit Einbrechen, Einsteigen oder falschen Schlüsseln, also genau das, wogegen Objektschutz wirkt.
| Delikt (Stadtgebiet Kiel) | Fälle 2019 | Fälle 2024 | Fälle 2025 | Aufklärungsquote 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Straftaten insgesamt | 22.452 | 28.128 | 25.157 | 52,3 % |
| Diebstahl insgesamt | 10.250 | 15.004 | 12.616 | 37,7 % |
| Schwerer Diebstahl (§§ 243–244a StGB) | 4.682 | 8.001 | 6.139 | 20,6 % |
| Wohnungseinbruchdiebstahl | 461 | 198 | 208 | 18,8 % |
| Sachbeschädigung | 2.658 | 2.193 | 1.989 | 19,6 % |
| Graffiti | 835 | 540 | 611 | 7,7 % |
| Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr | 59 | 48 | 86 | 29,1 % |
Quelle: BKA, PKS 2019, 2024 und 2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern, Stadt Kiel (Gemeindeschlüssel 01002000).
Wer wissen will, wie sich das Einbruchsrisiko für Büros, Werkstätten, Lager oder Ladenlokale in Kiel entwickelt, schaut auf den schweren Diebstahl. Die Zeitreihe des BKA zeigt einen klaren Verlauf. Nach 4.682 Fällen im Jahr 2019 sank die Zahl in den Pandemiejahren leicht auf 4.527 (2020) und 4.468 (2021). Danach stieg sie kräftig: 5.193 Fälle 2022, 6.517 Fälle 2023 und 8.001 Fälle 2024. Das war der Höchststand der Reihe. 2025 fiel der Wert auf 6.139 Fälle.
| Schwerer Diebstahl in Kiel | |
|---|---|
| 2019 | 4.682 Fälle |
| 2020 | 4.527 Fälle |
| 2021 | 4.468 Fälle |
| 2022 | 5.193 Fälle |
| 2023 | 6.517 Fälle |
| 2024 | 8.001 Fälle |
| 2025 | 6.139 Fälle |
Der Rückgang von 2024 auf 2025 beträgt 23,3 Prozent (eigene Rechnung). Das ist eine spürbare Entlastung. Gegenüber 2019 liegt die Zahl aber noch 31,1 Prozent höher (eigene Rechnung). Zum Vergleich: Bundesweit sank der schwere Diebstahl laut BKA im selben Zeitraum von 796.891 auf 730.015 Fälle, also um 8,4 Prozent (eigene Rechnung). Kiel hat sich damit gegen den Bundestrend entwickelt.
Beim schweren Diebstahl klärte die Polizei in Kiel 2025 laut BKA 20,6 Prozent der Fälle auf. 2019 waren es 15,3 Prozent. Das ist ein deutlicher Fortschritt und liegt über dem Bundeswert von 16,1 Prozent. Für Geschädigte heißt es trotzdem: Rechnerisch bleiben damit rund vier von fünf Fällen unaufgeklärt. Wer allein auf Aufklärung setzt, setzt auf die schwächere Karte. Wirksamer ist es, die Tat gar nicht erst gelingen zu lassen.
Eine Zahl fehlt, die für Gewerbetreibende besonders interessant wäre. Die PKS kennt einen eigenen Schlüssel für schweren Diebstahl in und aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen. Für die Stadt Kiel veröffentlicht weder das BKA noch die Polizeidirektion Kiel diesen Wert. Wir ersetzen ihn deshalb nicht durch eine Schätzung.
Es gibt nur den Landeswert für Schleswig-Holstein. Laut BKA-Ländertabelle zählte die Polizei dort 2025 genau 2.255 solcher Fälle, 2024 waren es 2.506 und 2019 noch 2.900. Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 16,9 Prozent. Landesweit ist der Gewerbeeinbruch also rückläufig, minus 22,2 Prozent seit 2019 (eigene Rechnung). Ob Kiel diesem Trend folgt, lässt sich aus den veröffentlichten Daten nicht ablesen. Der starke Anstieg des schweren Diebstahls insgesamt spricht eher dafür, dass Sie für Ihren Standort nicht automatisch vom Landestrend ausgehen sollten.
Für Betriebe mit Büro-, Lager- oder Werkstattflächen ist deshalb die eigene Lage entscheidend: Zugänge, Beleuchtung, Sichtachsen, Nachbarschaft und Zeiten ohne Anwesenheit. Ein professioneller Objektschutz in Kiel setzt genau dort an, wo die Statistik keine Antwort gibt: bei der konkreten Gefährdung eines einzelnen Objekts.
Fallzahlen allein sagen wenig, wenn Städte unterschiedlich groß sind. Für den Vergleich nutzt die PKS die Häufigkeitszahl. Beim schweren Diebstahl kommt Kiel 2025 laut BKA auf 2.429,7 Fälle je 100.000 Einwohner. Das ist rund 2,8-mal so viel wie der Bundeswert von 873,5 (eigene Rechnung).
Im Norden liegen nur Bremen mit 3.003,4 und Magdeburg mit 2.455,3 höher. Hamburg kommt auf 1.539,8, Braunschweig auf 1.269,0, Rostock auf 1.234,2 und Oldenburg auf 1.076,9. Unter allen 16 Großstädten dieser Auswertung, darunter Berlin, Köln, München und Frankfurt am Main, liegt Kiel auf Rang 4. Höher liegen nur Bremen, Berlin mit 2.526,9 und Magdeburg.
| Häufigkeitszahl 2025 | |
|---|---|
| Bremen | 3.003,4 Fälle je 100.000 Einw. |
| Magdeburg | 2.455,3 Fälle je 100.000 Einw. |
| Kiel | 2.429,7 Fälle je 100.000 Einw. |
| Hamburg | 1.539,8 Fälle je 100.000 Einw. |
| Braunschweig | 1.269 Fälle je 100.000 Einw. |
| Rostock | 1.234,2 Fälle je 100.000 Einw. |
| Oldenburg | 1.076,9 Fälle je 100.000 Einw. |
Der Befund ist nicht neu. Bereits 2008 lag Kiel bei schweren Diebstählen auf Rang 2 der deutschen Großstädte, wie eine statistische Kurzinformation der Landeshauptstadt Kiel festhielt. Die Struktur der Stadt erzeugt offenbar dauerhaft viele Gelegenheiten für Eigentumsdelikte.
Ein Lichtblick ist die Aufklärungsquote beim schweren Diebstahl. Mit 20,6 Prozent liegt Kiel 2025 laut BKA klar vor Hamburg mit 9,2 Prozent, Bremen mit 11,6 Prozent, Rostock mit 13,7 Prozent und Magdeburg mit 6,5 Prozent. Höhere Belastung und bessere Aufklärung schließen sich also nicht aus.
Beim Wohnungseinbruch sieht das Bild anders aus. Kiel kommt 2025 auf eine Häufigkeitszahl von 82,3 und liegt damit unter dem Bundeswert von 99,2. Hamburg (152,3), Bremen (170,9) und Magdeburg (192,8) sind deutlich stärker belastet. Nur Rostock liegt mit 75,5 noch niedriger. Bei Graffiti dagegen erreicht Kiel 241,8 Fälle je 100.000 Einwohner, mehr als doppelt so viel wie der Bundeswert von 114,2 (eigene Rechnung). Rostock (433,5), Magdeburg (390,0) und Braunschweig (264,9) liegen noch darüber.
| Stadt (2025) | Straftaten je 100.000 Einw. | Schwerer Diebstahl je 100.000 Einw. | Wohnungseinbruch je 100.000 Einw. | Aufklärungsquote schwerer Diebstahl |
|---|---|---|---|---|
| Bremen | 13.559,3 | 3.003,4 | 170,9 | 11,6 % |
| Magdeburg | 11.569,2 | 2.455,3 | 192,8 | 6,5 % |
| Kiel | 9.956,5 | 2.429,7 | 82,3 | 20,6 % |
| Hamburg | 11.196,3 | 1.539,8 | 152,3 | 9,2 % |
| Braunschweig | 8.068,8 | 1.269,0 | 105,2 | 18,0 % |
| Rostock | 8.319,2 | 1.234,2 | 75,5 | 13,7 % |
| Oldenburg | 7.231,6 | 1.076,9 | 100,8 | 23,5 % |
| Deutschland | 6.591,0 | 873,5 | 99,2 | 16,1 % |
Quelle: BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern; Bundeswerte aus BKA, PKS 2025, Zeitreihe Bund. Häufigkeitszahlen auf Basis Zensus 2022, nur innerhalb des Jahres 2025 vergleichbar.
Die folgende Grafik fasst die Kieler Kennzahlen zusammen: 6.139 Fälle schwerer Diebstahl 2025, 2.429,7 Fälle je 100.000 Einwohner, eine Aufklärungsquote von 20,6 Prozent und 1.782 Kellereinbrüche. Im Städtevergleich wählen Sie zwischen schwerem Diebstahl, Wohnungseinbruch und Graffiti. Ein Fingertipp oder der Mauszeiger auf einen Balken zeigt Ihnen zusätzlich die Fallzahlen 2019 und 2025 der jeweiligen Stadt.
Häufigkeitszahl 2025 auf Basis Zensus 2022, nur innerhalb des Jahres vergleichbar.
Quelle: BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern; Fallzahlen 2019 aus der Städtetabelle 2019.
Fälle je 100.000 Einwohner 2025
| Schwerer Diebstahl | Wohnungseinbruch | Graffiti | |
|---|---|---|---|
| Kiel | 2.429,7 | 82,3 | 241,8 |
| Bremen | 3.003,4 | 170,9 | 131,0 |
| Hamburg | 1.539,8 | 152,3 | 192,9 |
| Rostock | 1.234,2 | 75,5 | 433,5 |
| Oldenburg | 1.076,9 | 100,8 | 159,1 |
| Braunschweig | 1.269,0 | 105,2 | 264,9 |
| Magdeburg | 2.455,3 | 192,8 | 390,0 |
Quellen: BKA, PKS 2019 und 2025, Städtetabelle · Polizeidirektion Kiel, PKS 2025
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Für Hausverwaltungen, Wohnungsunternehmen und Eigentümergemeinschaften ist eine Zahl besonders wichtig: der schwere Diebstahl aus Boden-, Kellerräumen und Waschküchen. Die Polizeidirektion Kiel weist in ihrem PKS-Bericht 2025 für die Landeshauptstadt 1.782 Fälle aus. Im Jahr 2024 waren es 2.592. Das ist ein Rückgang um 31,3 Prozent (eigene Rechnung). Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 7,2 Prozent, 2024 bei 6,1 Prozent.
Ein Hinweis zur Zahl: Die Anlagentabelle des Berichts (S. 27) nennt 1.782 Fälle, der Fließtext auf S. 13 nennt 1.832. Wir verwenden den Tabellenwert. An der Aussage ändert das nichts. Kellereinbrüche sind in Kiel ein Massendelikt, und nur etwa jede vierzehnte Tat wird aufgeklärt (eigene Rechnung auf Basis der Quote von 7,2 Prozent).
Schon 2024 nannte die Polizeidirektion Kiel Einbrüche in Keller- und Bodenräume ausdrücklich als einen der Treiber für den damaligen Anstieg der Fallzahlen, neben Laden- und Fahrraddiebstahl. Keller und Nebenräume haben typische Schwachstellen. Viele Personen haben Zugang. Türen werden offen gelassen oder nur zugezogen. Lattenverschläge lassen sich ohne Werkzeug öffnen. Und niemand bemerkt eine Tat sofort, oft vergehen Tage bis zur Anzeige. Auf Landesebene zeigt sich dasselbe Muster: Laut BKA-Ländertabelle zählte Schleswig-Holstein 2025 genau 3.292 schwere Diebstähle aus Boden- und Kellerräumen, nach 4.114 im Jahr 2024 und 2.711 im Jahr 2019.
Beim Wohnungseinbruchdiebstahl hat sich Kiel langfristig deutlich verbessert. Laut BKA sank die Zahl von 461 Fällen 2019 auf 208 Fälle 2025. Das sind 54,9 Prozent weniger (eigene Rechnung). Gegenüber 2024 mit 198 Fällen gab es einen leichten Anstieg. Tagsüber verübte Wohnungseinbrüche machten 2025 genau 69 Fälle aus, 2019 waren es 172. Die Aufklärungsquote stieg von 5,9 Prozent (2019) auf 18,8 Prozent (2025).
Bemerkenswert ist eine Angabe der Polizeidirektion Kiel in ihrer Pressemitteilung zur PKS 2025: 48 Prozent der Wohnungseinbrüche blieben im Versuchsstadium. Bereits 2024 waren erstmals mehr als die Hälfte der Taten gescheitert. Die Polizei führte das unter anderem auf wachsame Nachbarschaft und verbesserte Sicherheitstechnik zurück. Für Wohnanlagen ist das eine gute Nachricht: Sicherungsmaßnahmen wirken messbar.
Für das Erscheinungsbild einer Wohnanlage oder eines Gewerbeobjekts zählen auch Schäden ohne Diebstahl. Die Sachbeschädigung ging in Kiel laut BKA von 2.193 Fällen (2024) auf 1.989 Fälle (2025) zurück. Graffiti stieg dagegen von 540 auf 611 Fälle, die Aufklärungsquote lag hier nur bei 7,7 Prozent. Die Brandstiftung einschließlich Herbeiführen einer Brandgefahr stieg von 48 auf 86 Fälle. Das sind kleine Zahlen, die stark schwanken. 2019 lag der Wert bei 59 Fällen. Für Betreiber von Müllstandplätzen, Tiefgaragen und Lagerflächen bleibt das Thema trotzdem relevant, weil schon ein einzelner Brand hohe Folgekosten auslösen kann.
Baustellen tauchen in der Kriminalstatistik selten als eigene Kategorie auf. Die Polizeidirektion Kiel weist sie in ihrem Bericht 2025 aber gesondert aus. Unter dem Diebstahl insgesamt auf Baustellen, in oder aus Baubuden und Neu- und Rohbauten zählte sie 76 Fälle. Im Jahr 2024 waren es 55. Das ist ein Plus von 38,2 Prozent (eigene Rechnung), allerdings auf kleiner Basis. Die Aufklärungsquote lag in beiden Jahren bei 14,5 Prozent.
Das folgende Diagramm stellt die beiden lokalen Werte der Polizeidirektion Kiel nebeneinander: Kellereinbrüche mit 2.592 Fällen (2024) und 1.782 Fällen (2025) sowie Baustellendiebstähle mit 55 und 76 Fällen.
| 2024 | 2025 | |
|---|---|---|
| Schwerer Diebstahl aus Boden-/Kellerräumen | 2.592 Fälle | 1.782 Fälle |
| Diebstahl auf Baustellen | 55 Fälle | 76 Fälle |
Die niedrige absolute Zahl täuscht. Auf Baustellen lagern Werkzeuge, Maschinen, Kabel und Baustoffe oft offen oder in einfachen Containern. Ein einzelner Diebstahl kann den Bauablauf um Tage verzögern, wenn Geräte ersetzt oder Leistungen neu disponiert werden müssen. Eine belastbare Schadenssumme für Kiel veröffentlicht die Polizei nicht. Hinzu kommt: Unbekannte Schäden erfasst die PKS nur symbolisch mit einem Euro. Amtliche Schadenssummen sind deshalb eher Untergrenzen.
Auf Landesebene bestätigt sich die Größenordnung. Laut BKA-Ländertabelle zählte Schleswig-Holstein 2025 insgesamt 660 Diebstähle in oder aus überwiegend unbezogenen Neu- und Rohbauten, Baustellen und Baubuden, davon 338 schwere. 2019 waren es noch 960 und 463 Fälle. Die Aufklärungsquote beim schweren Baustellendiebstahl lag landesweit bei 8,9 Prozent. Landesweit sinken die Zahlen also, in Kiel stiegen sie zuletzt. Für Bauherren und Generalunternehmer in der Stadt lohnt es sich daher, die Absicherung schon in der Bauablaufplanung mitzudenken. Wie eine Baustellenbewachung in Kiel organisiert werden kann, beschreiben wir auf einer eigenen Seite.
Kiel ist nicht nur Landeshauptstadt und Universitätsstadt. Die Stadt ist auch Hafen-, Werften- und Marinestandort. Die Landeshauptstadt Kiel beschreibt in der Begründung zu ihrem Bebauungsplan Nr. 968 ein gewerblich geprägtes Gebiet im Umfeld von Nord-Ostsee-Kanal, Scheerhafen und Marine, in dem gezielt maritime Gewerbebetriebe angesiedelt werden sollen. Ein Konzept für den Lindenau Maritim-Park am Westufer beschreibt Kiel als Marinestadt, in der wichtige Werften, Zulieferer und Forschungseinrichtungen angesiedelt sind.
Für den Objektschutz bringt diese Struktur besondere Anforderungen mit sich. Hafen- und Werftflächen sind groß und haben viele Zufahrten. Material liegt teils im Freien. Fremdfirmen wechseln häufig, und Schichtbetrieb bedeutet, dass auch nachts Fahrzeuge und Personen auf dem Gelände unterwegs sind. Das erschwert die Unterscheidung zwischen berechtigtem und unberechtigtem Zutritt. Gewerbegebiete am Stadtrand haben ein anderes Profil. Abends und am Wochenende ist dort kaum jemand vor Ort, die soziale Kontrolle fehlt.
Die PKS bildet diese Unterschiede nicht ab. Sie ordnet Taten zwar dem Tatort zu, veröffentlicht für Kiel aber keine Werte nach Stadtteil oder Objektart im Gewerbe. Die hohe Häufigkeitszahl beim schweren Diebstahl ist deshalb ein Signal für die Stadt insgesamt, keine Aussage über ein bestimmtes Gewerbegebiet. Wer seinen Standort bewerten will, braucht eine Vor-Ort-Analyse: Wie ist das Gelände eingefriedet? Wo gibt es unbeobachtete Zugänge? Wann ist niemand im Objekt? Welche Werte lagern wo?
Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist die wichtigste amtliche Datenquelle zur Kriminalität. Sie hat aber Grenzen, die Sie bei jeder Interpretation kennen sollten.
Gut zu wissen: Zahlen zur Kriminalität in Kiel gibt es aus zwei Quellen. Die BKA-Städtetabelle gilt für das Stadtgebiet und nutzt bundesweit einheitliche Schlüssel. Der Bericht der Polizeidirektion Kiel enthält zusätzliche lokale Auswertungen wie Keller- und Baustellendiebstahl. Kleine Abweichungen zwischen beiden Quellen entstehen durch Stichtage und Abgrenzungen. Für Vergleiche mit anderen Städten nutzen Sie immer die BKA-Werte.
Die PKS 2025 liefert keinen Grund zur Panik, aber einige klare Hinweise. Kiel ist beim schweren Diebstahl gemessen an der Einwohnerzahl deutlich stärker belastet als der Bundesdurchschnitt. Der Rückgang von 2024 auf 2025 ist real, das Niveau bleibt aber über dem Stand von 2019. Für Ihre Sicherheitsplanung ergeben sich daraus vier Schwerpunkte.
Mit 1.782 Fällen sind Kellereinbrüche das größte Einzelproblem, das die Polizeidirektion Kiel ausweist. Für Wohnanlagen und gemischt genutzte Gebäude lohnt sich ein Blick auf Zugangskontrolle, selbstschließende Türen, stabile Abtrennungen und ausreichende Beleuchtung. Bei einer Aufklärungsquote von 7,2 Prozent ist Prävention die einzige wirksame Strategie.
Der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch zeigt, dass Täter aufgeben, wenn eine Tat zu lange dauert oder auffällt. Dieses Prinzip gilt auch im Gewerbe. Mechanische Sicherung verzögert, Beleuchtung und Sichtbarkeit erhöhen das Entdeckungsrisiko, und eine schnelle Reaktion auf Alarm verkürzt die Zeit, die Täter im Objekt haben.
Gewerbegebiete, Lagerflächen und Baustellen sind nachts und am Wochenende am verwundbarsten. Hier hilft eine Kombination aus Technik und Personal: Videoüberwachung mit Aufschaltung, Revierfahrten zu wechselnden Zeiten oder eine feste Bewachung bei hohen Werten. Welche Lösung passt, hängt von Objekt, Werten und Lage ab.
Die Polizei in Schleswig-Holstein bietet über ihre kriminalpolizeilichen Beratungsstellen eine kostenlose und herstellerneutrale Beratung zum Einbruchschutz an. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes informiert zudem über ihre Initiative „K-Einbruch“. Diese Angebote sind ein guter Startpunkt. Für größere Objekte ergänzt eine Sicherheitsanalyse durch einen Fachbetrieb die polizeiliche Beratung. Prüfen Sie Ihre Lage mindestens einmal im Jahr, idealerweise nach Erscheinen der neuen PKS im Frühjahr.
Tipp: Dokumentieren Sie jeden Vorfall an Ihrem Objekt, auch versuchte Einbrüche und kleine Schäden, und erstatten Sie Anzeige. So entsteht ein eigenes Lagebild, das genauer ist als jede Stadtstatistik. Es hilft bei der Entscheidung über Maßnahmen und gegenüber Ihrer Versicherung.
Einen Überblick über Formen der Bewachung, von Revierdienst bis Werkschutz, finden Sie im Überblick über den Objektschutz von BPS Protect. Wenn Sie für ein Objekt in Kiel eine Einschätzung wünschen, steht Ihnen BPS Protect als Ansprechpartner für Objektschutz, Baustellenbewachung und Sicherheitstechnik zur Verfügung.
Laut PKS 2025 des BKA zählte Kiel 6.139 Fälle von schwerem Diebstahl, zu dem fast alle Einbrüche gehören. Darunter waren 208 Wohnungseinbrüche. Die Polizeidirektion Kiel meldet zudem 1.782 Einbrüche in Keller- und Bodenräume.
Gesunken. Laut BKA registrierte die Polizei 2025 in Kiel 25.157 Straftaten nach 28.128 im Jahr 2024, ein Minus von 10,6 Prozent. Gegenüber 2019 mit 22.452 Fällen liegt der Wert aber noch höher.
Beim schweren Diebstahl hat Kiel 2025 laut BKA 2.429,7 Fälle je 100.000 Einwohner. Hamburg liegt bei 1.539,8, Bremen bei 3.003,4. Beim Wohnungseinbruch ist Kiel mit 82,3 deutlich geringer belastet als beide Städte.
Die Polizeidirektion Kiel weist für 2025 genau 1.782 schwere Diebstähle aus Boden-, Kellerräumen und Waschküchen aus, nach 2.592 im Jahr 2024. Nur 7,2 Prozent dieser Taten wurden aufgeklärt.
Nein, für die Stadt Kiel wird dieser Wert nicht veröffentlicht. Für Schleswig-Holstein nennt das BKA 2.255 schwere Diebstähle aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen im Jahr 2025, nach 2.900 im Jahr 2019.
Die Polizeidirektion Kiel zählte 2025 genau 76 Diebstähle auf Baustellen, aus Baubuden und Neu- oder Rohbauten, nach 55 im Jahr 2024. Die Aufklärungsquote lag in beiden Jahren bei 14,5 Prozent.
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Das Polizeipräsidium Frankfurt am Main zählte 2025 genau 1.535 gewerbliche Einbruchdiebstähle und klärte 38,6 % davon auf. Wir zeigen die Zahlen für Büros, Gaststätten, Baus
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