Einbruch in Köln: Kriminalstatistik 2025 für Firmen und Verwalter

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    Einbruch in Köln bleibt für Unternehmen und Hausverwaltungen ein großes Thema. Die Polizei erfasste 2025 im Kölner Stadtgebiet 22.265 schwere Diebstähle, zu denen die meisten Einbrüche gehören. Das sind 2.173,0 Fälle je 100.000 Einwohner, fast zweieinhalbmal so viele wie im Bundesdurchschnitt mit 873,5. Der Wohnungseinbruch ging gegenüber dem Vorjahr zwar rechnerisch um 22,1 % auf 2.368 Fälle zurück. Bei Keller- und Bodeneinbrüchen meldet das Polizeipräsidium Köln für Köln und Leverkusen dagegen einen Anstieg von 2.999 auf 3.756 Fälle.

    Inhalt

    Grundlage dieses Beitrags sind die Städtetabellen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts für 2019 bis 2025 und der PKS-Jahresbericht 2025 des Polizeipräsidiums Köln. Das Polizeipräsidium hat seine Zahlen im März 2026 erstmals ausschließlich digital veröffentlicht. Wichtig für die Einordnung: Die Werte des Bundeskriminalamts gelten für das Stadtgebiet Köln. Die Kellerzahlen des Polizeipräsidiums umfassen dagegen Köln und Leverkusen zusammen.

    Kriminalität in Köln 2025 im Überblick

    Im Stadtgebiet Köln registrierte die Polizei 2025 insgesamt 130.400 Straftaten. Auf 100.000 Einwohner kommen damit 12.726,7 Straftaten. Die Aufklärungsquote lag bei 50,6 %. Im Vergleich zu 2019 mit 122.776 Fällen ist die Gesamtzahl rechnerisch um 6,2 % gestiegen. Gegenüber dem Höchststand 2023 mit 138.279 Fällen ist sie aber wieder gesunken.

    Für Gewerbeimmobilien und Wohnanlagen sind vor allem vier Deliktgruppen relevant. Die folgende Tabelle fasst sie für 2025 zusammen und stellt den Bundeswert daneben.

    Delikt 2025Fälle Kölnje 100.000 Einw. Kölnje 100.000 Einw. BundAufklärung Köln
    Schwerer Diebstahl22.2652.173,0873,512,7 %
    Wohnungseinbruch2.368231,199,28,1 %
    Sachbeschädigung10.4541.020,3652,420,8 %
    Graffiti2.146209,4114,26,2 %

    Bei allen vier Delikten liegt Köln deutlich über dem Bundesschnitt. Besonders niedrig ist die Aufklärungsquote bei Graffiti mit 6,2 % und beim Wohnungseinbruch mit 8,1 %. Bundesweit liegen diese Quoten bei 11,8 % und 14,1 %.

    Ein weiteres Delikt betrifft Eigentümer leerstehender oder schlecht einsehbarer Gebäude: die Brandstiftung. Im Kölner Stadtgebiet erfasste die Polizei 2025 genau 163 Fälle, aufgeklärt wurden 38,0 %. Die Zahl ist klein, der Schaden im Einzelfall aber oft hoch, weil ein Brand neben dem Gebäude auch den Betrieb lahmlegt. Leerstand, offene Müllplätze und frei zugängliche Paletten an der Fassade erhöhen das Risiko. Sie lassen sich mit wenig Aufwand beseitigen.

    Schwerer Diebstahl und Wohnungseinbruch seit 2019

    Der schwere Diebstahl schwankt in Köln seit Jahren auf hohem Niveau. 2019 erfasste die Polizei 21.933 Fälle. In der Pandemie sank die Zahl auf 18.759 Fälle im Jahr 2021. 2023 erreichte sie mit 25.532 Fällen den höchsten Stand der Zeitreihe. Seitdem geht sie zurück, zuletzt von 23.144 auf 22.265 Fälle. Gegenüber 2019 liegt Köln damit rechnerisch nur 1,5 % höher.

    Der Wohnungseinbruch zeigt einen deutlichen Ausreißer im Jahr 2024. Nach 1.456 Fällen im Jahr 2021 stieg die Zahl bis auf 3.039 Fälle 2024 und fiel 2025 wieder auf 2.368. Ähnlich verlief der Tageswohnungseinbruch, also Einbrüche zwischen 6 und 21 Uhr: Er ging von 1.280 auf 1.011 Fälle zurück, rechnerisch ein Minus von 21,0 %.

    Köln: schwerer Diebstahl und Wohnungseinbruch 2019 bis 2025

    Erfasste Fälle im Stadtgebiet Köln inklusive Versuche. Zwei Achsen, weil der Wohnungseinbruch rund ein Zehntel des schweren Diebstahls ausmacht.

    Schwerer Diebstahl (linke Achse)Wohnungseinbruch (rechte Achse)
    201921.933 Fälle2.482 Fälle
    202021.840 Fälle1.992 Fälle
    202118.759 Fälle1.456 Fälle
    202221.424 Fälle2.207 Fälle
    202325.532 Fälle2.374 Fälle
    202423.144 Fälle3.039 Fälle
    202522.265 Fälle2.368 Fälle
    Quelle: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern, Stadt Köln

    Für Verwalter gemischt genutzter Häuser ist das eine wichtige Botschaft. Ein einzelnes Jahr mit vielen oder wenigen Fällen sagt wenig über die Lage aus. Aussagekräftiger ist der Blick über mehrere Jahre und der Vergleich mit 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie. Gemessen daran liegt der Wohnungseinbruch in Köln rechnerisch 4,6 % unter dem Niveau von 2019.

    Köln im Vergleich mit Düsseldorf und dem Bund

    Der Vergleich mit der Nachbarstadt Düsseldorf zeigt: Beide Städte sind beim schweren Diebstahl und beim Wohnungseinbruch ähnlich stark belastet. Düsseldorf kommt beim schweren Diebstahl auf 2.108,5 Fälle je 100.000 Einwohner und beim Wohnungseinbruch auf 249,1. Bei Sachbeschädigung und Graffiti liegt Köln dagegen klar vorn. Die Sachbeschädigung erreicht in Köln 1.020,3 Fälle je 100.000 Einwohner, in Düsseldorf 759,8. Bei Graffiti sind es 209,4 gegenüber 123,0.

    Köln, Düsseldorf und Bund 2025 je 100.000 Einwohner

    Häufigkeitszahl 2025 auf Basis Zensus 2022.

    KölnDüsseldorfDeutschland
    Schwerer Diebstahl2.173,02.108,5873,5
    Wohnungseinbruch231,1249,199,2
    Sachbeschädigung1.020,3759,8652,4
    Graffiti209,4123,0114,2
    Quelle: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern (2025); Bund: BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund

    Die Sachbeschädigung ist in Köln seit 2019 rechnerisch um 5,9 % auf 10.454 Fälle gestiegen, Graffiti um 9,8 % auf 2.146 Fälle. Für Eigentümer von Gewerbeimmobilien mit großen Fassaden, Tiefgaragen oder Lieferhöfen ist das relevant. Die Reinigung von Fassaden und die Reparatur beschädigter Tore und Fenster kosten Geld, auch wenn die PKS dafür keine Schadenssumme ausweist.

    Bei der Einordnung hilft ein Blick auf die Städtetabelle insgesamt. Unter 16 deutschen Großstädten liegt Köln beim schweren Diebstahl auf Rang fünf, beim Wohnungseinbruch auf Rang drei und bei der Sachbeschädigung auf Rang vier. Einen ausführlichen Vergleich aller 16 Städte finden Sie in unserem Beitrag zur Kriminalstatistik 2025 im Städtevergleich.

    Kellereinbrüche: das unterschätzte Risiko für Hausverwaltungen

    Der PKS-Jahresbericht des Polizeipräsidiums Köln weist Boden- und Kellereinbrüche als eigene Kategorie aus. 2025 erfasste die Polizei im Gebiet Köln und Leverkusen 3.756 solcher Fälle. Im Vorjahr waren es 2.999. Das entspricht rechnerisch einem Anstieg um 25,2 %. Aufgeklärt wurden 2025 nur 5,11 % der Fälle.

    Diese Zahlen gelten ausdrücklich für das gesamte Präsidium, also inklusive Leverkusen. Eine Zahl nur für die Stadt Köln veröffentlicht die Polizei nicht. Bundesweit zeigt die PKS 2025 außerdem, dass Kellereinbrüche ein Großstadtphänomen sind: 49,6 % aller Fälle geschahen in Städten ab 500.000 Einwohnern.

    Für Hausverwaltungen ist das eine unangenehme Kombination. Keller und Dachböden in Mehrfamilienhäusern sind oft schlecht gesichert, über die Haustür für viele Menschen zugänglich und werden nur selten kontrolliert. Ein Einbruch fällt häufig erst Tage später auf. Entsprechend selten findet die Polizei einen Tatverdächtigen.

    Gut zu wissen

    Polizeiberichte und Bundesstatistik haben unterschiedliche Gebiete. Die Städtetabelle des Bundeskriminalamts zählt nur das Kölner Stadtgebiet. Der Jahresbericht des Polizeipräsidiums Köln umfasst Köln und Leverkusen. Vergleichen Sie Werte aus beiden Quellen deshalb nie direkt miteinander.

    Einbrüche in Büros und Lager: was über Köln bekannt ist

    Eine Zahl, die viele Unternehmen suchen, gibt es für Köln nicht: die Zahl der Einbrüche in Büros, Werkstätten und Lager. Die Städtetabelle des Bundeskriminalamts weist diesen Schlüssel für keine Stadt aus, und der Jahresbericht des Polizeipräsidiums Köln nennt ihn ebenfalls nicht. Die nächstbeste Annäherung ist der Landeswert für Nordrhein-Westfalen.

    In ganz NRW erfasste die Polizei 2025 genau 11.373 Einbrüche in Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräume. 2019 waren es noch 14.580, rechnerisch 22,0 % mehr. Gegenüber 2024 ist die Zahl allerdings leicht gestiegen, um 3,2 %. Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 16,6 %, also unter dem Bundeswert von 20,1 %.

    Einbrüche in Büros, Werkstätten und Lager in Nordrhein-Westfalen 2019 bis 2025

    Landeswert für ganz NRW. Für die Stadt Köln veröffentlicht weder das BKA noch das Polizeipräsidium Köln eine eigene Zahl.

    Fälle 410*00, Land NRW
    201914.580 Fälle
    202012.469 Fälle
    20219.709 Fälle
    202210.837 Fälle
    202311.291 Fälle
    202411.022 Fälle
    202511.373 Fälle
    Quelle: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Länder, Nordrhein-Westfalen

    Auf Baustellen erfasste die Polizei in NRW 2025 insgesamt 4.470 Diebstähle, bei Kellern, Dachböden und Waschküchen 20.835 schwere Diebstähle. Wer in Köln baut, sollte sich deshalb auch mit dem Schutz der Baustelle befassen. Hinweise dazu finden Sie auf unserer Seite zum Baustellenschutz in Köln.

    Einbruch in Köln: Kriminalstatistik 2025 für Firmen und Verwalter
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    Interaktiv: Köln-Dashboard

    Im Köln-Dashboard wählen Sie ein Delikt: schwerer Diebstahl, Wohnungseinbruch, Sachbeschädigung, Graffiti oder Keller. Sie sehen die Fallzahlen 2025, die Belastung je 100.000 Einwohner und die Aufklärungsquote im Vergleich zum Bund sowie die Entwicklung seit 2019. Fahren Sie über einen Wert oder tippen Sie ihn an, dann erscheinen Zahl und Quelle.

    BPS Protect · interaktive Infografik
    Köln-Dashboard: Kriminalität 2019 bis 2025
    Wählen Sie ein Delikt. Sie sehen die Fallzahlen seit 2019 und den Vergleich mit dem Bund.
    130.400
    Straftaten 2025
    Stadt Köln
    22.265
    schwere Diebstähle
    Stadt Köln 2025
    3.756
    Kellereinbrüche
    Köln und Leverkusen 2025
    Ansicht:

    Schwerer Diebstahl in Köln (4***00)

    Kennzahlen 2025 mit Bundesvergleich, darunter die Fallzahlen 2019 bis 2025.

    22.265
    Fälle 2025 in Köln
    2.173,0
    je 100.000 Einw. (Bund 873,5)
    12,7 %
    aufgeklärt (Bund 16,1 %)

    Fallzahlen 2019 bis 2025

    Stadtgebiet Köln, erfasste Fälle inklusive Versuche.

    2019
    21.933
    2020
    21.840
    2021
    18.759
    2022
    21.424
    2023
    25.532
    2024
    23.144
    2025
    22.265

    Quellen: BKA, PKS 2019–2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern; BKA, PKS 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund.

    Quellen: Bundeskriminalamt, PKS 2019 bis 2025, Städtetabelle · PKS 2025, Zeitreihe Bund · Polizeipräsidium Köln, PKS-Jahresbericht 2025
    Stand: 03.10.2026

    Was Hausverwaltungen und Eigentümer tun können

    Hausverwaltungen tragen in Mehrfamilienhäusern eine besondere Verantwortung. Haustür und Kellerzugänge gehören in einer Wohnungseigentümergemeinschaft in der Regel zum Gemeinschaftseigentum. Für die Verkehrssicherung des Gemeinschaftseigentums ist nach Darstellung von Fachportalen wie WEG-Wissen und Jurial die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer zuständig, organisiert wird sie von der Verwaltung. Für einen Einbruchschaden haftet zunächst der Täter. Die Gemeinschaft kann nach diesen Darstellungen nur dann haften, wenn sie eine Verkehrssicherungspflicht verletzt hat. Ob das im Einzelfall so ist, klärt eine rechtliche Beratung, nicht dieser Ratgeber.

    Praktisch bewährt haben sich vor allem diese Maßnahmen:

    • Zugänge sichern: selbstschließende Haustüren, abschließbare Kellerzugänge und massive Kellertrennwände statt Holzlatten.
    • Licht und Sicht: Bewegungsmelder in Fluren, Kellergängen und Hinterhöfen. Dunkle Ecken sind bevorzugte Arbeitsbereiche für Täter.
    • Schlüssel verwalten: ein dokumentiertes Schließsystem, bei dem verlorene Schlüssel nachvollziehbar sind.
    • Kontrollen einplanen: regelmäßige Begehungen, besonders in großen Wohnanlagen mit vielen Kellerabteilen. Hier kann ein Streifendienst helfen, der zu wechselnden Zeiten kontrolliert.
    • Bewohner informieren: Aushänge nach einem Vorfall, Hinweis auf die Anzeige bei der Polizei und auf die Hausratversicherung.

    Tipp

    Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Köln berät für Köln und Leverkusen kostenlos zur technischen Prävention, also zu Türen, Fenstern und Sicherungstechnik. Für größere Wohnanlagen lohnt es sich, die Beratung mit einer Begehung des Objekts zu verbinden und die Empfehlungen in der Eigentümerversammlung vorzustellen.

    Was Unternehmen in Köln tun können

    Für Gewerbebetriebe gelten die bekannten Grundsätze der polizeilichen Kriminalprävention: zuerst mechanische Sicherung, dann eine Einbruchmeldeanlage, die einen Angriff früh meldet, und schließlich eine schnelle Reaktion auf den Alarm. Die Kölner Zahlen geben zusätzlich drei Hinweise.

    Erstens: Der schwere Diebstahl liegt in Köln fast zweieinhalbmal so hoch wie im Bundesschnitt. Wer Ware, Werkzeug oder Technik lagert, sollte das Risiko nicht nach Bundeszahlen bemessen.

    Zweitens: Sachbeschädigung und Graffiti sind in Köln deutlich häufiger als in Düsseldorf. Außenflächen, Tore und Fassaden brauchen deshalb eigene Aufmerksamkeit, etwa durch Beleuchtung, Videotechnik und Kontrollgänge.

    Drittens: Die Aufklärungsquoten sind niedrig, beim schweren Diebstahl 12,7 %. Ein Schutzkonzept sollte darauf ausgelegt sein, Taten zu verhindern oder früh zu unterbrechen, nicht darauf, dass der Täter später ermittelt wird.

    Viertens: Wer in Köln baut oder umbaut, hat ein zusätzliches Risiko. Baustellen sind oft offen, schlecht beleuchtet und über Nacht unbeaufsichtigt. Landesweit wurden 2025 nur 11,0 % der Baustellendiebstähle aufgeklärt. Maschinen, Kabel und Material sollten deshalb über Nacht verschlossen oder bewacht sein, besonders in der Phase, in der teure Technik schon eingebaut, das Gebäude aber noch nicht verschlossen ist.

    Wie ein solcher Schutz vor Ort aussehen kann, von der Bewachung eines Lagers bis zum Kontrollgang über ein Firmengelände, beschreiben wir auf unserer Seite zum Objektschutz in Köln. Einen Überblick über alle Leistungen finden Sie unter Objektschutz für Unternehmen und Immobilien.

    Nach einem Einbruch: die ersten Schritte

    Trotz guter Vorsorge kann es zu einem Einbruch kommen. Dann entscheiden die ersten Stunden darüber, wie schnell der Betrieb weiterläuft und ob die Versicherung zahlt. Für Unternehmen und Hausverwaltungen hat sich diese Reihenfolge bewährt:

    1. Polizei rufen und nichts verändern. Betreten Sie die Räume möglichst nicht, solange unklar ist, ob der Täter noch vor Ort ist. Fassen Sie Türen, Schränke und Werkzeuge nicht an, damit Spuren gesichert werden können.
    2. Anzeige erstatten. Ohne Anzeige erscheint der Fall nicht in der Statistik, und die meisten Versicherer verlangen eine Bestätigung der Polizei.
    3. Versicherung sofort informieren. Viele Policen sehen kurze Meldefristen vor. Fotografieren Sie Schäden, bevor etwas repariert wird.
    4. Stehlgutliste anlegen. Notieren Sie Geräte mit Seriennummern, Werkzeuge, Waren und Datenträger. Die Liste braucht sowohl die Polizei als auch die Versicherung.
    5. Objekt wieder sichern. Aufgebrochene Türen, Fenster und Tore müssen noch am selben Tag provisorisch verschlossen werden. Bis dahin ist eine Bewachung vor Ort die sicherste Lösung, damit niemand ein zweites Mal kommt.
    6. Schließanlage prüfen. Wurden Schlüssel oder Zugangskarten gestohlen, sollten Schlösser getauscht oder Karten gesperrt werden.
    7. Mieter und Mitarbeiter informieren. In Wohnanlagen sollten alle Parteien ihre Kellerabteile prüfen. Oft werden mehrere Abteile in einer Nacht aufgebrochen.

    So lesen Sie die Kölner Zahlen richtig

    Die Polizeiliche Kriminalstatistik ist die beste verfügbare Quelle, aber sie hat Grenzen. Wer die Kölner Zahlen für eine Risikoanalyse, ein Gutachten oder eine Eigentümerversammlung nutzt, sollte deshalb immer Quelle, Gebiet und Jahr dazuschreiben. Für Köln sind vier Punkte besonders wichtig.

    • Gebiet: Das Bundeskriminalamt zählt das Stadtgebiet Köln. Das Polizeipräsidium Köln berichtet für Köln und Leverkusen gemeinsam. Werte aus beiden Quellen lassen sich deshalb nicht einfach nebeneinanderstellen.
    • Hellfeld: Erfasst werden nur Taten, die der Polizei bekannt werden. Bei Kellereinbrüchen mit geringem Schaden verzichten manche Betroffene auf eine Anzeige.
    • Tatortprinzip: Köln ist Pendler-, Messe- und Touristenstadt. Viele Taten werden von Menschen begangen oder erlitten, die nicht in Köln wohnen. Die Häufigkeitszahl rechnet aber nur mit den Einwohnern.
    • Zensus-Bruch: Die Häufigkeitszahlen 2025 beruhen auf dem Zensus 2022, ältere Werte auf dem Zensus 2011. Für Entwicklungen über mehrere Jahre verwenden wir deshalb Fallzahlen.

    Häufige Fragen zu Einbruch und Kriminalität in Köln

    Wie viele Einbrüche gab es 2025 in Köln?

    Im Stadtgebiet Köln erfasste die Polizei 2025 genau 2.368 Wohnungseinbrüche und 22.265 schwere Diebstähle, zu denen auch Einbrüche in Firmen, Keller und Fahrzeuge zählen. Quelle ist die Städtetabelle der PKS 2025 des Bundeskriminalamts.

    Ist Köln beim Einbruch stärker belastet als andere Städte?

    Ja. Beim Wohnungseinbruch kamen 2025 in Köln 231,1 Fälle auf 100.000 Einwohner, bundesweit 99,2. Unter 16 Großstädten liegt Köln damit auf Rang drei, hinter Berlin und Düsseldorf.

    Wie viele Kellereinbrüche gab es in Köln?

    Das Polizeipräsidium Köln meldet für 2025 insgesamt 3.756 Boden- und Kellereinbrüche, nach 2.999 im Vorjahr. Diese Zahlen gelten für Köln und Leverkusen zusammen. Aufgeklärt wurden 5,11 % der Fälle.

    Wie hoch ist die Aufklärungsquote in Köln?

    Über alle Straftaten lag sie 2025 im Stadtgebiet bei 50,6 %. Beim schweren Diebstahl waren es 12,7 %, beim Wohnungseinbruch 8,1 % und bei Graffiti 6,2 %. Alle drei Werte liegen unter dem Bundesdurchschnitt.

    Gibt es Zahlen zu Einbrüchen in Büros und Lager in Köln?

    Für die Stadt Köln wird diese Zahl nicht veröffentlicht. Für Nordrhein-Westfalen insgesamt erfasste die Polizei 2025 genau 11.373 Einbrüche in Büro-, Werkstatt- und Lagerräume, aufgeklärt wurden 16,6 %.

    Quellen

    • Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 bis 2025, Tabelle 01 Städte ab 100.000 Einwohnern (Köln, Düsseldorf)
    • Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 bis 2025, Tabelle 01 Länder (Nordrhein-Westfalen)
    • Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Tabelle 01 Zeitreihe Bund und Tatortverteilung
    • Polizeipräsidium Köln: PKS-Jahresbericht 2025 (Köln und Leverkusen), Tabellarische Aufstellung ausgewählter Delikte
    • Polizei Köln: Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz, Beratungsangebot
    • WEG-Wissen und Jurial: Darstellungen zu Verkehrssicherungspflicht und Haftung in der Wohnungseigentümergemeinschaft
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