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Sicherheitskonzept für Veranstaltungen: Professionelle Erstellung in 7 Schritten

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    Professionelle Erstellung in 7 Schritten

    Bei der Planung einer Veranstaltung stehen oft kreative Aspekte wie Programmgestaltung, Catering oder Dekoration im Vordergrund. Doch ein Element ist für den Erfolg jedes Events unverzichtbar: ein durchdachtes Sicherheitskonzept.

    Ob Festival, Firmenfeier oder Stadtfest – die Sicherheit der Teilnehmer:innen muss stets oberste Priorität haben. In diesem Leitfaden erfährst du alles Wichtige zur professionellen Erstellung eines Sicherheitskonzepts für deine Veranstaltung.

     

    Warum ein Sicherheitskonzept für Veranstaltungen unverzichtbar ist

    Ein strukturiertes Sicherheitskonzept ist weit mehr als nur eine bürokratische Hürde oder ein „Nice-to-have“. Es bildet das Fundament für:

    • Rechtssicherheit: Viele Behörden verlangen ein Sicherheitskonzept als Voraussetzung für die Genehmigung deiner Veranstaltung
    • Haftungsfragen: Bei Schadensfällen kann ein dokumentiertes Sicherheitskonzept entscheidend sein, um Haftungsfragen zu klären
    • Krisenmanagement: Es bereitet dich auf Notfälle vor und ermöglicht schnelles, koordiniertes Handeln
    • Vertrauen: Teilnehmer:innen, Partner:innen und Sponsor:innen vertrauen Veranstalter:innen mit professionellen Sicherheitsstandards

    „Sicherheit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis professioneller Planung und Umsetzung.“

    Die rechtlichen Grundlagen für Veranstaltungssicherheit

    Die gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit von Veranstaltungen sind in Deutschland auf verschiedenen Ebenen geregelt:

    • Versammlungsstättenverordnung (je nach Bundesland unterschiedlich) • Allgemeines Ordnungsrecht und Polizeirecht • Baurecht und Brandschutzbestimmungen • Arbeitsschutzgesetze für das Personal • Jugendschutzgesetz

    Wichtig: Die Versammlungsstättenverordnung schreibt ab einer bestimmten Größenordnung (meist ab 1.000 Personen) zwingend ein Sicherheitskonzept vor.

    Für wen ist ein Sicherheitskonzept Pflicht?

    Veranstaltungstyp

    Personenzahl

    Sicherheitskonzept

    Großveranstaltungen

    Ab 5.000 Personen gleichzeitig

    Gesetzlich vorgeschrieben

    Mittelgroße Veranstaltungen

    1.000-5.000 Personen

    In der Regel erforderlich

    Kleinere Veranstaltungen

    Unter 1.000 Personen

    Nach behördlicher Anforderung

    Veranstaltungen mit erhöhtem Risiko

    Unabhängig von Personenzahl

    Dringend empfohlen/meist vorgeschrieben

     

    ie 7 Schritte zur Erstellung deines Sicherheitskonzepts

    Schritt 1: Risikoanalyse durchführen

    Der erste und fundamentale Schritt ist eine gründliche Risikoanalyse. Hierbei identifizierst du systematisch alle möglichen Gefährdungspotenziale deiner Veranstaltung.

    Wichtige Faktoren für die Risikoanalyse:

    1. Veranstaltungsort: Indoor oder Outdoor? Fluchtwege? Infrastruktur?
    2. Besucherstruktur: Altersgruppen, erwartete Anzahl, besondere Gruppen
    3. Art der Veranstaltung: Konzert, Sportveranstaltung, Messe etc.
    4. Zeitliche Faktoren: Tages- oder Nachtveranstaltung, Dauer, Jahreszeit
    5. Umgebungsfaktoren: Verkehrsanbindung, Nachbarschaft, topografische Besonderheiten

    Beispiel Risiko-Matrix:

    Risiko

    Eintrittswahrscheinlichkeit (1-5)

    Schadensausmaß (1-5)

    Risikofaktor

    Maßnahmen

    Medizinischer Notfall

    4

    4

    16

    Sanitätsdienst, Notfallpläne

    Brand

    2

    5

    10

    Feuerlöscher, Fluchtwegplanung

    Unwetter (Outdoor)

    3

    4

    12

    Wettermonitoring, Evakuierungsplan

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    Wir stehen für alle Anliegen zur Verfügung und freuen uns darauf, Sie beraten zu dürfen. Kontaktieren Sie uns gerne - per Anruf, Mail, oder Kontaktformular.

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    Schritt 2: Detaillierte Veranstaltungsbeschreibung erstellen

    Eine präzise Beschreibung deiner Veranstaltung bildet die Grundlage für alle weiteren Planungen:

    • Veranstaltungsdaten: Datum, Uhrzeit (inkl. Auf-/Abbau), Ort • Erwartete Besucherzahlen: Gesamtzahl, Spitzenzeiten, Besucherströme • Veranstaltungsprogramm: Ablaufplan, besondere Aktionen • Verantwortlichkeiten: Veranstalter:in, Sicherheitsbeauftragte:r, externe Dienstleister

    Schritt 3: Infrastruktur und Kapazitäten planen

    Die sicherheitstechnische Infrastruktur muss auf die Anforderungen deiner Veranstaltung zugeschnitten sein:

    Räumliche Planung: • Flächenberechnung (mindestens 2m² pro Person bei freier Bestuhlung) • Festlegung von Besucherkapazitäten für Teilbereiche • Positionierung von Bühnen, Ständen, Toiletten, Gastronomiebereichen

    Fluchtwege und Rettungswege: • Ausreichende Dimensionierung (mind. 1,20m Breite je 200 Personen) • Klare Kennzeichnung und Beleuchtung • Freihalten von Hindernissen

    Technische Infrastruktur: • Notstromversorgung • Kommunikationssysteme für das Sicherheitspersonal • Brandschutztechnische Einrichtungen

    Schritt 4: Personaleinsatz planen

    Der Einsatz von qualifiziertem Personal ist entscheidend:

    • Sicherheitsdienst: Personalschlüssel basierend auf Risikobewertung (üblicherweise 1:100 bis 1:250 Personen) • Sanitätsdienst: Je nach Größe und Art der Veranstaltung (Richtwert: 1 Sanitäter pro 500 Personen) • Brandwache: Bei erhöhtem Brandrisiko • Ordner:innen: Für Einlasskontrolle, Parkplatzeinweisung etc.

    Wichtig: Erstelle ein Organigramm mit allen Schlüsselpersonen und deren Kontaktdaten.

    Schritt 5: Notfall- und Evakuierungspläne entwickeln

    Für den Ernstfall müssen detaillierte Pläne vorliegen:

    Evakuierungskonzept:

    1. Festlegung von Sammelplätzen
    2. Räumungswege und -reihenfolge
    3. Verantwortlichkeiten und Kommunikationsketten
    4. Verfahren bei Teil- oder Gesamtevakuierung

    Notfallpläne für verschiedene Szenarien: • Medizinische Notfälle • Brand • Unwetter/Naturereignisse • Bedrohungslagen • Technische Störungen

    Schritt 6: Kommunikationskonzept entwickeln

    Effektive Kommunikation ist im Sicherheitsmanagement entscheidend:

    Interne Kommunikation: • Funkkanäle und -disziplin • Alarmierungswege • Codeworte für bestimmte Situationen • Regelmäßige Statusmeldungen

    Externe Kommunikation: • Besucherinformation (Durchsagen, Informationstafeln) • Kontakt zu Behörden und Rettungsdiensten • Krisenkommunikation mit Medien

    Praxistipp: Stelle sicher, dass alle Kommunikationsmittel auch bei Stromausfall oder in lauter Umgebung funktionieren!

    Schritt 7: Dokumentation und behördliche Abstimmung

    Der letzte Schritt ist die professionelle Dokumentation und behördliche Abstimmung:

    1. Zusammenstellung aller Unterlagen: • Sicherheitskonzept mit allen Teilbereichen • Lagepläne, Bestuhlungspläne • Technische Unterlagen, Prüfbescheinigungen • Versicherungsnachweise

    2. Frühzeitige Einreichung bei den Behörden: • In der Regel mindestens 6-8 Wochen vor Veranstaltungsbeginn • Beachtung lokaler Fristen und Vorgaben

    Nachbesserungen einarbeiten: • Behördliche Auflagen umsetzen • Änderungen dokumentieren

    Häufige Fehler bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten

    Vermeide diese typischen Fehler:

    1. Zu spät beginnen Die Erstellung braucht Zeit. Beginne mindestens 3-4 Monate vor der Veranstaltung.

    2. Standardvorlagen unreflektiert übernehmen Jede Veranstaltung ist einzigartig und braucht ein individuell angepasstes Konzept.

    3. Kommunikation vernachlässigen Das beste Konzept nützt nichts, wenn es nicht allen Beteiligten bekannt ist.

    4. Klare Verantwortlichkeiten fehlen Für jeden Bereich muss eindeutig festgelegt sein, wer verantwortlich ist – mit Vertretungsregelung!

    5. Nachbereitung vergessen Nach der Veranstaltung sollte eine Evaluation stattfinden.

    Professionelle Unterstützung

    Die Erstellung eines Sicherheitskonzepts erfordert Fachwissen und Erfahrung. Unterstützung findest du bei:

    • Sicherheitsberater:innen für Risikoanalyse und Konzepterstellung
    • Sicherheitsdienstleister mit Vollservice-Paketen
    • Spezialisierte Ingenieurbüros für technische Anforderungen

    Ein professionelles Sicherheitskonzept ist keine lästige Pflichtübung, sondern ein wesentlicher Baustein für den Erfolg deiner Veranstaltung. Es schützt nicht nur deine Gäste und Mitarbeiter:innen, sondern auch dich als Veranstalter:in vor rechtlichen und finanziellen Risiken.

    Mit den beschriebenen sieben Schritten kannst du systematisch ein fundiertes Sicherheitskonzept entwickeln. Investiere ausreichend Zeit und Ressourcen in diesen Bereich – denn im Ernstfall kann ein durchdachtes Sicherheitskonzept den entscheidenden Unterschied machen.

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    29. August 2025

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